Zapatistas
Beitræge
Amelie Lanier, Lateinamerika
Amerikas Hinterhöfe — Teil 2

Mexiko in der Krise

Kredit zerstört Produktion
 
1995

Mexiko hat im Jahr 1994 eine kleine „Weltschuldenkrise“ verursacht. Irgendetwas ist in oder mit Mexiko geschehen, das das internationale Kreditsystem – also auch solche Kredite, die sich nicht auf dieses Land beziehen, – mit einem Schlag fragwürdig erscheinen hat lassen. Mit einem Mal wurde (...)

radiX, Texte

Rinks und lechts — wie national sind die Zapatistas?

 
1997

Eigentlich sollten Erwerbslosigkeit, Armut und Verelendung ausreichende Gründe sein, zu revoltieren. Doch der objektive Widerspruch zwischen vorhandenem Reichtum und realer Ausgrenzung muß mit dem Bewußtsein eines strukturellen Gewaltverhältnisses, einem Minimum an politischem know how und der (...)

Context XXI, ZOOM 2/1998
Kurzmeldungen

Mexiko

Mai
1998

Das globale Fort Bragg Eine Spezialeinheit des mexikanischen Militärs, genannt Gafe (Luftmobile Spezialkampfgruppe), die auf Kosten der US-amerikani­schen Steuerzahlerinnen ausgebildet worden ist, betätigt sich im Einsatz gegen seine eigene Bevölkerung als Para­militär. Gafe wurde als Fol­ge des (...)

Context XXI, ZOOM 3/1998

Chiapas — Guerrero

Juni
1998

In dem mexikanischen Bun­desstaat Chiapas ist Bischof Samuel Ruiz aus der Vermittlungskommission zwischen der Regierung und den Zapatistas zurückgetreten. Als Folge löste sich die Kommis­sion selbst auf. Wenn man die Ausweisung von Menschenrechtsaktivisten und deren Organisationen aus Mexico (...)

Context XXI, ZOOM 1/1999

Ein anderer Weg zur Auslöschung

Die Kolumbianisierung des Chiapas-Kopflikts
Januar
1999

Entgegen dem, was die offizielle Propaganda verkündet, führt die militärische Belagerung zum Zwecke der Aufstandsbekämpfung durch die Regierung von Ernesto Zedillo im Bundesstaat Chiapas zu einer militärischen Lösung des Konflikts, der den mexikanischen Staat bereits seit mehr als vier Jahren mit der (...)

Grundrisse, Nummer 7

Der Hase im Pfeffer: Ein fahrender Ritterkäfer aus dem Lankandonischen Urwald

Anmerkungen zu den Fabeln des Subcomandante Marcos
September
2003

Nein, sagt Subcomandante Marcos, die Wahrheit ist, daß sich die Sprache in eine Obsession verwandelt, besonders wenn du explizite, funktionelle Botschaften vermitteln möchtest und suchst, wie du sie am besten formulieren kannst. Manchmal hast du Glück, manchmal Pech. Du kommst immer wieder auf den (...)

Grundrisse, Nummer 7

Drei Fabeln von Don Durito

September
2003

Zehn Jahre später: Durito hat uns wieder gefunden In der atemlosen Einsamkeit der ersten Jahre der zapatistischen Erhebung erschien ein merkwürdiger Gefährte in unserem Lager; ein kleiner rauchender Käfer, sehr belesen und ein noch besserer Redner, der sich selbst die Aufgabe stellte, einem (...)

Grundrisse, Nummer 8

Zwei Fabeln von Don Durito

Dezember
2003

Tief in der Höhle der Begierde 17. März 1995 Aus dem kleinen Kassettenrecorder hörte ich dieses Lied von Stephen Stills, vom Album Four Way Street, in dem es heißt – Find the cost of freedom, buried in the ground. Mother Earth will swallow you, lay your body down ... – als mein anderes Selbst (...)

Grundrisse, Nummer 9

Drei Fabeln von Don Durito

März
2004

Die Geschichte von der winzigen Maus und der winzigen Katze (7. August 1995) Don Durito aus Lakandonien, fahrender Ritter, Zurechtbieger allen Übels, der Frauen rastloser Traum, der jungen Männer Vorbild, Letzter und Größter jener exemplarischen Rasse, die die Menschheit mit kolossalen und (...)

