Thomas von der Osten-Sacken
Geboren am 6. August 1968
Friederike Habermann
Geboren am 12. August 1967
— Hat Ökonomie, Geschichte und Politikwissenschaft studiert. Seit dreißig Jahren in sozialen Bewegungen aktiv. Autorin mehrerer Bücher, zuletzt erschienen: Der unsichtbare Tropenhelm. Wie koloniales Denken noch immer unsere Köpfe beherrscht (2013).
Diedrich Diederichsen
Geboren am 15. August 1957
— Geboren 1957 in Hamburg. In den 80er Jahren Redakteur und Herausgeber von Musikzeitschriften, in den 90er Jahren Hochschullehrer als Gastprofessor oder Lehrbeauftragter u.a. in Frankfurt, Stuttgart, Pasadena, Offenbach, Gießen, Weimar, Bremen, Wien, St. Louis, Köln, Los Angeles und Gainesville. 1998 - 2006 Professor für Ästhetische Theorie/Kulturwissenschaften an der Merz-Akademie, Stuttgart, seit 2006 Professor für Theorie, Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst am Institut für Kunst- und (...)
Diskussionsabend im Sub über das Konzept der kulturellen Aneignung
„Partizipation im Arbeitsleben ist die Ausnahme, dabei sollte sie die Regel sein.“ | (...)
GAG464: Die Entstehung des Central Parks
Se remémorer Camus
Abonnement de soutien 2nd semestre 2024 aux Éditions Crise & Critique : Moishe Postone, (...)
Befreiung vom schlechten Leben | Sechs Thesen zur Überwindung der Übermacht der Ökonomie (...)
Die wachsende Not Israels. Zweiter Teil
GAG463: Die Erfindung der Glühlampe
Diskussionsabend in der Kerzenfabrik: Mit der Demokratie zum guten Leben?
Alain Pecunia, l’Espagnol
Verzerrtes Interesse an rechtem Terror. Der Anschlag in Halle 2019 – krisis 1/ (...)
Hannah Arendt und der Antisemitismus
Plädoyer gegen die Kriegstüchtigkeit
„Boris Pistorius hat sich etwas getraut, was viele bislang gescheut haben. Bei ‚Berlin direkt‘ sagte er, Deutschland müsse ‚kriegstüchtig‘ werden. Eine Aussage, die überfällig ist“, so Ines Trams nicht etwa in einem Magazin für Bundeswehroffiziere, sondern dem ZDF, am 31.10.2023. „Pistorius spricht unbequeme Wahrheit aus“, so ist ihr Beitrag über die jüngsten Wortmeldungen des (...)
Krach ohne Bruch
von Franz Schandl Dass die schwarz-grüne Koalition nicht nur zu Ende geht, sondern auch am Ende ist, ist schon länger bekannt. Nach gegenseitigem Erleiden und Erdulden, ist nun Konfrontation, statt Krampf Kampf angesagt. Der Grund: Leonore Gewessler (Grüne) hat auf der Konferenz der EU-Umweltminister in Luxemburg für das EU-Renaturierungsgesetz gestimmt und diesem dort zur erforderlichen (...)
„Standing Together“
Seit dem letzten Oktober haben in unserer von Gegensätzen zerrissenen Welt im Windschatten der Großmächte Hamas, Israel und Iran die „Vorkriegszeit“ weiter vorangebracht. Wir wollen hier statt auf diese Bedrohungen einen Blick auf ein Gegenstück, eine israelisch-palästinensische Bewegung gegen den Krieg, werfen, die sich im Land und in der Diaspora rührt und sich international „STANDING TOGETHER“ (...)
Krieg in der Ukraine: Vorkriegszeit im Westen
Die Sowjetunion und ihr Militärpakt sind zerfallen, nicht so die von den USA „zum Schutz“ vor der UdSSR gegründete NATO. Vielmehr „the problem with a state having lots of capabilities is that if it has them, it’s going to want to use them“ (Kenneth Waltz, amerikanischer Politologe). Daher hat die übriggebliebene Supermacht die sich am Ende des Kalten Kriegs ergebenden „capabilities“ genutzt und die (...)
Überraschungen, die keine sind oder ...?
Wie zu erwarten, hat die FPÖ gewonnen. Ein Paukenschlag war es aber nicht. Betrachten wir die Zugewinne vor dem Hintergrund der EU-Wahl von 2019, stehen die Freiheitlichen ungefähr dort, wo sie ohne Ibiza-Skandal auch vor fünf Jahren gestanden wären. Das Ergebnis ist dementsprechend zu relativieren. Die FPÖ lag damals kurzfristig am Boden, ihr Publikum war stark verunsichert. Das ist jetzt nicht (...)
FPÖ damals: Die „Nazi-Partei“
In seinem 14. FORVM-Beitrag zieht Herbert Auinger den parteieigenen „Bericht“ der FPÖ-Historikerkommission ans helle Licht der Aufklärung – mit obgleich erwartbarem, so doch erstaunlichem Ergebnis. H.C. Strache, der zu Recht glücklose Initiator, war bei Erscheinen des Berichts bereits in der Versenkung verschwunden, vermutlich deshalb blieb die historische Beleuchtung der NS-Nähe seiner Partei (...)
