Wohnen
Beiträge
Internationale Situationniste, Numéro 3

L’urbanisme unitaire à la fin des années 50

décembre
1959

En août 1956, un tract signé par les groupes qui préparaient la formation de l’I.S., appelant à boycotter le prétendu « Festival de l’Art d’Avant-Garde » convoqué alors à Marseille, faisait observer qu’il s’agissait de la plus complète sélection offlcielle de « ce qui représentera dans vingt ans (…)

Internationale Situationniste, Numéro 7

Géopolitique de l’hibernation

avril
1962

L’« équilibre de la terreur » entre deux groupes d’États rivaux qui est la plus visible des données essentielles de la politique mondiale en ce moment signifie aussi l’équilibre de la résignation : pour chacun des antagonistes, à la permanence de l’autre ; et à l’intérieur de leurs frontières, (…)

FORVM, No. 119

Wie unsere Jugend haust

November
1963

Eine Befragung von 2500 jung verheirateten Paaren durch den Verein „Gut Haushalten“ zeigte klipp und klar, daß jenes Problem, welches die jungen Menschen von heute bedrückt, ja an den Rand der Verzweiflung treibt, das Wohnungsproblem ist. Die Beschaffung und Einrichtung einer Wohnung ist eine (…)

FORVM, No. 136

Wohnberge

Eine neue städtische Bebauungsform
April
1965

Diese pseudostädtischen Riesen-Bienenkörbe könnten zu nichts anderem führen als zur gesellschaftlichen Inzucht innerhalb jedes einzelnen „Wohnberges“ und würden den urbanen Zusammenhang Wiens mit Sicherheit zerstören. Dr. Helmut Junker in „der aufbau“, 1/2, 1965 Der Karl Marx-Hof, die (…)

FORVM, No. 190

Wie errichtet man eine Kommune?

Die Entwicklung von Großfamilien in Skandinavien
Oktober
1969

I. Die Sache ist einfach. Mittels elementarer Mathematik kann man die Gesamtzahl der Liebeskombinationen errechnen, die innerhalb einer Gruppe entstehen können. Die Formel lautet: n (n-i) ─────── 2 „N“, sagte mir der Verwalter der Finanzen des Kollektivs von Kana, „ist die Anzahl der (…)

FORVM, No. 191/I

Wie leben die Kommunekinder?

II. Teil der Dokumentation „Wie errichtet man eine Kommune?“ (Oktoberheft)
November
1969

Das Echo auf den I. Teil war selbst nach FORVM-Maßstäben (wir sind diesbezüglich verwöhnt) außerordentlich. Die Wogen spießbürgerlicher Empörung gingen erstaunlich niedrig, vielleicht wegen des betont unlinks-unprovokativen, aber auch antisensationell-antiillustriertenhaften Dokumentarstils. (…)

FORVM, No. 194/I

Katalogparadiese

Mit Gebrauchslyrik von Peter Henisch sowie einem Vaterunser
Februar
1970

Nach Enzensbergers Einsicht in das Wesen von Versandhauskatalogen stellen diese mehr dar als nur Verzeichnisse eines vielfältigen Warenangebots. Nicht einfach beliebig zusammengewürfelte Güter werden angepriesen. Struktur und Qualität des Angebots entsprächen vielmehr einem „Plebiszit der (…)

FORVM, No. 219

Revolution der Mieter

Italienische Modelle
März
1972

I. Betrieb und Wohnung In den letzten drei Jahren verschärfte sich der Klassenkampf in Italien, indem er sich auf alle großen Industrieregionen ausdehnt: Pirelli/Mailand, Fiat/Turin, Rhodia Verbania, Alfa/Innocenti, Siemens/Mailand, Piaggio/Pontedera, und in den Betrieben von Italsider in (…)

FORVM, No. 219

Rote Woche in Rom

März
1972

Die Besetzung von Häusern breitet sich von Castelbruciato nahe Centocelle aus. Die proletarischen Versammlungen organiseren den Kampf von 500 Familien. Besetzung durch die Polizei. Die Besetzung der Straße Diego Angeli (Tiburtino, Casalbruciato) beginnt in der Nacht von Freitag auf Samstag, (…)