Grundrisse, Nummer 10

Zwei Fabeln von Don Durito

Juni
2004

Die Liebe und der Kalender 18. September 1996 Auf einem Wolkenhäubchen trieb eine Flasche und verfing sich in den Zweigen einer Ceiba. Behutsam näherte ich mich — ein Fall aus diesen Höhen würde einen ähnlichen Aufschrei wie die Wirtschaftskrise von 1988 verursachen — und packte sie. Sie enthielt, (...)

Grundrisse, Nummer 11

Durito, der Pirat

September
2004

„Nein, nein und nochmals nein!” sage ich Durito zum Hunderttausendsten Mal. Ja, Durito ist zurück. Aber bevor ich mein wiederholtes „Nein” erkläre, sollte ich Euch die ganze Geschichte erzählen. Anderntags, als der Regen schnurstracks einen Fluß durch die Hüttenmitte zog, kam Durito in der Dämmerung (...)

Grundrisse, Nummer 20

Modifizierte Stärke

Soziale Bewegungen in Lateinamerika im Überblick
Juni
2006

Die Barrikaden, die allnächtlich die historische Innenstadt von Oaxaca abriegeln, die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates im Südwesten Mexikos, rufen unweigerlich Assoziationen zu vergangenen sozialen Kämpfen hervor: „Der Geist von Louise Michel“ sei hier anwesend, kommentiert die linke (...)

Grundrisse, Nummer 24

Zentrale RandBewegungen

Zur Konstitution von Gewalt an der Schnittstelle von Geschlecht, Sexualität, Ethnizität
Dezember
2007

Si Adelita quisiera ser mi esposa, Si Adelita fuera mi mujer, Le comparía un vestido de seda Y la llevaría a pasear el cuartel. ... Si Adelita se fuera con otro La seguiría su huella sin cesar, Si por mar en un buque de guerra. Si por tierra en un trén militar ... Si acaso yo muero en campana Y mi (...)

Grundrisse, Nummer 29

Die andere Politik, die Politik der Wut der Würde

März
2009

1. Wut, Wut, Wut. Wut, wie die der jungen Menschen in Griechenland in den letzten Wochen. Wut über Polizeigewalt, Wut über niedrige Löhne und Mangel an Chancen. Wut heute über das Massaker der israelischen Armee an den Palästinensern im Gazastreifen. Wut über die fünf Jahre Ermordung und Zerstörung (...)

Grundrisse, Nummer 29

Kassensturz

Interviews mit Laura Castellanos
März
2009

Hamburg: Edition Nautilus, 2008, 160 Seiten, 14.30 Euro Die mexikanische Journalistin Laura Castellanos und der Fotograf Ricardo Trabulsi bieten dem Subcomandante Marcos, dem „Sub“, wie ihn seine Freunde nennen, in dem neu bei Nautilus erschienenen Buch „Kassensturz“ ein Forum zur Darstellung (...)

Grundrisse, Nummer 35

Delegation und politische Dilemmata

Mit Pierre Bourdieu auf zapatistischem Gebiet
September
2010

Wenn es in einem Land Parteien gibt, entsteht früher oder später eine Sachlage, in der es unmöglich ist, wirksam auf die öffentlichen Angelegenheiten Einfluss zu nehmen, ohne in eine Partei einzutreten und das Spiel mitzuspielen. Wer immer sich für die Sache der Allgemeinheit interessiert, möchte (...)

Zapatistas

Als Zapatistas bzw. Zapatisten werden überwiegend sozialrevolutionäre indigene politische Gruppierungen im Süden Mexikos, vor allem im Bundesstaat Chiapas, bezeichnet.

Internationale Beachtung fanden die Zapatistas 1994 infolge des bewaffneten Aufstandes der Ejército Zapatista de Liberación Nacional unter Subcomandante Marcos. Der Name der Zapatistas geht zurück auf Emiliano Zapata (1879–1919), einen Führer der mexikanischen Revolution im Süden Mexikos, und seine zum Ejército Libertador del Sur (deutsch: „Befreiungsarmee des Südens“) gehörenden Mitstreiter. Mitunter wird deshalb auch zwischen Zapatistas und Neo-Zapatistas unterschieden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xochitl Leyva-Solano: Zapatistische Autonomie. In: Ashish Kothari et al. (Hrsg.): Pluriversum. Ein Lexikon des guten Lebens für alle. AG SPAK Bücher, Neu-Ulm 2023, ISBN 978-3-945959671.
  • Raina Zimmering: Die Zapatistas in Mexiko. Der antisystemische und antietatistische Charakter einer populären Bewegung. Universitätsverlag Potsdam, Potsdam 2010, ISBN 978-3-86956-046-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]