Geld
Beiträge
FORVM, No. 155-156
Knapp glossiert

Inflation 1967

Dezember
1966

Eine Lohnsteigerungsrate von 10% pro Jahr halten die Expansionisten für ebenso untragbar wie die Restriktionisten, und beide Gruppen sind sich darin einig, daß dieses Auftriebstempo wesentlich vermindert werden muß. Hingegen scheiden sich die Geister, sobald es um das Ausmaß der Lohnbremsung und um (...)

FORVM, No. 181

Unternehmerinitiative und Folgen

Ein Banker packt aus
Januar
1969

Dr. Heinz Kienzl, langjähriger FORVM-Freund, ist Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), Präsident der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft, Mitglied des Beirates für Wirtschafts- und Sozialfragen der Paritätischen Kommission, Generalrat der (...)

FORVM, No. 191/II

Der Schilling um 3,4% abgewertet

Plädoyer für Aufwertung um mindestens 9,3%
November
1969

Was jetzt alles über den Haufen wirft, ist die DM-Aufwertung. Genauer: die Konsequenzen, die Österreich daraus nicht zieht. Der vordringliche Aspekt ist jetzt der stabilitätspolitische: Was plötzlich in den Mittelpunkt des Interesses gerückt ist — richtiger: gerückt sein sollte —, ist die im Herbst (...)

FORVM, No. 194/I

Seipel und die Banken

Zu einem Buch von Karl Ausch
Februar
1970

Karl Ausch, Nestor der österreichischen Wirtschaftsjournalistik, Währungspolitiker (seit 1952 Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank) und Bankfachmann (1960 bis 1963 Stellvertretender Generaldirektor der Girozentrale), nützt die Jahre wohlverdienten Ruhestandes zu ruhelosem publizistischem (...)

FORVM, No. 204/I/II

Banken zwischen Profit und Staat

Dezember
1970

„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ — heißt es in Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“. Eine auf den ersten Blick etwas anstößige, aber auch einleuchtende Bemerkung. Ein Bankraub ist schließlich eine einmalige, jedenfalls schwer wiederholbare‚ das Bankgeschäft dagegen eine (...)

FORVM, No. 205/206

„Aber in der Praxis ist eine Bank natürlich kein Kloster ...“

II. Teil des Aufsatzes „Denken zwischen Staat und Profit“
Januar
1971

Der Einfluß der Banken — und hier wieder in erster Linie der Großbanken — wird durch die Entsendung ihrer Vertreter in die Aufsichtsräte der industriellen und sonstigen Unternehmungen untermauert. Die Banken, so heißt es in der BRD, sammeln Aufsichtsratssitze so, wie andere Leute Briefmarken sammeln. (...)

FORVM, No. 221

Die USA machen bankrott

Weltwährungskrise — Illusionen und Tatsachen
Mai
1972

J. M. ist Mitarbeiter der New Yorker „Monthly Review“, wo der englische Text dieses Aufsatzes erschien. Deutsche Ubersetzung und Einrichtung: Wilhelm Burian. I. Der Tod des „Weltwährungssystems“ Die Aufhebung der Konvertibilität Dollar—Gold durch die US-Regierung unter Nixon erweist den Untergang (...)

FORVM, No. 221

„Beim Aufbauen den Schnitt machen“

Anmerkungen zur Preisentwicklung in Österreich
Mai
1972

Es war das tief Beunruhigende der bedrohlichen Situation, daß nirgends Ursachen zu dieser plötzlichen Verschlechterung zu entdecken waren. Wie es schien, war die ganze zivilisierte Welt von unheimlichen Kämpfen geschüttelt, warum wußte niemand. Die Männer in den Konjunkturforschungsinstituten, die (...)

FORVM, No. 228

Die Sparmeisterschaft von Österreich

16.12.72, ORF, FS 1, 20.15 Uhr
Januar
1973

Michael Springer Institut für Vergangenheit Sol III, Terra/Eur, Dep. Austria Sehr geehrte Herren, ich bestätige den Eingang des archäologischen Materials und Ihres Begleitschreibens. Es handelt sich um einen Fund von größter Bedeutung für die Geschichtsforschung. Der Inhalt der Metallkapsel, die (...)

FORVM, No. 229

Rüstung schafft Inflation

Februar
1973

Der Slogan: „Geht Amerika pleite?“ war keine Sensationsmache des amerikanischen Präsidentschafts-Wahlkampfes. Schon seit Ende der fünfziger Jahre gab die amerikanische Regierung ständig mehr aus, als sie einnahm. Mit der Eskalation des Vietnamkrieges wurde das Dollar-Problem akut. Als Nixon (...)

FORVM, No. 235/236

Handelskrieg

Die Krise der amerikanischen Bourgeoisie
Juli
1973

P. M. Sweezy und H. Magdoff sind die gegenwärtig bedeutendsten marxistischen Ökonomen der USA. Sie haben schon mehrfach die gegenwärtige Entwicklung des Kapitalismus untersucht (H. Magdoff, Das Zeitalter des Imperialismus; Baran/Sweezy, Monopolkapital). Ihre Analysen publizieren sie fortlaufend in (...)

FORVM, No. 235/236

Die Welt ohne Dollar

Juli
1973

1 Konzerne beherrschen Währung Vom währungstechnischen Gesichtspunkt sind die Ursachen für die Dollarkrise leicht zu finden. Die multinationalen Konzerne außerhalb der USA (von denen die meisten unter amerikanischer Kontrolle stehen) haben flüssige oder zumindest teilweise flüssige Dollarbestände (...)

FORVM, No. 241/242

Inflation bis zum Krach

Die Krise entspringt dem Kredit
Januar
1974

Als Jacob Morris diesen Artikel abfaßte (Mai 1973), war die nächste Windung der Inflationsspirale, die Ölkrise, noch nicht sichtbar. Ein neues Moment: die größten Monopole, die Multis der Energie-Industrie, sind schon so mächtig, daß sie auf eigene Faust Deflationspolitik machen können; das (...)

FORVM, No. 241/242

Scheiss-Kapitalismus

Januar
1974

Ernest Borneman: Psychoanalyse des Geldes. Eine kritische Untersuchung psychoanalytischer Geldtheorien, Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1973, 464 Seiten, DM 28, öS 221,20 Ausgerechnet das Geld, der Inbegriff der unpersönlichen Abstraktion, ein Gegenstand der Individualpsychologie? Ein kleiner Aufsatz (...)

FORVM, No. 247/248

Die Weichteile des Kapitalismus

Marxistisches Inflationsmodell am Beispiel Englands
Juli
1974

Im Jänner/Februar-Heft behandelte Jacob Morris die Inflation aus amerikanischer Sicht. Während der amerikanische Kapitalismus nach Vietnam einen leichten Rückschlag erlitten hat, kämpft der britische seinen Todeskampf. Entsprechend den nationalen Besonderheiten heben die englischen Autoren Gamble und (...)

