Zeitschriften und Zeitungen

Krisis

Krisis – Kritik der Warengesellschaft ist ein Zusammenschluss von theoretisch arbeitenden Einzelpersonen und Gruppen, die sich der Reformulierung einer radikalen Kapitalismuskritik jenseits des traditionellen Marxismus verschrieben haben.

Der Name ist Programm. Kapitalismuskritik heißt für uns: Kritik einer Gesellschaft, die auf Warenproduktion, abstrakter Arbeit und Verwertung des Werts beruht und einer verselbstständigten historischen Dynamik unterliegt, welche im gegenwärtigen Krisenprozess kulminiert. Diese Krise hat einen fundamentalen Charakter. Sie untergräbt nicht nur die Grundlagen der kapitalistischen Verwertung, sondern bedroht zugleich auch die Bedingungen menschlichen Zusammenlebens überhaupt und wirft daher die Frage nach einer emanzipatorischen Aufhebung des Kapitalismus mit neuer Dringlichkeit auf.

Mit unseren Texten intervenieren wir in den öffentlichen Diskurs, mit dem Ziel, das Bewusstsein über die verrückte und zerstörerische Logik des warenproduzierenden Systems zu schärfen und eine neue Perspektive sozialer Emanzipation zu erschließen. Diese Texte, die wir in Zeitschriften, Zeitungen, Büchern und Internetforen veröffentlichen, finden sich zum allergrößten Teil auf unserer Homepage. Theoretisches Kernstück ist die Zeitschrift Krisis, die seit 1986 als Printausgabe publiziert wurde (zunächst unter dem Namen Marxistische Kritik) und seit Juni 2013 in einem neuen Online-Format erscheint.

Neueste Beiträge

Gemein sein statt Gemeineigentum. Das „Reformpaket” der Regierung betrifft auch das Thema Wohnen

Peter, 16. Juli 2026
Von Peter Samol (Ursprünglich veröffentlicht in der Jungle World 2026/28 vom 09.07.2026) Die Reformpläne der Bundesregierung sparen auch das Thema Wohnen nicht aus: Geschützt werden sollen vor allem die Interessen von Immobilienunternehmen. »Um den privaten Wohnungsbau nicht zu gefährden, (…)

Fallstricke der Emanzipation

Norbert, 13. Juli 2026
Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute Vortrag und Diskussion mitLothar Galow-BergemannMittwoch, 29. Juli 2026, 19.00 Uhr, WiesbadenKreativfabrik, Murnaustr.2 Eine Veranstaltung von Ki:Wi Kritische Intervention Wiesbaden Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der (…)

Mehr arbeiten für weniger Wohlstand

Norbert, 13. Juli 2026
Über die Zumutungen „unserer Wirtschaft“ Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-BergemannDonnerstag, 30. Juli 2026, 19.00 Uhr, Brühl (Rheinland)Mensa der Clemens-August-Schule, Clemens-August-Straße 33, 50321 Brühl Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für Kritische Bildung, (…)

Antissemitismo e transfobia: O desejo dos sujeitos que odeiam – com Apresentação por Agnes de Oliveira

Norbert, 7. Juli 2026
por Lara WenzelTradução por Gabriel Carvalho, revisão de Yasmin AfsharPublicado em: História e Desamparo Versão em alemão: Antisemitismus und Transfeindlichkeit. Das Begehren der hassenden Subjekte (Working Paper 3/2024) Apresentação à traduçãoAgnes de Oliveira Ao menos desde os anos 70-80, (…)

Schockierende Konkurrenz. Die Bundesregierung bremst noch bei EU-Maßnahmen gegen chinesische Exporte

Peter, 7. Juli 2026
Von Ernst Lohoff (Ursprünglich erschienen in der Jungle World 2026/26 vom 25.06.2026) Noch verhindert die Bundesregierung auf EU-Ebene eine protektionistische Politik gegen China. Doch auch deutsche Industriekonzerne fürchten die chinesischen Exporte. Ein handelspolitischer Konflikt wird (…)

Die neue Hoffnung der Labour Party. Andy Burhham als nächster Premierminister des Vereinigten Königreichs

Peter, 4. Juli 2026
von Nick Gietinger Andy Burnham gilt als heißer Kandidat für die Nachfolge auf den strauchelnden Premierminister Keir Starmer. Unter den Schlagworten „Manchesterism“ oder „Business-Friendly Socialism“ propagiert Burnham das angebliche Ende des Neoliberalismus. Tatsächlich könnte die Entwicklung (…)

