Andreas Wabl

Nationalratsabgeordneter der Grünen Alternative, aufgestellt und gewählt in der Steiermark, wo er bis zum Antritt seiner Volksvertretung als Lehrer arbeitete.

Beiträge von Andreas Wabl
MOZ, Nummer 19
Interview

Für mich gibt es auch eine Familie der Schmetterlinge

■  Karl Lind ▪ Andreas Wabl
Mai
1987

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MOZ, Nummer 34
Thema: Immunität

Immunität — oder wie werde ich mit meinen Gegnern fertig?

■  Andreas Wabl
Oktober
1988

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MOZ, Nummer 37

A scheene Leich’?

Januar
1989

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MOZ, Nummer 41

„Ich sehe keine Koalitionsmöglichkeit“

■  Karl Lind ▪ Andreas Wabl
Mai
1989

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MOZ, Nummer 46

Grüne Perspektiven

■  Andreas Wabl
November
1989

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MOZ, Nummer 58
Interview

„Wir sollen Polarisierungen vermeiden ...“

■  Karl Lind ▪ Andreas Wabl
Dezember
1990

Andreas Wabl war in der vergangenen Legislaturperiode Klubobmann der Grünen und ist nunmehr normaler steirischer Abgeordneter, sein Nachfolger als Klubchef ist Johannes Voggenhuber. Karl Lind sprach mit Andreas Wabl über den bevorstehenden Bundeskongreß, den Zu­stand der Partei, grüne Versäumnisse (...)

Andreas Wabl (* 28. Februar 1951 in Graz) ist ein österreichischer Politiker (Grüne). Von 1986 bis 1999 war er Abgeordneter im österreichischen Nationalrat, von 1988 bis 1990 Obmann des Parlamentsklubs der Grünen und von August 2007 bis November 2008 der Klimaschutzbeauftragte von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Wabl hat vier Brüder, darunter der Politiker Martin Wabl und der Mikrobiologe Matthias Wabl.[1][2][3] Andreas Wabl besuchte nach der Volksschule eine Allgemeinbildende höhere Schule, die er mit der Matura abschloss. Danach absolvierte er die Pädagogische Akademie in Klagenfurt. Wabl war nach seiner Ausbildung als Arbeiter, Aushilfskraft bei der Post- und Telegraphendirektion, landwirtschaftlicher Arbeiter, Volksschullehrer und Nebenerwerbslandwirt tätig.

Politische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine politische Tätigkeit begann Wabl als Gemeinderat von Großklein (von 1985 bis 1987). Zudem war er ab 1985 Geschäftsführer der Alternativen Liste Österreichs (ALÖ), einer der beiden Vorgängerparteien der späteren Grünen. Infolge der Nationalratswahl 1986 war Wabl einer der acht ersten Abgeordneten der Grünen, die in den österreichischen Nationalrat einzogen, dem er bis 1999 angehörte. Von 1988 bis 1990 war er auch Obmann des Grünen Parlamentsklubs und von 1996 bis 1999 Vorsitzender des parlamentarischen Rechnungshof­ausschusses.

Bekanntheit erlangte Wabl unter anderem durch provokative und umstrittene Aktionen. So etwa, als er am 14. Mai 1987 bei einer Rede vor dem Nationalrat eine Hakenkreuz­fahne aus seiner Tasche zog, um auf Aussagen des damaligen Bundespräsidenten Kurt Waldheim hinzuweisen, der seine Vergangenheit in der Wehrmacht damit erklärt hatte, während des Zweiten Weltkrieges „bloß seine Pflicht“ getan zu haben (vgl. Waldheim-Affäre). Im August 1988 warf er der Kronen Zeitung „Nazi-Journalismus“ vor und wurde von deren Seite auf Unterlassung geklagt. Am Ende eines langwierigen Rechtsstreits urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte im März 2000 schließlich im Sinne der Zeitung.[4] Am 9. Juni 1996 zeigte er im Zuge einer Parlamentsdebatte dem damaligen FPÖ-Obmann Jörg Haider den ausgestreckten Mittelfinger, nachdem dieser ihn als „Wappler“ (ugs. für „Idiot“) bezeichnet hatte.

Im Dezember 2007 wurde er Klimaschutzbeauftragter der Bundesregierung. Die Aufgabe Wabls war es, den Kanzler im Klima- und Energiefonds zu vertreten, sowie den künftig jährlich geplanten Klimaschutzgipfel zu koordinieren. In dieser Funktion sollte er Nichtregierungsorganisationen und Interessenverbänden, Wissenschaftern und interessierten Bürgern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Sein Vertrag wurde mit Ende November 2008 durch den neu ins Amt gekommenen Bundeskanzler Werner Faymann gekündigt. Nachdem Wabl gegen diese Kündigung rechtliche Schritte angekündigt hatte, erfolgte im März 2009 eine einvernehmliche Vertragsauflösung verbunden mit einer Nachzahlung von drei Monatsgehältern in der Gesamthöhe von 6.300 Euro.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas Wabl - Porträt - Wiener Zeitung Online. In: wienerzeitung.at. Abgerufen am 22. März 2016.
  2. Martin Wabl holt Kampusch als Zeugin. In: diepresse.com. Archiviert vom Original am 16. Juni 2016;.
  3. Lopatka: Im Morgenjournal-Interview war die Rede vom rot- grünen Martin Wabl — ÖVP Bundesparteileitung, 3. August 2015. In: ots.at. Abgerufen am 22. März 2016.
  4. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Case of Andreas Wabl v. Austria (Application no. 24773/94) – Judgment (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive). Straßburg, 21. März 2000