FORVM, No. 247/248

Geld aus Opfer

Historisch-Mythologisches in der Triebstruktur des Geldes
Juli
1974

Die Welt-Inflation verwandelt das Geld aus einem rationalen Äquivalent mathematischer Berechenbarkeit in einen mysteriösen Zeiger kapitalistischer Krisenzuckungen. Wunderglaube und Magie tauchen wieder auf. Was da dran ist, erklärt der Berliner Anthropologe Horst Kurnitzy: daß das Geld nämlich (...)

FORVM, No. 247/248

Technokraten opfern Leistung

Juli
1974

Voltaire vergleicht in den „Lettres anglaises“ (1733) die friedliche Szene der Londoner Börse mit dem Gezänk der religiösen Fanatiker. Die Glaubensbekenntnisse und Sekten hetzen ihre Anhänger zu blutigen Religionskriegen auf, während an der Börse Mohammedaner, Juden und die untereinander verfeindeten (...)

FORVM, No. 253/254

Die Profitspirale

Ein marxistisches Modell zur Erklärung der Inflation
Januar
1975

Warum steigen die Preise seit dem Zweiten Weltkrieg nahezu ununterbrochen an? Warum klettern sie seit 1970 beschleunigt? Wie kommt es, daß selbst bei rückläufigem Absatz die Preise angehoben werden können, daß also wirtschaftliche Stagnation mit Inflation zusammenfällt („Stagflation“), wo es doch in (...)

FORVM, No. 255

Gegen den Lohnraub

Inflation und Klassenkampf
März
1975

Der Vorschlag einer „gleitenden Lohnskala“ erscheint auf den ersten Blick als „reformistisches Manöver“. Aber der trotzkistische Theoretiker Ernest Mandel, Wortführer der IV. Internationale, sieht darin nur den Ausgangspunkt einer militanten Arbeitsstrategie, die zu immer schärferen Konfrontationen (...)

FORVM, No. 257/258

Bankenkrach?

Das große Zittern in der Wall Street
Mai
1975

Die USA hocken auf einem Schuldenberg von 2,5 Billionen Dollar: Autos, Häuser, Fabriken, Maschinen. Eine Billion stammt von den großen Konzernen, 600 Milliarden sind Hypothekarschulden, 500 Milliarden Staatsschulden, 200 Milliarden von Bundesstaaten und Gemeinden, 200 Milliarden Privatschulden. (...)

MOZ, Nummer 52
Baltische Unabhängigkeit:

Neue Währung — altes Gold

Mai
1990

Seit 1940 liegen 3,5 Tonnen estnisches Gold in der New Yorker Federal Reserve Bank. Damals ist die Rote Armee, dem Hitler-Stalin-Pakt folgend, im Baltikum einmarschiert. Die nationalen Goldreserven wurden in die USA und nach Großbritannien verschoben und blieben — bis heute — dort. Nun hoffen die (...)

MOZ, Nummer 54
Deutsch-österreichische Währungsunion:

In den Grenzen von 1938?

Juli
1990

Niemand weiß, was der Anschluß der DDR an die BRD kostet, noch, welche wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen er haben wird. Eines ist allerdings sicher: Österreich ist den zu erwartenden Turbulenzen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Ende Mai war es, als Ferdinand Lacina, Finanzminister in (...)

FORVM, No. 465-467

Es werde Markt!

Die Finanzpolitik von Václav Klaus
November
1992

Der bisherige Finanzminister der CSFR und jetzige Wahlsieger der Tschechischen Teilrepublik gilt im Westen als Mann der Vernunft, „intellektueller Pragmatiker“ und „Symbolfigur für den Übergang von Plan- zur Marktwirtschaft.“ „Er wurde im Vorjahr zum »Weltfinanzminister des Jahres« gekürt.“ Jetzt wird (...)

FŒHN, Heft 18

Geld regiert

 
1993

Von den Leserinnen und Lesern, die das Außergewöhnliche suchen, müssen wir uns gleich hier verabschieden. Auf Wiedersehen! In dieser Zeitschrift geht’s nämlich nie um Sensationelles. Andre Medien können oft mit ganz spektakulären Dingen von Demokratie und so kommen. Es ist dem FÖHN, ach leider, noch (...)

FŒHN, Heft 18

In dieser Demokratie entscheidet die Mehrheit des Geldes

 
1993

Die Macht der Großkapitalisten muß freilich breiter abgestützt werden als nur auf ein paar Parteifunktionäre und etwas Regierungspersonal. Um diese Macht zu wahren, bedarf es der Absicherung durch die Medien, der Beihilfe durch die Kirche, der Zuhilfenahme des gesamten Staatsapparates. Das (...)

FŒHN, Heft 18

Das Bundesheer schützt die Geldhäuser

 
1993

Indem die Geldsäcke ihren Besitz so bewachen lassen müssen, gestehen sie schon ein, daß er nicht rechtens ist. Österreich ist kein Militärstaat, aber es ist alles hergerichtet dafür. Die Vereinigung Österreichischer Industrieller (Landesgruppe Tirol) setzt nicht nur regelmäßig Preise aus für (...)

Amelie Lanier, Lateinamerika
Amerikas Hinterhöfe — Teil 2

Mexiko in der Krise

Kredit zerstört Produktion
 
1995

Mexiko hat im Jahr 1994 eine kleine „Weltschuldenkrise“ verursacht. Irgendetwas ist in oder mit Mexiko geschehen, das das internationale Kreditsystem – also auch solche Kredite, die sich nicht auf dieses Land beziehen, – mit einem Schlag fragwürdig erscheinen hat lassen. Mit einem Mal wurde (...)

Amelie Lanier, Transformation Osteuropas

Das Kreditwesen Ungarns und der IWF

 
1996

Mitte Februar 1994 berichteten die Medien von einem etwas skurril anmutenden Konkurs in Ungarn: Eine Brokerfirma konnte ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen und bei den darauf folgenden Untersuchungen stellte sich heraus, daß zu ihren Gläubigern einige Ministerien und andere staatliche (...)

Context XXI, ZOOM 1/1996

EURO – beinhart

Januar
1996

Die Diskussion über die geplante Einführung der 3. Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) stellt EU-Europa auf die Probe: beinharter Monetarismus oder eine neue sozioökonomische Vernunft? Kommt sie oder kommt sie nicht, die WWU? Das ist wohl jene Gretchenfrage, deren Antwort die Gestaltung (...)

Context XXI, ZOOM 2/1996

Mehr Beschäftigung und Wohlstand durch den Euro?