Mehr bezahlen, früher sterben. Wer erkrankt, soll künftig mehr Kosten selbst tragen

Peter, 25. Juni 2026
Von Ernst Lohoff (Ursprünglich erschienen in der Jungle World 2026/25 vom 18.06.2026) Die vorgesehenen Reformen im Gesundheitswesen lassen sich wie folgt zusammenfassen: Wer krank wird, wird in Zukunft mehr Kosten selbst tragen müssen. Mit dem Aufstieg des Wirtschaftsliberalismus zur (…)

Marx, Ökologe. Rezension zu Heinrich Detering: Die Revolte der Erde

Norbert, 19. Juni 2026
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Eingeschränkte Mitsprache. Eine Baurechtsreform auf Kosten von Bürgern und Umweltschutz

Peter, 18. Juni 2026
Von Minh Schredle (Ursprünglich erschienen in der Jungle World 2026/24 vom 11.06.2026) Eine Reform des Baurechts soll dafür sorgen, dass mehr Wohnungen gebaut werden. Das geht zu Lasten von Umweltschutz und Bürgerbeteiligung. Der Wohnungsmangel in Deutschland hat nach Einschätzung des (…)

Die Leiden des Branchenprimus. Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia ist hoch verschuldet

Peter, 12. Juni 2026
Von Minh Schredle (Ursprünglich erschienen in der Jungle world 2026/23 vom 04.06.2026) Der Wert der Vonovia-Aktie ist über die vergangenen Jahre eingebrochen, der Konzern ist verschuldet. Aus der Misere sollen offenbar Mieterhöhungen führen, von denen aber nicht wenige bereits von (…)
Krisis

Beschreibung deutsche politische Zeitschrift
Fachgebiet Kapitalismuskritik
Verlag Unrast Verlag
Erstausgabe 1986
Einstellung 2010
ISSN (Print)

Krisis war eine politische Zeitschrift und kapitalismuskritische Gruppe, deren Hauptfokus eine theoretische Kritik der „Warengesellschaft“ darstellt (Wertkritik).

Die Zeitschrift existiert seit dem Jahre 1986 (bis 1989 unter dem Namen Marxistische Kritik) und erscheint seit 2004 im Unrast Verlag. Die letzte Printausgabe (Nr. 33) erschien im Jahre 2010. Seit 2013 werden neue Artikel in unregelmäßiger Folge nur noch auf der Homepage veröffentlicht.[1]

Parallel zur Zeitschrift existiert das gleichnamige Projekt, das eine Diskussionsplattform für Einzelpersonen, Gruppen und Initiativen schaffen will, die sich nach eigenen Angaben kritisch mit den Entwicklungen der „vorgeblichen Alternativlosigkeit des kapitalistischen Weltsystems“ auseinandersetzen. Sein Ziel ist die „Formierung einer neuen global kooperierenden, nicht-hierarchischen sozialen Bewegung gegen die herrschenden Zustände“.

Im Jahr 1999 veröffentlichte die Gruppe das Manifest gegen die Arbeit, das sich gegen die Marxsche Auffassung von der Arbeit als die alles begründende gesellschaftliche Wirklichkeit wendet.

Der prominenteste Autor der Zeitschrift und Mitarbeiter der Gruppe war bis April 2004 Robert Kurz. Dann kam es zur Spaltung und Neugründung der Gruppe EXIT! (wieder samt gleichnamiger Zeitschrift), in der Robert Kurz bis zu seinem Tod im Juli 2012 Mitglied war. Weitere Autoren der Krisis-Gruppe sind Ernst Lohoff (* 1960)[2][3], Norbert Trenkle (* 1959)[4][5] und Claus Peter Ortlieb.

Einzelnachweise

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  1. Zeitschrift Krisis. Abgerufen am 25. August 2016. 
  2. Autorenprofil: Ernst Lohoff (Memento des Originals vom 5. März 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.unrast-verlag.de beim Unrast Verlag.
  3. Krisis-Texte von Ernst Lohoff
  4. Autorenprofil: Norbert Trenkle bei Soziopolis.
  5. Krisis-Texte von Norbert Trenkle
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