FORVM, No. 219

Assanierung des Kapitals

Zum neuen österreichischen Assanierungs- und Bodenbeschaffungsgesetz
März
1972

I. Gesetz als Leerformel In der Auseinandersetzung um das neue Assanierungs- und Bodenbeschaffungsgesetz der Regierung Kreisky gibt es viel Tamtam um die Enteignungsbestimmungen. Dabei hat es schon bisher Vorschriften gegeben, die es der öffentlichen Hand ermöglicht hätten, Enteignungen zur (…)

FORVM, No. 219

Straßentheater für Mieter

März
1972

Ich kam zur Theatergruppe „Agit-prop“ eigentlich durch das Erlebnis der großen Vietnam-Demonstration in London im Oktober 1968. Dort hatte ich sehr schlechtes Theater erlebt. Von Demonstrationen unterschied uns die Spielmethode, von anderen Theatergruppen das Verhältnis zum Publikum und zu den (…)

FORVM, No. 219

Kann der Kapitalismus planen?

Am Beispiel der Wiener Kommunalwirtschaft
März
1972

I. Lueger kontra Großbourgeoisie Die Kommunalisierung wirtschaftlicher Schlüsselbereiche ereignete sich in Österreich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter konservativer bürgerlicher Herrschaft (Lueger), zu einer Zeit, als „anderwärts solche Maßnahmen noch als gefährliche (…)

FORVM, No. 221

Frühsexualismus

Von Sade zur Technokratie I
Mai
1972

I. Asketische und hedonistische Linke Seit jeher streiten sich auf der Linken die Asketen und die Hedonisten um die richtige Linie — sei es in Sachen „utopische Vision“, sei es in der Organisationsfrage oder bei der „Kritik des Alltagslebens“ (Lefebvre 1947, Böckelmann 1970). Die asketische (…)

FORVM, No. 233

Parteitag und Bodenrecht

Ansätze in Hannover
Mai
1973

1000% Profit vom Boden „Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet“, lautet der erste Satz des Grundgesetzartikels 14. Da aber das Grundgesetz der BRD Ergebnis des längst vergessenen Faschismusschocks und der nie realisierten demokratischen Gesinnung der Verfasser ist, hat der (…)

FORVM, No. 237/238

Stadtreform

Ein Programm*
September
1973

Struktursteuerung Während es bei der Konjunktursteuerung um die Globalsteuerung zur Vermeidung von Gesamtwirtschaftskrisen und zur Vermeidung offener Klassenkämpfe geht, soll die Struktursteuerung bessere Voraussetzungen zur Kapitalverwertung einzelner Sektoren bringen. Rückständige Branchen (…)

FORVM, No. 237/238

Wohnung ist Gefängniszelle

Sozialdemokratischer Strategie-Vorschlag
September
1973

1 Baukapital ist parasitär Wenn der abhängig Arbeitende das Fabriktor, die Bürotür oder ähnliche Verschlußvorrichtungen auf dem Heimweg passiert, verläßt er das Reich der Solidarität und des durch Solidarität wirksamen Faustrechts. In allen seinen übrigen Lebensbereichen wird der solidarische (…)

FORVM, No. 237/238

Arbeiterbezirk Wien 10

Das Kapital ergreift Boden und Häuser*
September
1973

1 Von der Regulierung zur Planung In der liberal-kapitalistischen Ära (1861-1895) griff die Wiener Stadtverwaltung — als Organ der Großbourgeoisie — nur dort in die Stadtentwicklung ein, wo dies die Kapitalinteressen der Haus- und Grundstücksspekulanten unbedingt erforderten. Die damals (…)

FORVM, No. 237/238

„Wir bleiben drin!”

Hausbesetzungen, Mieterstreiks, Bodenspekulation in der BRD
September
1973

1 Reportage Frankfurt/Schumannstraße Der derzeit wundeste Punkt in Frankfurt ist die Ecke Bockenheimer/Schumannstraße: vier besetzte Häuser. Hundertzwanzig Bewohner. 20% sind Arbeiter und Angestellte. Der Rest Studenten. Sie sagen: „Wir haben Häuser besetzt, um aus der Isolation von (…)

FORVM, No. 277/278

Die Wohnungsfresser

Konzentration des Industrie- & Immobilienkapitals im Ruhrgebiet
Januar
1977

Biedenkopfs Wahlkampfkampagne gegen gewerkschaftliche Filzokratie lenkte geschickt von einer beispiellosen Konzentrationswelle im Ruhrgebiet ab. VEBA, Thyssen, Krupp regieren über das Leben von Millionen Menschen (vgl. Heidi Pataki, Roter Himmel über der Ruhr, NF November 1973). Jörn Janssen, (…)

