Energie
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Kernenergie

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  • Die Konsequenzen der Konsequenzen der Konsequenzen
  • Atome raus
  • Es war auch mein Fehler
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Beiträge
FORVM, No. 240

Energiekrise — ein Konzerntrick

Wie die Multis mit Auf- und Zudrehen die Profite hochschaukeln
Dezember
1973

1 Sieben Schwestern Die Energiekrise, die vor allem von den internationalen Erdölkonzernen hochgespielt wird, zeigt sich auf zwei Ebenen. Erstens hat die Verknappung der natürlichen Energiereserven eine Verteuerung der Gewinnung, Verarbeitung und Verteilung zur Folge. Diese Tendenz ist seit dem (...)

FORVM, No. 280/281

Atomic Austria

Wir brauchen keine Atomenergie
März
1977

Atomkraft: Verschwendungsimpuls Österreich deckt seinen Strombedarf derzeit zu zwei Dritteln aus Wasserkraft, den Rest aus konventionellen Wärmekraftwerken. Stromerzeugung aus Kohle und Erdgas wird auch in den kommenden Jahrzehnten möglich sein; umweltfreundliche Technologien für Kohle sind in (...)

FORVM, No. 280/281

Atommüll

oder der Abschied von einem teuren Traum
März
1977

Arbeitsgruppe „Wiederaufbereitung“ (WAA) an der Universität Bremen: Atommüll oder der Abschied von einem teuren Traum, rororo aktuell 4117, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek Februar 1977, 219 Seiten, DM 5,80, öS 44,70 Sie wollen mehr Texte online lesen?
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FORVM, No. 284/285

Atome raus

Alternativen zur Kernkraft
August
1977

Müssen 10.000 Wiener sterben? Eine Tatsache müßte genügen, um die Verantwortlichen davon abzuhalten, in Österreich auch nur ein einziges Atomkraftwerk in Betrieb zu nehmen: das sogenannte Restrisiko eines großen Reaktorunfalls. Nach einem — lange Zeit geheimgehaltenen — Bericht der (1974 aufgelösten) (...)

FORVM, No. 303/304

Sonnen-Sophismen

In 10 Jahren alles aus Licht?
März
1979

Sophismus Nr. 1: Die Sonnenenergie ist schwer nutzbar, weil sie die Erdoberfläche mit geringer Stärke erreicht. Unter den besten Bedingungen kann man auf einem Quadratmeter Erdoberfläche 1.000 Watt Sonnenenergie „auffangen“. Die Sonnenenergie ist daher so „verdünnt“ — sagt man —, daß ein (...)

FORVM, No. 303/304

Ich bin Öko-Optimist

März
1979

Eine Gesellschaftsformation geht nie unter, bevor alle Produktionskräfte entwickelt sind, für die sie weit genug ist, und neue höhere Produktionsverhältnisse treten nie an die Stelle, bevor die materiellen Existenzbedingungen derselben im Schoß der alten Gesellschaft selbst ausgebrütet worden sind. (...)

FORVM, No. 305/306

Sonne lacht

Wie wir unsere Energieprobleme lösen können
Mai
1979

Zuviel Energie? Wenn von Sonnenenergie die Rede ist, werden meist sofort zwei Fragen gestellt: Was kostet sie, und wie rasch kann sie verwirklicht werden? Und wenn die Antwort lautet: Sie kostet heute noch mehr als Öl, und es werden auch im günstigsten Fall Jahrzehnte vergehen, ehe ein (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 12

Soll das Atomkraftwerk Zwentendorf in Betrieb genommen werden?

Juni
1982

I Argumentation über die Gefahren der Atomenergie Ganz allgemein ist es im Umgang mit großindustriellen Prozessen erforderlich, die unbeabsichtigten Neben- und Spätfolgen, die damit verbunden sind, zu berücksichtigen. Bei der Energieerzeugung durch Kernspaltung ist es die künstlich erzeugte (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 16

Energie ist kein Mengenproblem

Es ist Zeit für Blockheizkraftwerke
November
1982

Ausreden gelten nicht mehr. Die technischen Möglichkeiten, den Wirkungsgrad heutiger Stromerzeugung auf mehr als das Doppelte zu steigern, sind vorhanden. Ob die dadurch möglichen Einsparungen auch tatsächlich genutzt werden, wird davon abhängen, ob mittlere und kleine Betriebe bis hin zu (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 29

Alternativen zum Kraftwerksbau

April
1984

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FORVM, No. 366

Schöne Kleine Wasserkraft

Juni
1984

Die besondere topographische Situation unseres Landes fördert die Nutzung der Wasserkraft. Tausende Klein- und Kleinstkraftwerke entstanden. Die Energie-Politik zielte darauf ab, den Betrieb dieser Kleinkraftwerke (die meist nur wenig mehr als den jeweiligen Eigenbedarf an Energie deckten) so (...)

