Christel Neusüß

Geboren 1937, gestorben 1988. Politische Ökonomin und ab 1974 Professorin für politische Wirtschaftslehre an der FH für Wirtschaft in Berlin. Sie befasste sich mit der an Marx orientierten Theorie der Staatsableitung, der Verelendung der Dritten Welt und dem Feminismus.

Beiträge von Christel Neusüß
FORVM, No. 241/242

Streiks in der BRD

Bilanz der Klassenkämpfe vom August / September / Oktober 1973
■  Klaus BeckeHeide LangguthWalther Müller-Jentsch ▪ Christel Neusüß ▪ Eckart Teschner
Januar
1974

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Beiträge zu Christel Neusüß
Café Critique, Jahr 1997

Beten zu Dionysos

Antonio Negris und Michael Hardts Staatskritik
Dezember
1997

Antonio Negri zählte neben Mario Tronti und den Autoren der Zeitschrift Quaderni Rossi in den 60er und 70er Jahren zu den wichtigsten Theoretikern der operaistisch orientierten italienischen Neuen Linken. Im deutschsprachigen Raum hatte er vor allem bei Spontis und Autonomen seine Fans. In der (...)

Café Critique, Jahr 2000

Agnolis Kritik der Politik, das Elend der Politikwissenschaft und der Staatsfetisch in der marxistischen Theorie

 
2000

(Bruhn, Joachim u. a. (Hg.): Kritik der Politik. Johannes Agnoli zum 75. Geburtstag. Freiburg i. Br.: ça ira-Verlag, 2000) Als Johannes Agnoli aufhörte an der Freien Universität in Berlin zu lehren, begann ich dort zu studieren. Einen Eindruck davon, was ich dadurch versäumt habe, bekam ich (...)

Grundrisse, Nummer 2

Ehekrise — zur Geschichte feministischer Marxkritik

Juni
2002

Net alles, was an Wert hat, muaß a an Preis ham, owa mach des amoi wem kloa. (Wolfgang Ambros) Vorbemerkung: Der folgende Text versteht sich als historische Hinleitung zur Thematik der Relation zwischen der (vorwiegend weiblichen) Haus- und Reproduktionsarbeit und der (vorwiegend männlichen) (...)

Christel Neusüß (* 12. Mai 1937; † 2. April 1988) war eine politische Ökonomin. Sie war seit 1974 Professorin für politische Wirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin.

Wissenschaftliche Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neusüß’ 1970 zusammen mit Rudolf Wolfgang Müller verfasster Aufsatz über Die Sozialstaatsillusion gab den Anstoß für die Staatsableitungsdebatte der 1970er Jahre. Neben der an Karl Marx orientierten Theorie der Staatsableitung befasste sie sich mit der Verelendung in der Dritten Welt und dem Feminismus. 1985 erschien hierzu ihre Studie zu Rosa Luxemburg. Für Neusüß ist der Blick Luxemburgs auf die Gesellschaft der Blick einer Frau. Ungeachtet von Stellen, an denen Luxemburg zur „Männerfraktion“ übergelaufen sei, befindet Neusüß über sie:

„Das, was ihr wichtig ist, ist so geschrieben, als hätte sie die gesamte feministische Literatur über weibliche Produktivität in- und auswendig gelernt und dann den Kapitalismus angegriffen und die Bolschewiki und die Sozialdemokraten verspottet.“[1]
Grabstätte

Neusüß ist auf dem Friedhof Heerstraße bestattet.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elmar Altvater: Nachruf auf Christel Neusüß, Prokla, Nr. 71, 1988 (171 Seiten pdf; 3,4 MB), S. 2–6

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. C. Neusüß: Die Kopfgeburten der Arbeiterbewegung ... (1985), S. 232, zitiert nach M. Sohn: Marx, Luxemburg und die Unentbehrlichkeit des Feminismus (2006)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]