FORVM, No. 301/302

Das verlorene Paradies

ARENA — zwei Jahre danach
Januar
1979

Ströme durch die Kaffeehäuser, Klubs, Diskotheken, Arbeitskreise, Universität; durch die Straßen, an den Wochenenden und im Sommer weg von der Stadt, Kulturbetrieb; ein „Suchen“ oder die kleinen „Erfüllungen“. Dabei werden Räume durchstreift und mit Wünschen besetzt. Diese kleinteiligen „Orte“ (…)

FORVM, No. 307/308

Stadt aus Eis

Die Wiener Randsiedlung „Trabrenngründe“
Juli
1979

1 Das häßliche Wien Die „Trabrenngründe“ sind eine Stadtrandsiedlung im wahrsten Sinn des Wortes. Sie liegen am äußersten Rand der Stadt, im Norden, dort, wo Wien am unbeliebtesten ist. Der Süden und der Westen der Stadt sind attraktiver und werden bevorzugt — in jeder Hinsicht. Die Siedlung (…)

FORVM, No. 307/308

Lärm und Delogierung

Neuland unterm Fluch
Juli
1979

Aus dem Loch in die Helle Ich versteh das nicht! Früher sind wir auch durchgekommen, aber jetzt geht es einfach nicht mehr! Mir ist es richtig peinlich, daß ich zu Ihnen kommen muß. Aber ich weiß einfach nicht mehr weiter! Mit diesen oder ähnlichen Worten kommen immer wieder Menschen zu (…)

FORVM, No. 307/308

Aus der Bienenwabe

Juli
1979

Ich war eine von den ersten Mietern. Als ich in den Trabrenngründen einzog, war der Block, wo ich meine Wohnung habe, schon fertig. Es fehlten noch die Querblocks. Zwei Jahre lang lebten wir, grob gesagt, auf einer Baustelle. Es gab keinen richtigen Bewegungsraum für die Kinder, die verbotenen (…)

FORVM, No. 307/308

Den Wienern geht’s zu gut

Juli
1979

Eine Broschüre, vollgestopft mit Fakten und Statistiken. Der Alltag einer Großstadt von anderthalb Millionen, mehr oder weniger übersichtlich in Zahlen, Karten und Tabellen zusammengefaßt. Eine absichtlich trocken geschriebene Diskussionsgrundlage, die sich ans Naheliegende hält, mit (…)

FORVM, No. 333/334
Fritz Teufel

Neuer Roter Wedding

Gespräch im besetzten Haus
September
1981

Fritz Teufel, der Till Eulenspiegel der deutschen Studentenbewegung anno ’68, seit einem Jahr nach einem halben Jahrzehnt Gefängnis wieder frei‚ lebt jetzt in einem besetzten Haus in Westberlin. Über 2000 junge Leute halten dort 160 Häuser besetzt. Ende August veranstalteten sie das Spektakel (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 5

Architektur

November
1981

Über biologisch richtige Ernährung finden wir heute bereits eine reichliche Anzahl von Artikeln in den diversen Zeitschriften. Diskusionen finden bereits quer durch alle Bevölkerungsschichten statt. Naturverbundenes Leben wird bereits langsam zu einer neuen Lebensform. Wie steht es aber mit (…)

FORVM, No. 344-346

Zur Wohnungsfrage

Oktober
1982

Wohnungsnot ist ein kleineres Übel. Da Friedrich Engels verhindert war, zu einer Veranstaltung über die Wohnungsfrage im Rahmen der Wiener Festwochen 1982 auf Einladung Helmut Zilks teilzunehmen (das letzte Mal war F. E. am 11. September 1893 in Wien, auf Einladung Viktor Adlers) — drucken wir (…)

FORVM, No. 344-346

Wohnung oder Garage

Oktober
1982

Linguistische Thesen auf einer Veranstaltung der Wiener Festwochen ’82 Ich gehe aus von dem Satz meines reaktionären Lieblingsautors Novalis: „Wenn der vorwärtsgerichtete Blick nach rückwärts führt, kann nur der rückwärts gerichtete Blick nach vorwärts führen“, und bringe daher Beispiele aus (…)