FORVM, No. 366

Totem ist tabu

Zeit für Blockheizkraftwerke
Juni
1984

Ausreden gelten nicht mehr. Es ist technisch möglich, den Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung auf das Doppelte zu steigern — durch Blockheizkraftwerke, die Strom erzeugen und die dabei entstehende Wärme nutzen für Heizung und Warmwasser. Kalorische Großkraftwerke vergeuden fast 2/3 der von ihnen (...)

FORVM, No. 367/370

Gemeinsam gegen ein Kraftwerk Hainburg

Oktober
1984

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FORVM, No. 367/370

Rekonstruktion der Gesellschaft

Oktober
1984

In seinem Vortrag an der Universität Wien stellte der amerikanische Nobelpreisträger Zusammenhänge zwischen gesellschaftlicher Macht- und Güterverteilung und dem Raubbau an der Umwelt her. Das Problem ist, daß nach 3 Billionen Jahren des Lebens auf diesem Planeten und nach vielleicht 10.000 Jahren (...)

FORVM, No. 367/370

Gestautes Wasser

Oktober
1984

Im letzten Abendlicht des 9. Oktober 1963, eines Mittwoch, wurden Hasen plötzlich kühn und huschten, ohne sich um vorbeikommende Menschen und Autos zu kümmern, lautlos die gepflasterte Straße hinab. Als es immer dunkler wurde, ruckten die Kühe in den Ställen unruhig an ihren Ketten; Hunde winselten, (...)

FŒHN, Heft 10/11

Stromkolonie Österreich

Januar
1988

Was Du hier; liebe Leserin, lieber Leser; über die Sache mit dem Strom liest, hast Du noch nirgendwo über die Sache mit dem Strom lesen können. Du wirst daher; jahrzehntelang den Presseaussendungen und Werbeeinschaltungen der Elektrizitätswirtschaft ausgesetzt, glauben, manches in dieser Geschichte (...)

FŒHN, Heft 10/11

Wie wir da hingekommen sind, wo wir jetzt sind

Januar
1988

Die Geschichte der heimischen Stromproduktion ist eine ununterbrochene Folge der Ausplünderung unserer Heimat. Die Geschichte der heimischen Stromproduktion ist eine der Politik der Ersten und Zweiten Republik zwingend entsprechende. Von allem Anfang an wurde in Österreich die Erzeugung (...)

FŒHN, Heft 10/11

Heimisch an unseren Stauseen

Januar
1988

Chronologie der ausländischen Beteiligungen an Tiroler Kraftwerken Am Bau des K r a f t w e r k s P r u t z / I m s t (1953-1956) beteiligte sich die Bayernwerk AG (BAG), die bereits am Achenseewerk seit 1926 Bezugsrechte besitzt. Sie bekommt dafür Strom aus Tirol. „ln jüngster Zeit ist die (...)

FŒHN, Heft 10/11

Stromfluss / Geldfluss

Januar
1988

Wenn nur Strom aus unseren unter Wasser gesetzten Tälern nach Deutschland fließen würde! Billigststrom, der die dortige Konkurrenz unserer eigenen Industrie begünstigt, wie, nebenbei gesagt, die uns so schadenden Transitrouten durch unser Land die ausländische Wirtschaft im Kampf gegen die (...)

FŒHN, Heft 10/11

Vom europäischen Stromberg

Januar
1988

Auf dem europäischen Strommarkt herrscht heute ein riesiges Überangebot an der Ware Strom. Neben dem imposanten Schweineberg und dem berühmten Butterberg hat sich ein nicht minder stattlicher Stromberg aufgetürmt. Allein Frankreich produziert heute schon jährlich 30 Milliarden kWh über den (...)