März
1996

Der Brüsseler EU-Kommission ist das Thema Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) seit dem 22. Januar dieses Jahres Hunderte von Millionen Schilling für eine Werbekampagne wert. Sie versucht, die Gemeinde der Monetarismus-Gläubigen zu vergrößern. Oberster Glaubenssatz, formuliert in einer Broschüre des (...)

Context XXI, ZOOM 3/1996
Währungsunion

Wer bezahlt die Zeche?

Juni
1996

Die, die schon immer alle Zechen bezahlt haben: die ArbeitnehmerInnen, Arbeitslosen, Ausgegrenz­ten, hier, in den anderen, vor allem ärmeren EU-Staaten und in der „Dritten Welt“ — Teil 2 Da der Euro nach den Worten von Waigel und Konsorten „mindestens so stabil wie die DM“ sein soll, was die (...)

Streifzüge, Heft 1/1997

12 Thesen zur Europäischen Währungsunion (EWU)

März
1997

Die nachfolgenden Thesen verstehen sich als Leitfaden durch die Studie „Perspektiven und Konsequenzen der Europäischen Währungsunion“ von Norbert Trenkle und Ernst Lohoff (Institut fur kritische Gesellschaftstheorie) erstellt im Auftrag der PDS-Bundestagsgruppe 1. Die Befürworter der EWU stellen (...)

Weg und Ziel, Heft 1/1997

Währungs-Harakiri

Perspektiven der Europäischen Währungsunion
März
1997

Die Warengesellschaft hat auf ihrem Siegeszug die Vorherrschaft traditio­neller, religiös unterfütterter Welt­erklärungen nur zerstört, um neue, sä­kularisierte Formen von Religion her­vorzutreiben. Während der Durchset­zungsphase des modernen Kapitalis­mus übernahm vor allem der Glaube an die Politik die (...)

Context XXI, ZOOM 6/1997

Macht die Arbeit EUROFIT!

So lautet die Devise in EUropa. Doch was passiert danach?
Oktober
1997

Knapp zwei Jahre brauchten die EU-Staats- und Regierungschefs (man beachte: seit dem Labour-Sieg in Großbritannien ist die Runde der 15 sozialdemokratisch dominiert!), um unter der blauen Goldsternfahne nicht nur gewaltige Sozialabbaumaßnahmen in ihren Ländern durchzusetzen, sondern den – in (...)

Café Critique, Jahr 1998

Verteufelung der Juden, Auferstehung des Blutes

Über den Zusammenhang von religiösem Judenhaß und rassistischem Antisemitismus
März
1998

1. Antike und Moderne Das Wuchern des Geldes — die Fortpflanzung dessen, was man als reines Mittel des Tausches verstand — erschien ursprünglich als etwas Unheimliches und Bedrohliches: eine unbegreifbare zweite Natur, die sich nicht zähmen und kultivieren läßt. Aristoteles nannte es „naturwidrig“ (...)

Context XXI, ZOOM 2/1998

Börsenjammer in London

Mai
1998

Die Londoner Futures- und Optionenbörse In­ternational Financial Futu­res and Option Exchange (Liffe) ist derzeit noch die zweitgrößte der Welt. Die Konkurrenz durch die kon­tinentaleuropäischen Börsen, vor allem durch die Deut­sche Terminbörse (DTB), und die elektronischen Han­delssysteme haben aber (...)

Context XXI, ZOOM 2/1998

Währungskolonien

Mai
1998

Wie schon im Interview mit Walter Schicho in ZOOM 1/98 angesprochen, werden die nötigen Vorberei­tungen für die währungspo­litische Integration von fünf­zehn afrikanischen Ländern (Communaute Financiere Africaine) getroffen. Die Parität zwischen Euro und CFA- Franc werden auf dem Ver­hältnis Franc zu (...)

Context XXI, ZOOM 4/1998

Friede nach Art der Presse

Oktober
1998

Ein Kommentar mit dem Titel „Nach dem Raubgold-Frieden“ von Dieter Lenhardt in der Presse vom 14.8.1998 beschäftigt sich mit dem Vergleich, den die zwei Schweizer Großbanken United Bank of Switzerland und Credit Suisse Group mit den jüdischen Überlebenden und den Nachfahren der jüdischen Opfer des (...)

Context XXI, ZOOM 6-7/1998

Währungs-Advent

Das Euro-Projekt und die transnationalen Finanzmärkte
Dezember
1998

Die Europäische Währungsunion (EWU) wird von der politischen Werbung als „logischer“ Schritt im Prozeß der „europäischen Einigung“ dargestellt. Das ist – so die folgende Analyse – gar nicht gelogen. Allerdings handelt es sich bei dieser Einigung nicht um die Hebung von Produktivität und Prosperität der (...)

Streifzüge, Heft 3/1999

Kapital ohne Zins — Die Utopie der Moderne

Oktober
1999

Vorabdruck des Shylock-Kapitels aus dem neuen Buch von Gerhard Scheit Verborgener Staat, lebendiges Geld. Zur Dramaturgie des Antisemitismus (Freiburg: ça ira 1999) Das Pfund Fleisch, das Shylock als sein Pfand aus dem Körper des lebenden Antonio schneiden möchte, erscheint auf den ersten Blick (...)

Context XXI, Heft 2/2000

Globalisierter Konkurrenzkapitalismus

April
2000

Was zeichnet die aktuelle Entwicklung von Geld, Kredit und Krise aus? Und was kann die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie zur Erklärung der Globalisierung beitragen? In der Rückschau betrachtet, scheinen die 90er Jahre das Jahrzehnt der Geld- und Währungskrisen gewesen zu sein. Die (...)

Context XXI, Radiosendungen 2000

Konkretionswahn und Antisemitismus

November
2000

Präsentation des Buches „Verborgener Staat, lebendiges Geld — Zur Dramaturgie des Antisemitismus“ durch den Autor Gerhard Scheit. Der wahnhafte Drang zur Konkretisierung und Personalisierung der negativen Aspekte des Kapitals als zentraler Aspekt des Antisemitismus, der diesen von anderen Rassismen (...)

Context XXI, Heft 2/2001

„Schaffendes“ und „raffendes“ Kapital

Die Tauschringe, die Lehre des Silvio Gesell und der Antisemitismus
April
2001

Marx ist out, der Kapitalismus hat sich — vorerst — weltweit durchgesetzt. In den Köpfen der Menschen scheint es keine Alternative zu geben. Statt dessen haben Obskuranten, Rassisten und Antisemiten, Nationalisten und Regionalisten, Esoteriker und Biozentristen Zulauf. Im Kern versprechen sie (...)