FORVM, No. 364/365

Vom Marx-Hof zum AKH

April
1984

Der ahnungslose Deutsche, den wir seiner D-Mark wegen nach Wien locken, sieht sich wehrlos unserer Gemütlichkeit ausgeliefert. Sie ist aber zu gleichen Teilen mit Hinterfotzigkeit gemischt. Wir zeigen ihm: Die schöne alte Kaiserstadt, innerhalb der Ringstraße und auf ihr. Sie ist immer noch das (…)

MOZ, Nummer 42

Wien im Weltstadtfieber

Juni
1989

Ein neues Gründungsfieber bricht aus. Betriebsansiedlungen mit Top-Förderungen, Steigerung der städtischen Attraktivität durch Sanierungsprogramme, künstlich aufgebautes Stadtflair, Weltausstellung 1995. Wien will wieder Metropole werden. Weltstadt sein. Metropole im Herzen des (…)

MOZ, Nummer 51
Wohnungspolitik:

Geld stinkt nicht

April
1990

Daß Hausbesitzer und die ÖVP für die Interessen der Mieter und Mieterinnen kein Herz haben, überrascht nicht. Da sich nun die SPÖ ihres Erbes „Sozialer Wohnbau“ entledigt und am prosperierenden Markt investieren will, wird Wohnen zum Luxus. In der Fockygasse 2, im 12. Wiener Gemeindebezirk, (…)

FŒHN, Heft 13+14

Der Ausverkauf Tirols

Mai
1990

EG heißt freier Grundverkehr, was immer man euch auch erzählen mag! In Tirol sind nur vierzehn Prozent der Landesfläche besiedelbar. Das ist ein Satz. Aber man kann wirklich nur auf einem Siebtel der Grundfläche hausen. Vorausgesetzt auf diesem Siebtel steht auch keine Autobahn und keine (…)

MOZ, Nummer 54
Die große Obdachlosigkeit im Sommer 1910

Soziales Elend in der Kaiserstadt

Juli
1990

Vor dem Asyl Ein Fall ging damals durch die Wiener Boulevardzeitungen: die 25jährige Fabriksarbeiterin Marie Riegler hatte ihre Miete nicht mehr bezahlen können, sie wurde mit einem kranken und einem gesunden Kind delogiert. Es folgte eine Odyssee von einem Spital zu einem Frauenheim und zu (…)

MOZ, Nummer 57
Ausländerinnen:

Zu Gast in Wien

November
1990

Jugoslawische Frauen in Österreich: Gemeinsam sind ihnen miese Wohnverhältnisse, Bassena, Gangtoilette und die fehlende Aufenthaltsgenehmigung. ­ Mitte Oktober waren den Wiener Gazetten merkwürdige Zeilen zu entnehmen. Der Verteilungskampf der Bundesländer um die Aufteilung der Gastarbeiter (…)

MOZ, Nummer 57
Wohnungsnot

Der Markt wütet

November
1990

Ein Volksbegehren hat der Wohnungsnot den Kampf angesagt. Wohnungsuchende wissen ihr Leid zu klagen. Freie, preisgünstige Wohnungen sind praktisch nicht mehr zu bekommen. Vor allem Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen können sich Wohnen nicht mehr leisten. Die neue Wohnungsnot hat (…)

MOZ, Nummer 57
Ex-DDR

Klein Utopia im ‚wilden Osten‘?

November
1990

Ein Gespräch mit HausbesetzerInnen aus Ostberlin. Utopie bedeutet wörtlich: Nicht-Ort. Also ein Ort, den es noch nicht gibt, den man sich aber in der Zukunft wünscht. In klassischer politischer Manier wird dann eine Strategie erarbeitet, ein Weg, der zum ausgedachten Ziel einer befreiten (…)

MOZ, Nummer 58

Wohnungsvolksbegehren torpediert

Dezember
1990

Bei den Koalitionsverhandlungen wurden erste Ergebnisse im Bereich einer Neufassung des Mietrechtsgesetzes bekannt. Was schon seit längerem befürchtet wurde, ist eingetreten. Auf Drängen der ÖVP sollen die Mietzinsobergrenzen für Wohnungen der Kategorien B (Bad und WC) und C (Wasser und WC) (…)