MOZ, Nummer 31

EG-Rat behindert Aufklärung über Atomtransporte

Juni
1988

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MOZ, Nummer 41

Geschädigte E-Wirtschaft?

Mai
1989

Die Tiroler Wasserkraftwerke AG prozessierte gegen einen Schriftsteller, der ihre Geschäftsmethoden kritisierte und den Verdacht äußerte, eine TIWAG-Funkanlage arbeite für die NATO. Die Tiroler Wasserkraftwerke AG war mit schweren Geschützen aufgefahren. Im Medienprozeß gegen den Innsbrucker (...)

MOZ, Nummer 42
Die österreichsiche Energiewirtschaft und die EG:

Sturzbach am Fels zerstäubt

Juni
1989

In Österreich wird die Kritik an der Politik der Energiewirtschaft immer lauter. Bauvorhaben drohen am Widerstand der Bevölkerung zu scheitern. Die Europäische Gemeinschaft rückt Schritt für Schritt einem Strombinnenmarkt näher. Die Auswirkungen auf den heimischen Verbund sind abzusehen, dessen (...)

FORVM, No. 428/429

Für Sozialisierung der Wasserkräfte

August
1989

Reprint, erstmals nach 70 Jahren, einer kulturgeschichtlichen Preziose von überraschender Aktualität. [(Der folgende Beitrag von Hermann Broch wurde dem Herausgeber seiner Werke, Paul Michael Lützeler, zur Verfügung gestellt; er hat davon keinen rechten Gebrauch gemacht, ist vielmehr mit einem (...)

FORVM, No. 428/429

Bis zur letzten Lampe

August
1989

In Wackersdorf sind die Bauarbeiten eingestellt, in Nagymaros auch, in Engelhartstetten sind sie vertagt, am Strom und in seinen Chefetagen herrscht Verwirrung. Das Werkel ist ins Stocken geraten, bietet damit jedoch wenig Anlaß für das Öffnen von Champagnerflaschen. Die Ruhe vor dem nächsten (...)

MOZ, Nummer 48
Verbundpolitik

Auf zu neuen Ufern

Januar
1990

Wirtschaftsminister Wolfgang Schüssel beschert dem Verbundkonzern neve Aufgaben. Gehandelt wird konzeptlos, nicht-ökologisch und gegen den Willen der Betroffenen. Stellen wir den Strommännern neue Aufgaben! Wasserkraftwerke können doch nicht alles gewesen sein. So ähnlich dachte wohl (...)

MOZ, Nummer 56

Es lebe La Hague

Oktober
1990

Mit Billigung der Politiker dürfen nach dem Aus für Wackersdorf die bundesdeutschen Atomstromproduzenten künftig die abgebrannten Brennelemente aus ihren Kernkraftwerken nach Sellafield, Großbritannien, und nach La Hague, Frankreich, bringen, weil dort die Wiederaufarbeitung angeblich billiger zu (...)

FŒHN, Heft 16

Zwentendorf

Wie die Torheit der Herrschenden schon einmal zum Greifen war
 
1992

Ein einziges Mal erst, nach jahrelangem Drucksen und Würgen, wurde eine entscheidende Frage dem Volk von Österreich zur Beantwortung überlassen: die über die Inbetriebnahme des schlüs­selfertigen Atommeilers von Zwentendorf. Freilich, die Art der Beantwortung wollte man auch hier nicht dem Volk (...)

FŒHN, Heft 17

Das Schema

 
1992

Es ist noch in keiner Zeitung gestanden, daß das Kommando für das Einschalten und Ausschalten des Kaunertalkraftwerkes von Braunweiler bei Köln aus gegeben wird. Warum nicht? Warum steht nirgends, daß das größte TIWAG-Kraftwerk, das Werk Sellrain-Silz, gar nicht am Tiroler Netz hängt, sondern nur an (...)

FORVM, No. 478/479

Perspektiven einer neuen Agrarpolitik

November
1993

Das vorliegende Papier versucht, die übliche agrarpolitische Ebene der Diskussionen um Milchpreise, -kontingente, Direktzahlungen usw. zu verlassen und tiefer vorzustoßen zu den primären Ursachen des Niedergangs der bäuerlichen Landwirtschaft. In der Folge sollen Gründe, Möglichkeiten und (...)