Context XXI, Heft 3-4/2001

Tauschringe sind anders

Zu Peter Bierl’s Artikel ‚Schaffendes‘ und ‚raffendes Kapital‘
Juli
2001

In seinem Artikel in Context XXI 2/2001 beschäftigt sich Peter Bierl mit der Idee der Tauschringe und mit der Lehre von Silvio Gesell im Besonderen. Allerdings schreckt er leider vor sehr aggressiven Rundumschlägen nicht zurück. Eine Entgegnung sei erlaubt. Die Tauschidee ist keine Idee von (...)

Streifzüge, Heft 3/2003

Die Tücken des Finanzkapitals

1. Teil: Innere Grenzen der Akkumulation, verkürzte Kapitalismuskritik und antisemitisches Syndrom
Oktober
2003

Als der sozialdemokratische Theoretiker Rudolf Hilferding 1910 sein Hauptwerk „Das Finanzkapital“ veröffentlichte, war er sich der Tücken dieses Begriffs nicht bewusst. Ihm ging es nicht um Ideologiekritik, sondern allein um eine Analyse des kapitalistischen Reproduktionsprozesses unter den (...)

Streifzüge, Heft 33

Geld für Alle = Alle für Geld?

Zur Debatte um das Grundeinkommen
März
2005

Der globale Krisenkapitalismus stellt uns vor Fragen, die wir nicht zu stellen gewohnt sind. Die Antworten der Systemmanager und der sozialen Opposition könnten unterschiedlicher nicht sein. Propagiert der Neoliberalismus in letzter Konsequenz die Arbeit ohne Einkommen, so setzen viele Linke (...)

Streifzüge, Heft 33

Bye bye Zinskritik …

Über die Grenzen der Tauschkreise und den Unsinn der Freiwirtschaft
März
2005

Der von Umweltzerstörung und von sozialen Katastrophen gesäumte Irrweg unserer „Zivilisation“ ist für viele Menschen Anlass genug, ihre eigene Lebensweise gründlich zu hinterfragen. Viele wollen es nicht bei politischen Appellen belassen. Denn nur allzu deutlich werden die beschränkten Möglichkeiten (...)

Grundrisse, Nummer 15

Reading Capital Politically – Das Kapital lesen, aber politisch

Kapitel 5: Die Wertform
September
2005

Der Abschnitt über die Wertform im „Kapital“ beginnt mit der einfachen Wertform und endet mit der Geldform. Dieser Argumentationsaufbau führt uns geradewegs zum endgültigen Wertausdruck, dem Geld, das im zweiten und dritten Kapitel des 1. Bandes des „Kapitals“ näher bestimmt wird. Geld mit allen (...)

Streifzüge, Heft 36

Abschaffung des Geldes

März
2006

Als ich mit gut fünf Jahren erfuhr, ich würde später einmal – wie jeder – mein Geld selbst verdienen müssen, da durchzuckte mich als böse Gewissheit, erstens, das könne nicht gelingen, und zweitens, ich müsse deshalb zaubern lernen. Anders nämlich, so war mir bedrückend klar, würde ich es niemals zu all (...)

Context XXI, Sondernummer 1/2006

Er ist Jude, und Juden haben Geld

Chronologie der Ermordung Ilan Halimis
März
2006

Am 17. Jänner 2006 betritt eine blonde, junge Frau einen Handyshop am Bou­levard Voltaire in Paris. Sie wird sich dort ein Rendezvous mit dem 23-jährigen Ilan Halimi, dem Verkäufer, ausmachen. Vom Rendezvous am 21. Jänner kommt Ilan Hali­mi nicht zurück. Drei Wochen lang wird er in einem Wohnhaus in (...)

Streifzüge, Heft 36
2000 Zeichen abwärts

Falls nicht korrekt

März
2006

Manchmal erlebt man durchaus seine monetären Wunder. So etwa auf den Streifzüge-Konten. Da ist es im letzten Jahr einige Male vorgekommen, dass einfach abgebucht wurde, ohne dass wir eine Einzugsermächtigung erteilt hätten. Auf dem Auszug steht geschrieben: „Für das Konto wurde Erlaubnis um (...)

Streifzüge, Heft 36

Hans im Glück

Ein Anti-Märchen für Erwachsene
März
2006

Hans hatte sieben Jahre bei seinem Herrn gedient, da sprach er zu ihm: „Herr, meine Zeit ist herum, nun wollte ich gerne wieder heim zu meiner Mutter, gebt mir meinen Lohn.“ Der Herr antwortete: „Du hast mir treu und ehrlich gedient, wie der Dienst war, so soll der Lohn sein“, und gab ihm ein Stück (...)

Streifzüge, Heft 36

Caché

Oder Welcher Sinn wird durch Tausch denn gegeben?
März
2006

Das Märchen Hans im Glück zeigt die Möglichkeit eines unsinnigen, nämlich ungleichen Tauschs. Das Äquivalenzprinzip behält seinen Sinn zwar bei, aber es wird nicht eingehalten. Weil Hans dessen Sinn entgegen handelt, stellen sich seine Tauschakte als unsinnig oder zumindest regressiv dar. Indes gibt (...)

Streifzüge, Heft 42
Dead Men Working

Same Procedure as every Year?

März
2008

2007 jagte der Dax noch von einem Allzeithoch zum nächsten. Inzwischen haben die Auswirkungen der US-Immobilienkrise die Frankfurter Börse erreicht. Der Dax verzeichnete den höchsten Tagesverlust seit der Asien-Krise von 1998. Die Turbulenzen waren absehbar, und die Reaktionen sind es auch. (...)

Grundrisse, Nummer 25

Anatomie und Auswirkungen der US-Immobilienkrise

Von der sub-prime Krise zur Wirtschaftskrise?
März
2008

Am 22. Jänner 2008 reduzierte die Federal Reserve (Fed), die US-Zentralbank, in einer außerordentlichen Sitzung ihren Leitzins um einen 3/4 Prozentpunkt. Dies ist die größte Zinsreduktion seit einem Vierteljahrhundert. Am Tag davor war es an den internationalen Börsen zu schweren Kurseinbrüchen (...)

Streifzüge, Heft 43

Weltmarktbeben

Über die tieferliegenden Ursachen der aktuellen Finanzmarktkrise (1.Teil)
Juni
2008

Spätestens seit der sogenannten „Kapitalismuskritik“ von Franz Müntefering im Jahr 2005 hat sich das Bild der „Heuschrecke“ allgemein durchgesetzt, um das auszudrücken, was ohnehin schon immer in weiten Teilen der öffentlichen Meinung als selbstverständlich galt: dass nämlich „gierige Finanzinvestoren“ (...)