MOZ, Nummer 58
Wohnungsnot und Wahlkampf:

Räumungsterror in Ostberlin

Dezember
1990

Der Westen macht Ernst. Am 14. November wurden im Ostberliner Stadtteil Friedrichshain 17 Häuser von der Westberliner Polizei gewalttätig geräumt. Es gab über hundert zum Teil schwer verletzte Hausbesetzer/innen und 500 Festnahmen. Die alte Dame ist 77 Jahre alt, erst in den achtziger Jahren (…)

FORVM, No. 478/479

Die »Ordentliche Planungspolitik« des 3. Reiches in der 2. Republik

Roland Rainer und die Stadtplanung, oder: Der Faschismus läßt schön grüßen
November
1993

Auch wer zu spät kommt, soll die Hoffnung nicht aufgeben: Dumme gibt es auch später noch! Molussischer Spruch I. Rainer, der Berühmte Der Topos Durch Rainers Werk zieht sich ein Topos: das »ganzheitliche« Bild von der »Welt als Garten« — so auch sein Buchtitel des Jahres 1976. Auf Rainer (…)

FORVM, No. 480

Die Frivolität des Faschismus als Strukturprinzip der Ordnung

Dezember
1993

Von den hohen Ansprüchen ist der Weg nicht weit zu den tiefen Wirrungen des Faschismus. Ordentliche Planungspolitik, 2. Teil Der Anspruch der Stadtplanung ist geradezu vermessen: Sie verspricht (der Politik, die Bürger glauben’s eh nimmer) die »Voraussetzungen« zu schaffen, »daß sie das ganze (…)

FORVM, No. 481-484

Raumordnung — Die Kolonialordnung des Faschismus

Die ordentliche Planungspolitik des III. Reichs — 3. Teil
April
1994

Die Kolonisierung des Raumes Im zweiten Teil der vergleichenden Analyse des Planungskonzeptes Wien mußten wir feststellen, daß der ausgebildete Architekt Roland Rainer zwar vorgibt »Stadtplanung« (Planko S. 8) zu betreiben, tatsächlich aber das erfüllt, was die Nazis seinerzeit unter der von (…)

FORVM, No. 485/486

Das Ende der Gemütlichkeit

Die ordentliche Planungspolitik des III. Reiches — 4. Teil
Juni
1994

Die ersten drei Teile dieser Untersuchung erschienen in den Heften November und Dezember 1993 sowie im April 1994; jede Folge ist für sich verständlich und setzt die Kenntnis der vorhergehenden nicht voraus. -Red. Eingedenk dessen, wem der »humane« Ordner eine »diffizile« Behandlung zugesteht, (…)

Context XXI, World Wide Literature

Das Wohnen des Sammlers

Oktober
1995

Sammeln verdankt sich wie Kunst, wie jede produktive Leistung, unter anderem einem Mangel. Das früh Entbehrte kommt als Wunsch nicht zur Ruhe, und wer etwas von dem Vermißten später sich beschaffen kann, muß dennoch nicht daran satt werden. Ich glaube es nicht, daß jemand beschließt, irgend (…)

Streifzüge, Heft 1/1997

11 Thesen zur Wohnungsfrage

März
1997

1. Die Wohnung ist eine Ware. Der Warencharakter des Bodens legt den Warencharakter der Wohnung fest. Die Vermietung der Wohnung stellt ein ganz gewöhnliches Warengeschäft dar. Dieses richtet sich nach den ökonomischen Gesetzen des Warenverkaufes überhaupt, nach den Marktbedingungen, dem (…)

Weg und Ziel, Heft 1/1997
Zum 100. Geburtstag von Margarete Schütte-Lihotzky

Keine Ästhetisierung der Armut

März
1997

Die Person Margarete Schütte-Lihotzky als sozialrevolutionäre Architektin und Widerstandskämpferin ist bekannter als ihr Werk. Deshalb bringen wir in einer Art imaginärem Dialog eine Collage von An­sichten über das soziale Bauen für die ArbeiterInnen­schaft in diesen 100 Jahren. Drei Frauen, (…)

