Elisabeth Schilder

Geboren 1904, gestorben 1983. Studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre in Wien und Berlin. 1924 absolvierte sie die Ausbildung an der „Akademie für soziale Verwaltung“ und erhielt das Fürsorgediplom. Bis 1934 arbeitete sie als Journalistin und publizierte vor allem in den Themenbereichen Wirtschaftspolitik und Frauenfragen. In den Jahren 1934-1938 war sie als Revolutionäre Sozialistin politisch aktiv und dadurch Verfolgung, Vertreibung und Inhaftierung ausgesetzt. Als Sozialarbeiterin und Juristin war sie nach dem Krieg am Aufbau des Instituts für Erziehungshilfe, dem Verein für Bewährungshilfe und soziale (Jugend)Arbeit und dem Verein für Sachwalterschaft maßgeblich beteiligt. Ihrem durch ein klares gesellschaftspolitisches Bekenntnis motivierten Engagement als geschäftsführende Obfrau ist es zu danken, daß der VBSA seine kontinuierlich expandierende Entwicklung seit den Sechzigerjahren genommen hat. Immer die Anliegen der Klientinnen und Klienten vor Augen, kritisch gegenüber der Justiz, aber in ihrem Respekt Andersdenkenden gegenüber unerschütterlich tolerant, meisterte sie diese Pionierarbeit. Ihre Grundhaltung ist auch heute noch für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beispielgebend für ihr Engagement.

Beiträge von Elisabeth Schilder
FORVM, No. 150-151

Willkomm für Christian Broda

■  Elisabeth Schilder
Juni
1966

Ich halte Christian Broda für nicht gänzlich unschuldig an der sozialistischen Wahlniederlage vom 6. März — soweit diese überhaupt personelle Ursachen hatte, also sehr weitgehend, denn was die objektiven Bedingungen anlangt, sprachen diese zugunsten eines sozialistischen Erfolges. Diese meine (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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