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Risse im Context XXI
Magazin zur Alpenbegradigung

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Liebesverhältnisse | Print |
Freitag, 25.01.2008 | Samstag, 26.01.2008

Eine Veranstaltung des Instituts für Kunst– und Kulturwissenschaften und Context XXI

Freitag, 25.1.2008, 19 Uhr
M-ARS, Westbahnstraße 9, 1070 Wien


Love Affairs. You better shop around

Entlang diskursiver und performativer Einsätze werden Orte und Konstruktionen von Liebe erfahren, die vielfältige Entwürfe und Modelle neben herkömmlichen Inszenierungen erscheinen lassen. Einleitende Beiträge eröffnen einen Raum heterogener Sichtweisen und Wendungen, worin Bilder amouröser Konstellationen in anarchistischen, feministischen, romantischen, surrealistischen, verwegenen oder konventionellen Anteilen entstehen sollen. Fortschreibungen und Dekonstruktionen der geneigten TeilnehmerInnen sind erwünscht!
Mit Heide Hammer, Stephanie Kiessling, Monkeydick–productions, Katharina Morawek, Karin Schneider, Jana Sommeregger, Martin Vejvar, Kurto Wendt und anderen.


In den Vorträgen von Eva Illouz und Klaus Theweleit werden Formen von Nähe und Distanz in Produktions- und Paarbeziehungen fokussiert, eine Auseinandersetzung mit »Liebesweisen« und Geschlechterverhältnissen in sozialen und medialen Räumen.

Samstag, 26.1.2008, 14 – 17 Uhr, Raum M13
Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz 3, 1010 Wien


14. – 15.30 Uhr

Eva Illouz, Soziologin (Jerusalem)

It is not you, it’s me: Sociological Reflections on Love and Commitment Phobia. Why has “commitment phobia” (mostly of men) become such a central aspect of contemporary romantic relationships? On the basis of an analysis of interviews with men and women, self help manuals, and stories posted on the internet, I try to identify the discourses and values from which actors draw to make sense of commitment phobia. Publications: Consuming the Romantic Utopia: Love and the Cultural Contradictions of Capitalism, 1997 (Der Konsum der Romantik. Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus, 2003), Cold Intimacies: Emotions in Late

Capitalism, 2006 (Gefühle in Zeiten des Kapitalismus, 2006)

15.30 – 17 Uhr

Klaus Theweleit, Schriftsteller (Freiburg/Karlsruhe)

„Liebesweise mediale Frau“. Personenverbrauch und Reihenbildung in künstlerischen Paarbeziehungen.

Warum sich verlieben und in wen? Es gibt nicht nur die Sexualitäten der körperlichen Liebesakte - mit sich selbst, mit anderen des eigenen Geschlechts oder mit anderen Geschlechtern; es gibt auch eine »Produktionssexualität«: die Sexualität des Produzierens von Werken mit anderen, in Paaren oder Gruppen; besonders relevant bei der Produktion von Kunstwerken. Zur Produktionssexualität gehören alle Beziehungs-Gegebenheiten bei der Herstellung artistischer Werke, die Arbeitsbeziehungen zwischen Maler/Modell, Regisseur/SchauspielerIn, Komponist/SängerIn etc.; sie können körperlich-sexuell sein oder nicht; berühren aber immer den Bereich des Personenverzehrs; heißt: beim Zusammen-Produzieren und Zusammen- Leben wird der/die andere, nicht nur gebraucht, sondern auch verbraucht. Es geht um den Bereich, in dem die Rolle der beteiligten Frauen traditionell mit dem unzureichenden (um nicht zu sagen: mörderischen) Nicht-Begriff der sog. »Muse« zugedeckt wird.
 
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