Grundrisse, Nummer 14

Lotta Continua in Frankfurt, Türken-Terror in Köln

Migrantische Kämpfe in der Geschichte der Bundesrepublik
Juni
2005

Zwischen einer Praxis, die darin besteht „die Geschichte zu schreiben„und der, „Geschichten zu erzählen“, besteht ein Unterschied, den manche als einen Epochenbruch ansehen würden. Die Vorstellung eines linearen, fortschreitenden Verlaufs von Geschichte, samt Finalität und großem Subjekt, ist im (…)

Grundrisse, Nummer 23

„Ich kann in Österreich als Putzfrau arbeiten. Vielen Dank, ja.“

Bedingungen der bezahlten Haushalts- und Pflegearbeit von Migrantinnen
September
2007

Der folgende Artikel wird sich mit den Bedingungen bezahlter Haushaltsarbeit von Migrantinnen in Österreich auseinandersetzen. Wir versuchen die Herausbildung eines „transnational care space“ durch die argumentative Verknüpfung von aktueller österreichischer Migrationspolitik und (…)

Grundrisse, Nummer 25

Anatomie und Auswirkungen der US-Immobilienkrise

Von der sub-prime Krise zur Wirtschaftskrise?
März
2008

Am 22. Jänner 2008 reduzierte die Federal Reserve (Fed), die US-Zentralbank, in einer außerordentlichen Sitzung ihren Leitzins um einen 3/4 Prozentpunkt. Dies ist die größte Zinsreduktion seit einem Vierteljahrhundert. Am Tag davor war es an den internationalen Börsen zu schweren Kurseinbrüchen (…)

Streifzüge, Heft 47

Raum für die meiste Zeit

Lose Vermutungen zur alltäglichen Praxis des Wohnens
Oktober
2009

Wenn wir wohnen − was tun wir, was geschieht uns? So ungefähr lauten unsere Ausgangsfragen, von denen aus wir unsere Überlegungen entwickeln möchten. Wohnen könnte man vorerst einmal umschreiben als das regelmäßige Dasein in einer Behausung, die Realisierung exklusiver Verfügung von (…)

Streifzüge, Heft 47

Schöner Wohnen – in der Kommune

Oktober
2009

Wer seine Individualität mit der eines anderen Individuums belastet, schränkt die eigene nicht ein. Er schränkt sie ein, wenn er sie als Arbeitskraft verkauft, mit der Institution der Ehe belastet, sie in ein Eigenheim zwängt. Ohne Einschränkung assoziiert sich die individuelle Lebensäußerung (…)

Streifzüge, Heft 47

Gentrification und urbane Bewegung

Oktober
2009

My lifestyle determines my deathstyle. Metallica, „Frantic“ Die einstige Hoffnung der funktionalistischen Planung, die moderne Stadt sei in ihrer Raumgestalt fertig, und hätte zumindest soviel Dauer und Bestand, dass in ihr die Menschen noch im neuen Jahrtausend leben könnten, hat sich nicht (…)

Streifzüge, Heft 47
2000 Zeichen abwärts

Adorno wohnt trotzdem

Oktober
2009

Der Mensch im Kapitalismus ist nicht bei sich zu Hause. Er ist den gesellschaftlichen Verhältnissen, die er doch selbst macht, ausgeliefert. Was inhaltlich nicht nur das Motiv Marxens war, sondern auch bei Adorno im Mittelpunkt stand, wollte Letzterer auch sprachlich zum Ausdruck bringen. Da das (…)

Streifzüge, Heft 47
Dead Men Working

Wohnung(slos)–Arbeit(slos)

Oktober
2009

Ein aufgeregtes „Wo wohnen?“ war einer der ersten Zweiwortsätze, die meine Zwillingsneffen sprechen konnten. Sie fragten nach der Behausung eines großen Vogels, den sie gerade bestaunten. Wo und wie wohnen, ist in der Menschheitsgeschichte eine unausweichliche Frage. Den Menschen ist die Form (…)

Streifzüge, Heft 47
2000 Zeichen abwärts

Die Betriebskostenverrechner

Oktober
2009

Das Körberlgeld, das sich manche Hausverwaltungen, durch extensives Verrechnen der Betriebskosten von den Mietern holen, ist obligat geworden, zumindest in Österreich. Besonders beliebt ist das Einrechnen von Posten, die durch das Mietrecht nicht gedeckt sind. Viele Mieter nehmen diverse (…)