Streifzüge, Heft 44

Die große Illusion

Mega-Blase Weltwirtschaft
Oktober
2008

Die „Regulierung der Finanzmärkte“ wird zum neuen Mainstream. Der CDU-Politiker Heiner Geißler erklärt, dass „die Marktideologie gescheitert“ sei. Das globalisierungskritische Netzwerk Attac fühlt sich bestätigt. Hat man es doch seit Jahr und Tag gesagt: Die „entfesselten“ Finanzmärkte sind instabil. (...)

Streifzüge, Heft 44

Finanzmarktsozialismus

Oktober
2008

Panik herrscht in Wirtschaft und Politik. Das Platzen der amerikanischen Immobilienblase hat eine Kettenreaktion ausgelöst. Eine Mega-Bankenpleite jagt die nächste. Weltweit befinden sich die Börsen im freien Fall und auch die Weltkonjunktur schmiert ab. Aus Furcht vor „dem Zusammenbruch des (...)

Streifzüge, Heft 44

Ein Hauch von Übergang

Oktober
2008

Verhärmte, abgerissene Gestalten, die sich als eine finstere, drohende Masse auf den Regierungssitz zu bewegen; Barrikadenkämpfer, die sich mit primitiven Waffen gegen die scharf schießenden Ordnungskräfte zur Wehr setzen; Arbeitertrupps, die mit aufgesteckter roter Fahne per Lastwagen zu einem (...)

Streifzüge, Heft 44

Weltmarktbeben

Über die tieferliegenden Ursachen der aktuellen Finanzmarktkrise (2.Teil)
Oktober
2008

Weiterer Krisenaufschub … Eine sichere Prognose darüber, welchen weiteren Verlauf der Krisenprozess nehmen wird, lässt sich nicht abgeben. Momentan ist unklar, ob die Zentralbanken und Regierungen mit vereinten Kräften den Mega-Crash an den Finanzmärkten samt seinen verheerenden Auswirkungen auf (...)

Grundrisse, Nummer 28

Finanzkrise: Chronologie, Ursachen und wirtschaftspolitische Reaktionen

Kasinokapitalismus mit staatlichen Fremdheilungskräften
Dezember
2008

Am 18. März 2008 meinte der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, dass er das Vertrauen in die Selbstheilungskräfte der Finanzmärkte verloren habe (Financial Times Deutschland vom 19.3.2008). Solche eine Einsicht vom Chef einer der größten Banken ziemt sich nicht in seiner Position – weshalb sie (...)

Streifzüge, Heft 45
2000 Zeichen abwärts

Wir basteln eine Blase – Eine Geschäftsidee

März
2009

Im Kern besteht eine Finanzblase darin, dass angelegtes Geld scheinbar in Vermögenswerten anwächst, während es faktisch in den Warenkonsum geht. Der wiederum führt zu Investitionen und Beschäftigung und hält so den maroden Kapitalismus einige Jahre am Halbleben. Dass dabei das angelegte Geld (...)

Streifzüge, Heft 45

„Es ist der Glaube, der selig macht“

Insistierende Fragmente über kapitalistische Realhalluzinationen – Hypothesen
März
2009

Wir haben gelernt, zu glauben. Warum sollte es mit dem Kapital anders sein. Es ist sogar zu vermuten, dass viele Keime unserer Imaginationen in der Ökonomie des Alltags stecken. Dass die dort erforderliche Sicht von Tausch und Täuschung alle anderen Phänomene zumindest prägt, wenn nicht dominiert. (...)

Amelie Lanier, Sonstiges

Was ist Geld?

und eine Kritik der Freiwirtschaftslehre von Silvio Gesell
April
2009

Bei den Anarchisten ist es – zumindest heute – leider üblich, nicht allzuviel Theorie zu wälzen, sondern sich lieber auf direkte Aktion, alternative Formen des Zusammenlebens und Wirtschaftens, Kunst und Kultur als Formen der Selbstverwirklichung zu setzen.Silvio Gesell war einer der wenigen (...)

Streifzüge, Heft 47

You can’t get something for nothing

Oktober
2009

Diese amerikanische Spruchweisheit bringt zwar nicht die Ansprüche an ein befreites Leben jenseits der Zwänge der Warenwirtschaft, dafür aber diese selbst umso besser auf den Punkt. Dass sich Warenwert stur gegen Warenwert austauscht und sich im Laufe dieses Geschäfts trotzdem zunehmend in Luft (...)

Café Critique, Jahr 2009

Lob des Zinses

Dezember
2009

Das zinstragende Kapital ist die extremste Form des Glücksversprechens. Es forciert den Reproduktionsprozess der Gesellschaft bis zur äußersten Grenze: Ein „großer Teil des gesellschaftlichen Kapitals“ wird hier „von den Nichteigentümern desselben angewandt“, die „daher ganz anders ins Zeug gehn als (...)

Grundrisse, Nummer 34

Krisenmythos Griechenland

Athens Schuldenkrise ist nicht Ursache, sondern lediglich Auslöser der neuesten Etappe einer seit Jahrzehnten schwelenden Krise
Mai
2010

Die veröffentlichte Meinung in Deutschland hat einen neuen Krisen-Mythos geschaffen. Nun sollen es die faulen und korrupten Griechen sein, die sich durch die Manipulation statistischen Materials in die Eurozone mogelten, die europäische Einheitswährung an den Rand des Zusammenbruchs führten und (...)

Grundrisse, Nummer 35

Die Krise des Wertgesetzes. Der Profit wird zur Rente

Bemerkungen zur systemischen Krise des kognitiven Kapitalismus
September
2010

Vorbemerkung der Redaktion: Wir freuen uns, diesen Text, der in einem von Sandro Mezzadra und Andrea Fumagalli herausgegebenen Sammelband mit dem Titel „Die Krise denken. Finanzmärkte, soziale Kämpfe und neue politische Szenarien“ voraussichtlich im Oktober 2010 im Unrast-Verlag erscheinen wird, (...)

Amelie Lanier, Transformation Osteuropas

Die Ostexpansion der österreichischen Banken 

November
2010

1. Der Konsumentenkredit Wenn Marx schreibt: „Der letzte Grund aller wirklichen Krisen bleibt immer die Armut und Konsumtionsbeschränkung der Massen gegenüber dem Trieb der kapitalistischen Produktion, die Produktivkräfte so zu entwickeln, als ob nur die absolute Konsumtionsfähigkeit der (...)

Streifzüge, Heft 52

Fiktion und Berechnung

Welche Berechtigung hat die Mathematik in unserer Gesellschaft?
Juni
2011

Die menschliche Gesellschaft wird in der modernen Zivilisation überwiegend vermittels Zahlen gesteuert. Im naturwissenschaftlichen Kontext erwies sich diese Praxis auch als erfolgreich. Physikalische Maßgrößen wie Länge, Gewicht oder Geschwindigkeit verlangen eben nach mathematischer Repräsentation. (...)