FORVM, No. 478/479

Temelín

Die Konjunkturen der Atomenergie-Gegnerschaft und das AKW
November
1993

I. AKW-Gegner, wo seid ihr geblieben? oder Wie ungefährlich sind Atomkraftwerke? Die Zeiten, wo der Protest gegen die Atompolitik der eigenen Regierung Leute auf die Straße brachte, sind endgültig vorbei. Im Land der einst stärksten Anti-Atom-Bewegung, in der BRD, haben die einstigen (...)

FORVM, No. 481-484

Temelin und Dukovany

Genehmigungsverfahren im Postkommunismus
April
1994

Nicht offizielle Erklärungen, Zeitungsberichte und Stellungnahmen sind es, die uns Vertrauen in Großprojekte einflößen können. Zu oft schon wurden wir Staatsbürger/innen in unserem Vertrauen in solche Deklarationen schwer enttäuscht. Bei volkswirtschaftlich besonders bedeutenden Projekten, deren (...)

Context XXI, ZOOM 1/1996

Pour Oil on Troubled Waters

Januar
1996

Ken Saro-Wiwas letzte Aufzeichnungen „Flammen der Hölle – Nigeria und Shell: Der schmutzige Krieg gegen die Ogoni“ sind im Rowohlt-Verlag erschienen. Trotz Androhung rechtlicher Schritte konnte Shell nicht verhindern, im Untertitel genannt zu werden. Doch wovor hat der multinationale Konzern Angst? (...)

Context XXI, ZOOM 3/1998
Schottischer Müll:

Loch Atom

Juni
1998

Wie nun durch eine Studie der Atomkraftagentur UK Atomic Energy Authority bekannt wurde, sind 170 Ki­logramm waffenfähiges Uran aus der Wiederaufbereitungs­anlage Dounreay verschwun­den. Das würde für etwa zwölf Bomben ausreichen. Zuerst hoffte man auf einen in den fünfziger Jahren ausgehobe­nen (...)

Context XXI, ZOOM 4/1998
Hans Kronberger:

Blut für Öl

Oktober
1998

Uranus Verlag, Wien 1998, 190 S, öS 198,— Kronberger ist Journalist, Lektor und FPÖ-Abgeordneter im Europäischen Parlament und setzt sich für erneuerbare Energieträger ein, weil sie Frieden bringen und Kriege um Rohstoffre­serven verhindern sollen, wie in den Kapiteln 6 und 7 nachzulesen ist. Das (...)

radiX, Nummer 2

Sofortiger Atomausstieg in hundert Jahren

Juni
1999

Wer sich der Illusion hingegeben hat die rot-grüne Koalition in Deutschland würde für die Abschaltung der dortigen AKWs sorgen wurde bald eines besseren belehrt. Weder in Frankreich oder Italien, noch in Deutschland ist ein Ausstieg aus der Atomindustrie in Aussicht. In allen drei Staaten sind die (...)

radiX, Nummer 3

Der zweite Untergang Nubiens

Mai
2000

Große Teile der historischen Landschaft Nubiens an der Grenzregion zwischen Ägypten und dem Sudan verschwand bereits 1962 unter den Fluten des Nasser-Sees. Nun sollen weitere Dammbauten wiederum riesige Gebiete Nubiens unter Wasser setzen. Mit Unterstützung der Sowjetunien errichtete der (...)

Context XXI, Heft 5/2000

Projektfinanzierung durch die Hintertür

Baut Österreich den türkischen Katastrophenstaudamm Ilisu mit?
September
2000

Mit Hilfe von Exportkrediten beteiligen sich die verschiedensten Industriestaaten an Monsterprojekten im Trikont, die weder umwelt- noch sozialverträglich sind. Voll im Geschäft ist dabei auch Österreich. Hasankayef ist eine kleine anatolische Stadt am Ufer des Tigris. Seit Jahrtausenden (...)

radiX, Flugblätter

Temelin und Österreich abschalten!

Februar
2001

Seit jeher braucht es zum nationalen Schulterschluß innere und äußere Feinde, in deren Angesicht Mob und Eliten zusammenrücken. Besondere Wirksamkeit entfalten dabei jene Feindbilder, die eine starke historische Tradition aufweisen. In Österreich waren und sind das einerseits die Juden und Jüdinnen, (...)