Streifzüge, Heft 47

Von Mieterrevolten zum freien Markt

Stadtentwicklung und Mietrecht in Wien. Ein Abriss
Oktober
2009

Am 7.11.1911 versammeln sich etwa 2000 Demonstrant/inn/en vor dem Haus Herthergasse 26 in Meidling, um gegen ungerechtfertigte Kündigungen zu protestieren. „Die Menge warf Steine gegen das Haus, und einige Fensterscheiben wurden durch Steinwürfe zertrümmert“, schreibt die Arbeiterzeitung. Die (…)

Streifzüge, Heft 47

Umsonstökonomischer Ansatz

Eine Dokumentation
Oktober
2009

Wir wollen nicht auf das gute Leben irgendwann in der Zukunft warten, sondern hier undjetzt einen Raum für eine kritische Praxis schaffen. Ein Raum für ein solidarisches Miteinander mit dem Ziel, den uns umgebenden und verinnerlichten Zwängen zu entkommen, Darum ein Haus zum Wohnen und Leben, (…)

Streifzüge, Heft 47

Sonderbare Sonderware

Zur Politischen Ökonomie des Wohnens
Oktober
2009

Wohnungen müssen nicht bloß da sein, sie müssen auch jemandem gehören, also Eigentum sein: Ware auf dem und für den Immobilienmarkt. Wohnungen, wie könnte es im Kapitalismus anders sein, haben einen Preis, wobei dieser Marktpreis hierzulande einigen restriktiven gesetzlichen Beschränkungen und (…)

Streifzüge, Heft 47
2000 Zeichen abwärts

Büro 2.0: Vom Wohnen in der Legebatterie

Oktober
2009

Dieser Beitrag entsteht nur zwei Meter von meinem Bett entfernt, ich trage sogar noch das Nachthemd. Schön, wenn man das prickelnd findet – der Kollateralnutzen einer Misere. Wer will denn schon seine Haut auf dem Arbeitsmarkt dafür verkaufen, um ebendas in einem größeren Raum zu erledigen? (…)

Grundrisse, Nummer 37

Lohn für Hausarbeit reloaded

Die Debatte um den Lohn für Hausarbeit und was daraus wurde
März
2011

Die Verteilung von Haus- und Sorgearbeit ist ein mehr als leidiges Thema. Bis heute ist diese Arbeit zwischen den Geschlechtern nicht egalitär verteilt, vielmehr haben sich neue intrageschlechtliche Arbeitsteilungen nach Klasse und Ethnie gebildet. Schon in den 1970er Jahren stand die Forderung (…)

Streifzüge, Heft 54
2000 Zeichen abwärts

Das Nadelöhr

März
2012

Das Bild des Jahres 2008 zeigt einen Polizisten, der mit gezogener Waffe eine zu räumende Wohnung durchschreitet. Durch die Immobilienkrise konnten viele Wohnungsbesitzer*Innen die Raten an die Bank nicht mehr zahlen – und dann kam die Polizei. Aber was ist mit den Menschen geschehen, die noch (…)

Amelie Lanier, Transformation Osteuropas

Das Grundeigentum und die Wohnungsfrage

September
2013

1. Allgemeine Überlegungen zum Grundeigentum 2013 Wohnen ist ein Grundbedürfnis, um das sozusagen keiner herumkommt. Gleichzeitig ist die Welt aufgeteilt in Grundbesitzer und solche, die kein Grundeigentum haben. Das heißt, daß die, die keinen Grund besitzen, den anderen etwas zahlen müssen, (…)

Streifzüge, Heft 60

Home Stories

März
2014

Ich wohne anders Wie möchte ich eigentlich mein Leben leben? Diese mir sehr wichtige Frage umfasst viele Aspekte und einer davon ist mein Wohnumfeld. Ich wohne seit einem guten Jahr in einem Mehrgenerationen-Wohnprojekt, und mein Alltagsleben hat sich dadurch ziemlich verändert. Es ist vor (…)

Grundrisse, Nummer 49
Bettina Haidinger:

Hausfrau für zwei Länder sein

Zur Reproduktion des transnationalen Haushalts
März
2014

Münster: Westfälisches Dampfboot 2013, 289 Seiten, Euro 29,90 Den meist unsichtbaren „Putzfrauen“ ein Gesicht zu geben, das versuchen aktuell verschiedene Formate wie der Dokumentarfilm „Mama illegal“ von Ed Moschitz, die Ausstellung der Künstlerin Anna Jermolaewa oder die Undercover-Reportage (…)

Streifzüge, Heft 67
2000 abwärts

Ungeniert privilegiert?