Amelie Lanier, 1. Abschnitt
31.7.2011

Protokoll 9

Zirkulationsmittel, Fortsetzung: Umlauf des Geldes
Juli
2011

Zirkulationsmittel, Warenmetamorphose, Fortsetzung Um als Geld zu funktionieren, muß das Gold natürlich an irgendeinem Punkt in den Warenmarkt eintreten. Dieser Punkt liegt an seiner Produktionsquelle, wo es sich als unmittelbares Arbeitsprodukt mit andrem Arbeitsprodukt von demselben Wert (...)

Amelie Lanier, 1. Abschnitt
16.8.2011

Protokoll 10

Zirkulationsmittel, Fortsetzung: Münze, Wertzeichen – Geld: Schatzbildung
August
2011

c) Die Münze. Das Wertzeichen Wie die Feststellung des Maßstabs der Preise, fällt das Geschäft der Münzung dem Staat anheim. (S 138, 2. Absatz) Man erinnere sich zurück: Das allgemeine Äquivalent kann nicht aus dem Markt kommen, sondern wird von außen gesetzt. Mit der Münzung trennt sich der (...)

Amelie Lanier, 1. Abschnitt
16.10.2011

Protokoll 12, Teil 1

Abschluß Abschnitt I
Oktober
2011

Nachtrag Zahlungsmittel: Jede Menge Geschäfte wird möglich, die ohne kommerziellen Kredit gar nicht über die Bühne gegangen wäre. Das verschärft natürlich den Crash, wenn irgendwo der Kredit zusammenbricht. Das ist etwas anderes, als gewöhnliche Zahlungsunfähigkeit ohne Kredit. A glaubt, B könne nicht (...)

Amelie Lanier, 1. Abschnitt

Zusammenfassung des I. Abschnitts

Ware und Geld
Oktober
2011

Erstes Kapitel: Die Ware 1. Die zwei Faktoren der Ware: Gebrauchswert und Wert (Wertsubstanz, Wertgröße) Gebrauchswert – Tauschwert – was bedeutet das jeweils? Der eine ist nicht meßbar, der andere schon. Alle Gesellschaften stellen Gw her, und oftmals kommt auch Tw vor – aber im Kapitalismus (...)

Streifzüge, Heft 54

Without money!

Für die Abschaffung eines substituierten Gewaltverhältnisses
März
2012

Wer sollte nicht Reichtümer ganz entbehren, die doch nur elend machen und entehren? (William Shakespeare, Timon von Athen IV/3, übers. von Erich Fried, Band 3, S. 339) Gemeinhin gilt Geld als zivilisatorische Errungenschaft schlechthin. Einmal geschaffen kann es nie wieder abgeschafft werden. (...)

Streifzüge, Heft 54

Kritik und Affirmation

Zur Auseinandersetzung mit der Geldpfuscherei
März
2012

In einer alten indischen Legende über die Erfindung des Schachspiels wird berichtet, der Erfinder des Spiels habe von seinem König für diese Erfindung nicht mehr verlangt als Weizenkörner. Ein Korn auf das erste Feld des Schachbrettes, die doppelte Menge auf das zweite Feld, wiederum die doppelte (...)

Streifzüge, Heft 54
Dead Men Working

Rechenkünste unlimited

März
2012

„Money makes the world go round, go round …!“ – Genau so ist es. So lange es Geld gibt, wird das Geld die Welt beherrschen. Die Aufgabe der Marktwirtschaft ist es, aus Geld mehr Geld zu machen. Ohne Gewinnmaximierung kein Überleben. Das ist der Zweck aller Übungen. Geld ist mitnichten ein (...)

Streifzüge, Heft 54

Bei der Freundschaft hört sich das Geld auf

Anläufe zu einem Verständnis
März
2012

Entweder mit Geld … 1. Geld ist eine bestimmte Form von Beziehung zwischen Menschen. Es vermittelt gleichwertigen Tausch von eigentlich unvergleichbaren Dingen, Kauf und Verkauf. Es bringt den Markt in Schwung und hält ihn am Laufen. Geldverkehr und Marktgeschehen bringen aber im Grund nicht (...)

Streifzüge, Heft 54

Mythos Geld

Ein Diskussionsanstoß in 5 Akten
März
2012

Ein Leser meint: Eine Welt ohne Geld wäre schön, doch eine schöne Welt ohne Geld sei unmöglich. Also, brauchen wir Geld oder brauchen wir Geld nicht? Im Folgenden behandle ich fünf Fragen zum Thema Geld. Als Überschriften dienen mir die wichtigsten Antworten darauf. Es spricht einiges dafür, dass es (...)

Streifzüge, Heft 54
Immaterial World

Demonetarisierung durch Entwarenformung

März
2012

Das Schlagwort von der Demonetarisierung ist ein neuer, schillernder Begriff im emanzipatorischen Diskurs. So ist es nicht verwunderlich, wenn sich schnell Missverständnisse und Abgründe auftun. Einige von ihnen sollen hier diskutiert werden. Naiv-anekdotisch tritt manchmal die lustig gemeinte (...)

Streifzüge, Heft 54

Produktionsverhältnis weg, Staat weg – Geld passé!

März
2012

Um einer Dämonisierung des Geldes entgegenzutreten und einen klaren Blick für die Demonetarisierung zu gewinnen, seien ein paar Anmerkungen zum derzeitigen Geldwesen eingebracht. Politische Ökonomie des kapitalistischen Geldes Tausch und Geld gab es schon in vorkapitalistischen Zeiten. Was ist (...)

Streifzüge, Heft 54

Weg mit dem Handel

März
2012

Jahrhunderte lang haben Geld und Jana das gesellschaftliche Leben der Menschheit geprägt. Doch heute stehen diese beiden Dinge der weiteren Entwicklung dieser Spezies mehr den je im Weg, bewirken mehr Negatives als Positives. Eine Gesellschaft ohne diese beiden Elemente zu denken scheint selbst (...)

Streifzüge, Heft 54

Home Stories

März
2012

Kein Umgang nicht Den ersten erinnerlichen Umgang damit hatte ich in zartem Kindesalter: Zwei Sumsi-Mitarbeiter nahmen die Entleerung eines jeden Büchslein vor und der jeweilige Auswurf am Tisch wurde allseits aufmerksam gemustert und taxiert. Da war es feierlich still. Dass ich nun hingeben (...)

Grundrisse, Nummer 41
Louis Hyman:

Debtor Nation

The History of America in Red Ink
März
2012

Princeton University Press, 2011, 35 $ „Das ist doch alles nur auf Pump“ pflegte meine Oma zu sagen, wenn eine Familie im Dorf auffällig ihren Wohlstand zur Schau stellte. Mittlerweile ist der moderne Kapitalismus ohne expandierende private Verschuldung für Konsum und Immobilienkauf nicht mehr (...)