Streifzüge, Heft 1/2002

Afghanistan: „Kein Krieg um Öl“

März
2002

Im Jahre 1900 nahmen die Großmächte die Ermordung des deutschen Gesandten im Zuge des sogenannten Boxeraufstands in China zum Anlass, dieses riesige Land in einem äußerst blutigen Feldzug endgültig zu einer Halbkolonie zu machen. Der deutsche General von Moltke notierte am 11. Juli in seinem (...)

Context XXI, Heft 7/2002

Nubien unter Wasser?

Dezember
2002

Suad Ibrahim Ahmed wurde am 30. Mai 1935 in Khartoum in einer nubischen Familie geboren. Bereits früh schloss sie sich der jungen Kommunistischen Partei des Sudan an. 1960 schloss sie ihr Studium an der Khartoum University ab und begann als Lehrerin in der nubischen Grenzstadt Wadi Halfa zu (...)

Streifzüge, Heft 3/2003

Nachhaltiger Kapitalismus?

1. Teil: Über den Zusammenhang von Wirtschaftswachstum und ökologischer Nachhaltigkeit
Oktober
2003

Nachhaltigkeit – ein schillernder und modischer Begriff; viele flechten ihn in ihre Rhetorik ein. Aber gibt es jenseits des leicht dahin Gesagten eine ernsthafte Debatte über Nachhaltigkeit? Gibt es sie in der so genannten „Linken“? Kann den Herausforderungen der Nachhaltigkeit mit den gängigen (...)

Streifzüge, Heft 30

Nachhaltiger Kapitalismus?

2.Teil: Die gängigen Leitbilder der Nachhaltigkeit und ihre Schwächen
April
2004

Wer sich im Diskurs der Nachhaltigkeit ein bisschen umhört, hört eigentlich fast immer dasselbe. Der Glaube an die „ökologische“ oder gar die „ökologisch-soziale Marktwirtschaft“ beherrscht das Feld. Dessen Botschaft lautet so: Die Gegensätze zwischen Wirtschaft und Ökologie können ausgeräumt werden. (...)

Streifzüge, Heft 31

Nachhaltiger Kapitalismus?

3.Teil: Die ökologische Steuerreform
Juni
2004

Es gibt sie, die Zauberformel, die beinahe alles schafft: Mehr Steuer auf Energie, weniger Steuer auf Arbeit, so heißt sie. Diese ökologisch bzw. öko-sozial genannte Steuerreform ist ein Schlüsselelement der „öko-sozialen Marktwirtschaft“. Was ist davon zu halten? Kann die ökologische Steuerreform die (...)

Streifzüge, Heft 37

Angst vor der eigenen Courage

Elmar Altvaters ökologische Kapitalismuskritik bleibt auf halbem Wege stehen
Juni
2006

Elmar Altvater ist einer der wenigen namhaften Ökonomen hierzulande, die die ökologischen Bedingungen der Ökonomie mitbedenken und ernsthaft in ihre Analysen einbeziehen. Das ist äußerst verdienstvoll. Viele „linke“ Ökonomen scheinen ja mit den viel gescholtenen Neoliberalen zumindest eine (...)

Streifzüge, Heft 44

Die ökologische Krise des Kapitals

Oktober
2008

Bis zur Jahreshälfte 2008 stiegen die Preise für Energie, Rohstoffe und Lebensmittel drastisch. Inzwischen geht die Teuerung zwar zurück, doch werden sich die Ressourcen auch in einer Rezession weiter verknappen. Seit einem Tiefstand 1998 stiegen die Erdölpreise kontinuierlich. Bis 2007 hielt man (...)

Streifzüge, Heft 46

Ist ein solarer Kapitalismus möglich?

Juni
2009

Was haben wir uns da nur eingebrockt. Wir sind Entäußerungen eines Widerspruchs, zweigeteilt und doch in einem einzelnen Menschen drin. Dabei ist die Frage, um die es geht, überlebenswichtig – nicht nur, weil der Klimawandel die Existenz der Menschheit in Frage stellt, sondern weil wir bis dahin (...)

Grundrisse, Nummer 33
Konferenzbericht:

Energie, Arbeit, Krise und Widerstand

Graz, 22.-24.1.2010
März
2010

Leitende Intention der Konferenz war, ForscherInnen und (Umwelt)AktivistInnen aus den Bereichen der Basiskämpfe um erneuerbare Energien mit GewerkschafterInnen aus energieintensiven Sektoren zusammenzubringen, und aus der Perspektive der internationalen Klassenkämpfe und der sozialen Bewegungen (...)