Wohnen statt Kanonen
Und es schaut gar nicht so schlecht aus. Nach dem fulminanten Ergebnis in Salzburg möchten die Kommunisten nun auch bei den Europawahlen und bei den Nationalratswahlen im September ihren Erfolgslauf fortsetzen. Auch der Windschatten der grünen Turbulenzen dürfte der KPÖ nützen. Anders als die KPD war die KPÖ nie eine Massenpartei, auch wenn nach den niedergeschlagenen Aufständen im Februar 1934 (...)
Fast eine Goethe-Anekdote
Im Jahre 1939 lernte ich eine Frau von H., eine Großnichte oder Urgroßnichte Ulrikens von Levetzow kennen, und das kam so: Ich befand mich damals auf einer Fahrt nach Westindien, die mehrere Monate für sich in Anspruch nehmen sollte. Das Schiff war nur halb belegt, und die Passagiere sahen (...)
Zur Chemie des Witzes
FORVM hat eine Theorie der „Brotlosen Berufe“ geboten, die darauf hinausläuft, daß die Echtheit eines solchen Berufes dem Grad der Entfremdung des konventionellen Wortsinnes proportional ist: Deshalb ist der „Hosenträger“ ein Paria, wogegen der „Raster“ zur obersten blaublütigen Aristokratie gehört. (...)
Die vierte industrielle Revolution
Wer über die technisierte Gesellschaft schreibt, befindet sich in zahlreicher Gesellschaft. Vormittags schreiben darüber die Gymnasiasten („Fluch und Segen der Technik“), nachmittags die Leitartikler („Der Vormarsch des Kollektivismus“), nachts die gehobenen Essayisten („Die Entfremdung des Menschen (...)
Über das Geheimnis der öffentlichen Meinung
Eine sehr gute, sehr tiefe Bemerkung über das geheimnisvolle Phänomen, das man die öffentliche Meinung nennt, steht bei dem Historiker Leopold von Ranke. Sie lautet: Nicht erst heutzutage hat die öffentliche Meinung Einfluß in der Welt bekommen — in allen Jahrhunderten des neueren Europa hat sie ein (...)
Die Presse ist am Zug
Vor 6 Jahren hat mich die Redaktion des FORVM zum erstenmal zur Mitarbeit aufgefordert. Im Januar-Heft 1955 und im Anschluß an die posthum veröffentlichte Äußerung des im Dezember 1954 plötzlich verstorbenen Bundesministers für Justiz Dr. Josef Gerö sowie neben den Beiträgen von Dr. Canaval, Dr. (...)
Belgien bleibt eigensinnig
Belgien befindet sich noch im vorigen Jahrhundert. Dies hat sich vor allem in seiner Kolonialpolitik gezeigt — die ja den historischen Hintergrund der Streikbewegung darstellt. Obgleich Asien und Afrika allerorten auf dem Weg zur Selbständigkeit waren und die westlichen Demokratien ihre Überreste (...)
Das große Rohstoffgeschäft
VII. Profitstrategie Im Kapitalismus werden aber Gebrauchswerte nicht um ihrer selbst willen, sondern allein zum Zweck der Kapitalverwertung produziert. Ein kapitalistisches Unternehmen fördert und verarbeitet nur insoweit Rohstoffe, wie es die kaufkräftige Nachfrage zuläßt, und bietet sie nur (...)
Familie Normalverbraucher ins Stammbuch geschrieben
Liebe Ottilie, lieber Otto! Gelegentlich haut die Bundesregierung auf den Tisch. Sofortprogramm gegen das Waldsterben. Energiekonzept. Es soll so aussehen, als hätte man die Probleme voll im Griff. Aber von grundlegenden Ansätzen ist wenig bis nichts zu bemerken. Keine Rede von sanften (...)
„Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“*
Das Ende des fossilen Zeitalters ist inzwischen endgültig eingeläutet. Das hat sich heute bis in die Chefetagen der Mineralölkonzerne herumgesprochen. Der „Peak“ der Erdölförderung dürfte inzwischen erreicht worden sein. Dass das Wegbrechen der fossilen Energiebasis die Grundfesten unserer (...)
Wachstum – dystopischer Wahn
Der Kapitalismus ist ein Erfolgsmodell. Dumm ist nur, dass Bestandteil dieses Erfolgs ist, die natürlichen Lebensgrundlagen – uns darin eingeschlossen – zu zerstören. Dabei geht es nicht nur um die Klimakatastrophe, die der Kapitalismus erfolgreich produzierend in die Welt gesetzt hat. Viel weniger (...)
Mainhattan
Die Bourgeoisie hat das Land der Herrschaft der Stadt unterworfen ... vielgescholtener Nachplatoniker 1 Frankfurt am Main zum Beispiel. Die Stadt, wie die Stadtverwaltung marktschreierisch von den Bauzäunen und Betonklötzen verkünden läßt. Sie hat’s nötig. Seit 30 Jahren ist Frankfurts Innenstadt (...)