Grundrisse, Nummer 42
Gerhard Klas:

Die Mikrofinanz-Industrie

Die große Illusion oder das Geschäft mit der Arbeit
Mai
2012

Hamburg: Verlag Assoziation A 2011, 320 Seiten, Euro 19,80 Die Kreditprogramme der Grameen-Bank von Nobelpreisträger Muhammad Yunus aus Bangladesch dienen weltweit hunderten von Organisationen der Mikrofinanz-Branche als Modell. „Mikrofinanz ist eine Erfolgsgeschichte“, geben die Verteidiger (...)

Streifzüge, Heft 55

Auf der Mülldeponie des fiktiven Kapitals

Die Grenzen des finanzkapitalistischen Krisenaufschubs und der Irrwitz der „Sparpolitik“
Juni
2012

1. In den letzten drei Jahrzehnten hat sich das Gesicht des Kapitalismus vor allem in einer Hinsicht dramatisch verändert: Noch nie in seiner Geschichte hatte der Finanzsektor auch nur ansatzweise so großes Gewicht innerhalb der Gesamtwirtschaft wie in der gegenwärtigen Epoche. In den 1970er (...)

Grundrisse, Nummer 43

Schulden und ökonomische Moral

Zu David Graeber: Schulden. Die ersten 5000 Jahre
September
2012

Seit 2011 passieren erstaunliche Dinge. So wurde das äußert umfangreiche und komplexe Buch des anarchistischen Anthropologen David Graeber über „Schulden“ in den USA erstaunlich erfolgreich, ebenso wie die 2012 erschienen deutschsprachige Ausgabe. Dass dieser Text unter Anthropolog_innen anerkannt (...)

Grundrisse, Nummer 43

Kleine Kredite – große Scheiße

September
2012

Die Geschichte kommt im Westen gut an. Ein Professor aus Bangladesch, der in den USA studierte, will Armut „effektiv“ bekämpfen und „erfindet“ deshalb ein Konzept, dass es „armen“ Menschen ermöglichen soll, sich selbst aus dieser Armut zu befreien. Dieses Konzept nennt sich „Mikrokredite“ und ist heute (...)

Streifzüge, Heft 56

Auswälzung der Schulden

Auch David Graeber will nur halten, was schon versprochen wurde
Oktober
2012

Dem US-amerikanischen Anthropologen, Anarchisten und Vordenker der Occupy-Bewegung ist ein doch überraschender publizistischer Erfolg gelungen. Die Rezensionen, vor allem in Deutschland, waren geradezu hymnisch: Der Spiegel hält „Schulden“* für ein „antikapitalistisches Standardwerk“, die (...)

Streifzüge, Heft 57

Demonetarisierung

Der Diskurs über die Abschaffung des Geldes
März
2013

Es scheint, dass die Zeit der monolithischen politischen Organisationen in der antikapitalistischen Bewegung vorbei ist, dass aber dafür ein neues „organisiertes“ Phänomen die Runde macht, das immer größere Bedeutung gewinnt. Es handelt sich dabei um diskurspolitische Interventionen, den Versuch, (...)

Amelie Lanier, Sonstiges

Eurokrise und Euro-„Rettung“ im Lichte der Stirnerschen Staatsauffassung

Juli
2013

1. Die Staatsauffassung Stirners Nach Stirner gehört alles eigentlich dem Staat: Ich empfange Alles vom Staate. Habe Ich etwas ohne die Bewilligung des Staates? Was Ich ohne sie habe, das nimmt er Mir ab, sobald er den fehlenden »Rechtstitel« entdeckt. Habe Ich also nicht Alles durch seine (...)

Streifzüge, Heft 64

Wie kommt die Welt nur weg vom Geld?

Juni
2015

Ein aktueller Witz über Griechenland – ein Kabarettist gibt ihn im Ersten Deutschen Fernsehen zum Besten – geht so: Hans hat vier Äpfel. Er isst neun… Und das war er schon, der Witz. Wir verstehen: „Die Griechen“ haben über ihre Verhältnisse gelebt, haben mehr verbraucht, als sie erwirtschaftet haben, (...)

Streifzüge, Heft 65

Euro gegen Einheit*

Ein „europäisches Deutschland“ kämpft um einen deutschen Euro
November
2015

President Mitterrand [said] the sudden prospect of re-unification had delivered a sort of mental shock to the Germans – its effect had been to turn them once again into the bad Germans they used to be. (Gesprächsnotiz des Thatcher-Beraters Charles Powell über ein Treffen mit François Mitterrand am (...)

Amelie Lanier, Sonstiges

Die Banken und die Schulden der EU

Januar
2016

Hintergrund: Der Abstieg des IWFDer IWF wurde seinerzeit gegründet, um ein Weltwährungssystem einzurichten und zu betreuen, das auf der Dominanz der Industriestaaten und ihrer Währungen über den Rest der Welt beruhte. Im Rahmen dieser Tätigkeit stützte er das nationale Zahlungsmittel derjenigen (...)

Streifzüge, Jahrgang 2016

Geld ist das Problem!

Juli
2016

Kernideen der Demonetarisierung von Andreas Exner, Justin Morgan, Franz Nahrada, Anitra Nelson und Christian Siefkes Text Link Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Streifzüge, Heft 66

Nichts gewonnen, nichts verloren

Der Kostnix-Laden Zentagasse bleibt unversöhnlich
August
2016

Das dem Warenfetisch innig verhaftete Denken kann nur mit der Beseitigung der kapitalistischen Relationen insgesamt andauernd entwirrt werden. Konzeption Der Kostnix-Laden (KNL) in der Zentagasse 26 wurde von der Initiative W.E.G. (Wertkritische Emanzipatorische Gegenbewegung) gegründet und (...)

Streifzüge, Heft 68

Die große Freisetzung

Transvolutionäre Mutmaßungen zum elementaren Aufstand
Januar
2017

Was ersparen wir uns, wenn es kein Geld mehr gibt? Nicht nur das Geld ersparen wir uns, wir ersparen uns noch viel mehr: Wir ersparen uns, das Leben zu versäumen. Um Kuchen zu backen, brauchen wir kein Geld, wir brauchen Mehl, Wasser, Zucker, Milch, Butter, Nüsse, vielleicht Safran. Nicht so im (...)