Juli
2016

2000 Zeichen abwärts Mitten in der Großstadt Wien blicke ich tagtäglich aus meinem Zimmer hinaus auf einen Hofgarten, darf ihn sogar pflegen und gestalten. Ein kleiner Bambushain erfreut mich selbst im tiefsten Winter mit seinen grünen Blättern. Drei Birken habe ich vor Jahren als Winzlinge (…)

Streifzüge, Heft 67
2000 abwärts

Putzen

August
2016

Viel Hausarbeit macht glücklich“, lässt uns die Wiener U-Bahn-Postille Heute in ihrem Artikel „Glücksfaktor Putzen“ wissen: „Hausarbeit, so britische Wissenschaftler, wirke sich positiv auf die Psyche aus. Nur 20 Minuten intensives Putzen pro Woche seien äußerst wirksam gegen Depressionen. Das (…)

Streifzüge, Heft 67
Auslauf

Hausbau

September
2016

Hausbau ist für die Menschen, die sich das leisten können, eine enorm stressige Zeit. Dass ein Großteil der Menschen davon generell ausgeschlossen ist und in Mietwohnungen wohnt, ist die große Frechheit, deren Behebung zu organisieren ist. Derzeit wird beim Hausbau die Scheidungsrate erhöht, (…)

Streifzüge, Jahrgang 2018

Mieterschutz und Bodenrevolution

Dezember
2018

Wohnen könnte man beschreiben als das regelmäßige Dasein in einer Behausung, als exklusive Verfügung von Räumlichkeiten. Es geht um ein (in doppeltem Wortsinn) festes Zuhause in einem überschaubaren und abgeschlossenen Bereich. Die Wohnung ist der Fixpunkt des Lebens. Sie ist der Raum für die (…)

Streifzüge, Jahrgang 2019
Philipp Mattern (Hg.):

Mieterkämpfe. Vom Kaiserreich bis heute

Juni
2019

Seit etlichen Jahren wird die Wohnungsfrage zumeist unter dem Schlagwort Gentrifizierung diskutiert, die mit der Vertreibung von Menschen aus ihren Wohnungen und Stadtteilen zum Zweck der Profitsteigerung einher geht. Doch dass Mieter*innen nicht erst seit Latte macchiato und Hipstern in einem (…)

Streifzüge, Heft 76

Vier Wände, die nicht schützen

September
2019

Schallschutz in Mietshäusern lädt eher zu reformerischen als zu revolutionären Diskursen ein. Leichtes Klopfen auf dem Thema macht hinter dem abbröckelnden Putz immerhin ein paar Gitterstäbe zum Ansägen sichtbar. Unabhängig von der Gesinnung zieht wer kann aus einer hellhörigen Wohnung aus, um (…)

Streifzüge, Jahrgang 2020

Vivihouse

Januar
2020

Ich möchte das Commons-Projekt Vivihouse vorstellen, und alle, die in Wien unterwegs sind, hätten eigentlich schon vorbeigehen können, um es sich anzuschauen. Hätten – leider steht der zweite Prototyp noch nicht. Dazu gleich mehr. Das Projekt Vivihouse baut Häuser, doch komplett anders, als (…)

Streifzüge, Jahrgang 2023

Eine Putzfrau, die schreibt

Februar
2023

Unter uns gesagt, das Dienen – vorzugsweise mit einem Lächeln – ist also unvermeidlich. Aber wir dürfen es nicht zugeben. Wenn einer nicht umhinkann, Sklaven zu halten, ist es dann nicht besser, er nennt sie freie Menschen? Einmal um des Prinzips willen, und zum zweiten, um sie nicht zur (…)

Streifzüge, Jahrgang 2023

Bodenlos

Dezember
2023

Der Blick aus meinem Fenster ins Grüne ist nur noch Erinnerung, der sichtbare Horizont wird mehr und mehr eingeschränkt. Die spärlichen Freiflächen zwischen den neuen Wohnbauten gegenüber sind ein schlechter Witz, verglichen etwa mit den großzügig bemessenen Innenhöfen der vor rund einhundert (…)