Streifzüge, Heft 51

Fukushima. So ist Kapitalismus

März
2011

Das Entsetzen nimmt kein Ende. Fukushima, das 9/11 des fossil-atomaren Energiesystems. Es ist das Schrecknis einer Welt, die nur Profit und Kapital kennt, das sich in diesem Kernreaktor und der unsichtbaren Todesstrahlung, die er aussendet, alptraumhaft verdichtet. Wie aus einem Katastrophenfilm (...)

Streifzüge, Heft 52

Die ökologischen Grenzen des Kapitals

Wieso es keinen „grünen“ Kapitalismus geben kann
Juni
2011

Der Ideologie eines „grünen“ Kapitalismus fällt angesichts der sich global häufenden ökologischen Krisenerscheinungen künftig eine zentrale Rolle bei der Legitimierung der kapitalistischen Produktionsweise zu. Der Irrglaube an einen ökologisch „nachhaltigen“ Kapitalismus, wie er von den „Grünen“ (...)

Grundrisse, Nummer 40

Peak Oil

Wirtschaftliche Folgen und politische Folgerungen
Dezember
2011

Schon seit mindestens 40 Jahren weisen Arbeiten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern darauf hin, dass der Welt das Erdöl ausgehen wird. Darüber gibt es keinen Zweifel, denn eine wachsende oder auch nur gleichbleibende Förderung von Erdöl ist in einer Welt mit endlichen Ölvorräten (...)

Der Begriff Energiewirtschaft umschreibt wirtschaftliche Strukturen zur Gewinnung und Bereitstellung von Energie. Dazu zählt Stadtgas, Erdgas, flüssige Kraftstoffe, elektrische Energie, Fernwärme, Öl und feste Energieträger wie Kohle, Koks, Torf und Holz.

Die Öl- und Gasindustrie werden nach internationalem Brauch in Upstream, Midstream und Downstream untergliedert. Dabei zählt zum Upstreambereich die Förderung von Öl und Gas. Midstream sind die Raffinerien, die Lagerung, Pipelines und Interkontinentaltanker für den Transport, die Speicherung von Rohprodukten und die kaufmännische Seite des Imports. Downstream ist der letzte Sektor der Öl- und Erdgasindustrie. Hier wird das Rohöl und Erdgas in Tausende von Fertigprodukten gewandelt und an den Endkunden vertrieben.[1]

Bei der Gewinnung und Bereitstellung von Steinkohle sind teilweise vergleichbare Marktstrukturen vorhanden, während Braunkohle in der Regel von demselben Unternehmen gefördert und an Ort und Stelle verstromt wird.

Zu den Akteuren der Energiebranche zählen auch Stromerzeuger und Energieversorger (EVU), Netzbetreiber, Speicherbetreiber sowie der Anlagen- und Systembau mitsamt deren Finanzierung und Wartung.[2] Energieversorger sind Unternehmen, die elektrische Energie, Gas und Fernwärme über ein öffentliches Netz verteilen.

Bedeutung der Energiewirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Energiewirtschaft hat eine große volkswirtschaftliche Bedeutung und ist somit Gegenstand staatlicher Strategien, wie der Erschließung sibirischer Öl- und Gasvorkommen mit westdeutschem Knowhow und Kapital seit den 1950er Jahren, der skandinavischen Wärmewende mit systematischem Ausbau von mit Solarthermie und Kraftwärme-Kopplung betriebenen Fernwärmenetzen in den 1970er Jahren, der Erschließung der Kernkraft in Deutschland seit den 1970er Jahren, dem Ausbau erneuerbarer Energien seit den 1990er Jahren oder der europäischen Neuregulierung der Strom- und Gaswirtschaft beginnend 1996 zur Schaffung von Strom- und Gas-Handelsmärkten.