Streifzüge, Jahrgang 2017
Christoph Türcke:

Mehr! Philosophie des Geldes

Mai
2017

C.H. Beck, München 2015, 480 Seiten, ca. 29,95 Euro Das Geld würde auf das archaische Menschenopfer zurückgehen. Gegen David Graeber wendet Christoph Türcke ein, man dürfe nicht von den ersten 5000 Jahren sprechen, sondern von den letzten und müsse viel weiter in die Altsteinzeit zurück. Das naive (...)

Streifzüge, Heft 70

Der „beruhigende“ Terror des Geldes

Juni
2017

Am 11. April diesen Jahres wurde in Dortmund ein Bombenanschlag auf den vollbesetzten Mannschaftsbus des Bundesligavereins Borussia Dortmund (BVB) verübt. Drei mit Metallstücken versehene Sprengsätze, die vor dem Hotel der Spieler deponiert waren, explodierten, kurz nachdem sämtliche (...)

Streifzüge, Heft 72
Immaterial World

Emergenz und Blockchain

Mai
2018

Den Begriff Emergenz betrachte ich seit jeher mit Skepsis. Ist nicht erklärbar, warum und wie aus einem Prozess etwas hervorgeht, so wird die Erklärungslücke mit dem Hinweis auf „Emergenz“ zugedeckt. Dabei gibt es tatsächlich systemische Ganzheiten, bei denen nicht kausal bestimmt werden kann, wie (...)

Streifzüge, Heft 73

Marx und das Ende des Kapitals „wie wir es kennen“

Kapital ist alles und selbst Marx ist ein Teil davon
August
2018

Als Titel der Ausgabe vom 5.5.2018 fiel dem Spiegel „Geld für alle!“ ein, und zwar – wie kleiner gedruckt darüber steht – „zum 200. Geburtstag von Karl Marx“. Darunter wird – noch kleiner – ein hehres Ziel vieler fortschrittlicher (?) Bewegungen formuliert: „Wie ein besserer Kapitalismus die Welt (...)

Streifzüge, Heft 74

Am Ende des Metabolismus

Januar
2019

Warum Leute reich werden und bleiben ist bereits hinlänglich gesagt. Brechts Diktum, dass Armut und privater Reichtum miteinander funktional verbunden sind, dass der private Reichtum Einzelner auf der relativen Verarmung der Vielen beruht, ist allgemein geläufig. Marx unterstrich, dass das (...)

Streifzüge, Heft 76

Das Drama vom Geld und dem Juden

Zu Shakespeares Kaufmann von Venedig
September
2019

Kein ärgrer Brauch erwuchs den Menschen als Das Geld! Es äschert ganze Städte ein, Es treibt die Männer weg von Haus und Hof, es wandelt auch die redliche Gesinnung um und lehrt sie hässlichen Geschäften nachzugehn; es unterweist die Menschen in Verschlagenheit, und auch Verbrechen nicht zu scheun (...)

Streifzüge, Heft 78

Die Gesellschaft nach dem Geld (1)

Mai
2020

Das ganze wissenschaftliche Denken ist von Ware und Geld besetzt. Das ganze Denken? Nein, ein kleines gallisches Dorf …, ähm, ein kleines wissenschaftliches Forschungsprojekt erforscht eine Gesellschaft nach dem Geld (GndG). Und damit eine Gesellschaft jenseits von Ware, Tausch, Markt und Staat (...)

Streifzüge, Heft 79
Immaterial World

Die Gesellschaft nach dem Geld (2)

August
2020

In der letzten Ausgabe der Streifzüge (Frühling 2020) habe ich die Entstehung und Grundüberlegungen des Forschungsprojekts Die Gesellschaft nach dem Geld (GndG) vorgestellt. Letztere habe ich in vier Punkten zusammengefasst: (1) Beiträge und Entnahmen erfolgen freiwillig und bedürfnisbasiert; (2) (...)

Amelie Lanier, Sonstiges

Marx, Gesell und deren ganze Jüngerschar
oder
Das Geld und die damit verbundenen Ideen

Dezember
2020

Der Ausgangspunkt dieser Überlegungen war eine Debatte unter Ökonomen, wo behauptet wurde, Marx hätte „keine Theorie des Geldes“ erarbeitet, sondern lediglich eine Theorie der Ausbeutung. Auf meinen Einwand, daß das unrichtig sei, wurde mir entgegnet, daß sogar jemand, der ein ausgewiesener (...)

Streifzüge, Heft 84

Wert, Geld und Kapital

Juli
2022

Wert, Geld und Kapital: Unsere Vorstellungen davon mögen im Einzelnen stark differieren, aber gibt es einen gemeinsamen Nenner. Wir bringen sie unwillkürlich in genau diese Abfolge: Wert, Geld, Kapital. Sei es in historischer oder sei es auch nur in logischer Abfolge, auf jeden Fall denken wir, (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Schuldenberge in Bewegung

Juli
2022

Die wunderbare Welt der Anleihemärkte – derzeit weitaus spannender, als es vielen Funktionsträgern in Staat und Finanzwirtschaft lieb sein dürfte. Öde, dröge, sterbenslangweilig – das sind für gewöhnlich die Anleihemärkte der Zentren des Weltsystems. Wenn Kapital sicher geparkt werden soll, wenn (...)

Streifzüge, Jahrgang 2023

Blick aufs Unwesentliche

Mai
2023

Zu jeder Sorge – um sich selbst, oder auch um Angehörige, Freunde, Nachbarn etc. – gehört auch die Sorge ums Geld. Je mehr jemandes Fähigkeiten nachlassen, mit Geld umzugehen, desto gefährlicher wird es für sie oder ihn. Logistische Unterstützung „von außen“ wird wichtiger. Zu beobachten ist, dass die (...)

Websites
Context XXI, Marxistische Literatur

Marx wirklich studieren

Marx hat aus gutem Grund an Aktualität gewonnen und sollte daher im Original studiert werden. Wir stellen auf unserer Homepage nicht nur sämtliche publizierte Schriften von Marx und Engels zur Verfügung, sondern auch gesondert ihre Hauptschriften, einmal im Original und zusätzlich in einer zweiten (...)

Context XXI, Marxistische Literatur

Marxists Internet Archive (MIA)

The Marxists Internet Archive (MIA) is an all-volunteer, non-profit public library, started more than 20 years ago in 1990. In 2007, MIA has 62 active volunteers from 33 different countries. MIA contains the writings of 592 authors representing a complete spectrum of political, philosophical, (...)

Context XXI, Marxistische Literatur

Stimmen der proletarischen Revolution

Bibliothek der revolutionären Bewegungen unserer Zeit: Reden — Schriften — Briefe — Wissenschaftliche Studien. Gegründet im vorigen Jahrhundert als: »Klassiker des Marxismus-Leninismus«. Sie finden hier die wohl umfangreichste Sammlung der Werke von Karl Marx und Friedrich Engels und anderer (...)