Weiterhin ist die Energiewirtschaft in vielen Bereichen durch große Player mit erheblicher Marktmacht gekennzeichnet. Hier treten insbesondere die international operierenden und vertikal integrierten Ölkonzerne hervor, die neben dem Zugang zu den Ölquellen selbst auch große Teile der Wertschöpfungskette bis zu den Tankstellennetzen beherrschen.[3]

Monitoring des nationalen Energiebedarfs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Überwachung des nationalen Energiebedarfs und seiner Verwendung werden von allen Industriestaaten Energiebilanzen erstellt. Zur Analyse des Energiebedarfs, seiner Verwendung, der beteiligten Marktstrukturen und der Preisbildung werden betrachtet:

Die Energiewirtschaft zählt neben Verkehr, Wärmeversorgung, Chemieindustrie und Landwirtschaft zu den wichtigsten Schadstoffemittenten in der globalen Wirtschaft.[4] Sie gehört weiterhin zu den Kritischen Infrastrukturen der Volkswirtschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Energiewirtschaft im engeren Sinne kann man seit der Spätphase der industriellen Revolution sprechen. Die Anfänge bildeten die gewerbsmäßige Gewinnung von Energieträgern und die Brennstoffhändler in den Städten und industriellen Zentren, die die Privathaushalte und die Industrie mit Holz und Kohle als damalige Hauptenergieträger versorgten.

Die städtische Gasversorgung beginnt Anfang des 19. Jahrhunderts, die städtische Versorgung mit Strom etwa 50 Jahre später. Dafür wurde der Aufbau einer Versorgungsstruktur mit Leitungsnetzen notwendig. Sie war zunächst kommunal organisiert. Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts begannen jedoch mit dem Bau überregionaler Netze starke Konzentrations- und Monopolbildungstendenzen in der Strom- und Gaswirtschaft. Diese wurden als effizient und somit als natürliche Monopole betrachtet. Eine staatliche Überwachung der Elektrizitätswirtschaft wurde erst im Energiewirtschaftsgesetz von 1933 von den Nazis durchgesetzt.

Mit dem Energiewirtschaftsgesetz von 1996 wurden der Netzbetrieb regulatorisch von der Energielieferung getrennt und alle größeren Energieversorger entsprechend in mindestens zwei Unternehmen aufgeteilt. Dies ermöglichte Strom- und Gas-Handelsmärkte, auf denen Strom und Gas wie Wertpapiere gehandelt werden können (siehe Stromhandel). Die Interaktion zwischen Netzbetreiber und Lieferanten von Strom- und Gas regelt ein umfangreicher europäischer Regulierungsrahmen (siehe Energiemarkt). Ein Meilenstein bei der Entwicklung der Strom- und Gasmärkte war die Gründung der europäischen Strombörse (EEX) in Leipzig im Juni 2000.

In Deutschland unterliegen die Endverbrauchertarife für Strom und Gas seit Mitte 2007 nicht mehr den zuständigen Behörden der Bundesländer. Die Bundesnetzagentur und die Landesregulierungsbehörden prüfen nur noch die Netznutzungsgebühren.

Institute und Forschung (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Energiewirtschaft in Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ines Zenke, Stefanie Neveling, Bernhard Lokau: Konzentration in der Energiewirtschaft: politische und rechtliche Fusionskontrolle (= Schriftenreihe Energie- und Infrastrukturrecht. Band 6). Beck, München 2005, ISBN 978-3-406-52432-5.

Ältere Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilm Tegethoff, Ulrich Büdenbender, Heinz Klinger: Das Recht der öffentlichen Energieversorgung. Kommentar. etv Energiewirtschaft und Technik Verlags-Gesellschaft, Gräfelfing u. a. 1985–2000, ISBN 978-3-925349-13-3 (ab der 13. Erg.-Lfg.), (Loseblatt-Ausgabe).
  • Wilm Tegethoff: Probleme der räumlichen Energieversorgung. Vincentz, Hannover 1986, ISBN 978-3-87870-765-3 (Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Forschungs- und Sitzungsberichte der ARL 162).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Energiewirtschaft – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Segmente der Erdöl- und Erdgas-Industrie. Abgerufen am 17. Juli 2022.
  2. Akteure der Energiewirtschaft. Branchenportal der Energiewirtschaft. Hrsg. Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)
  3. Marktmacht der Ölkonzerne:Kartellamt blockiert Kauf von Tankstellen. Abgerufen am 17. Juli 2022.
  4. Valentin Crastan: Elektrische Energieversorgung 2. Energiewirtschaft und Klimaschutz, Elektrizitätswirtschaft, Liberalisierung, Kraftwerktechnik und alternative Stromversorgung, chemische Energiespeicherung. 3., bearbeitete Auflage. Berlin/Heidelberg 2012, S. 19.