Erwin Scharf

Geboren am: 29. August 1914

Gestorben am: 6. September 1994

Geboren 1914 in Wittingau/Trebon, gestorben 1994 in Wien. Sozialdemokratischer und kommunistischer Politiker, Journalist. Von 1934 bis 1938 Funktionär der illegalen Revolutionären Sozialisten, befand sich von 1938 bis 1940 in Haft und war anschließend als Partisan in Südkärnten aktiv. Von 1945 bis 1948 SPÖ-Zentralsekretär, wurde wegen seines Eintretens für eine engere Zusammenarbeit mit der KPÖ aus der Partei ausgeschlossen, gründete daraufhin die Partei der Linkssozialisten, die auf einer gemeinsamen Liste mit den Kommunisten kandidierte und 1956 in die KPÖ eingegliedert wurde. Von 1945 bis 1948 (SPÖ) und von 1949 bis 1953 (LB) Abgeordneter zum Nationalrat, von 1957 bis 1965 Chefredakteur der Volksstimme.

Beiträge von Erwin Scharf
FORVM, No. 307/308

Genosse Reh an Genosse Zirkular

Antwort auf den „Zirkularbrief Nr. 16 an die Mitglieder der KPÖ“*
Juli
1979

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Weg und Ziel, Heft 4/1985

Auch heute noch: Minen gegen die Neutralität

April
1985

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Weg und Ziel, Heft 1/1986

Genf: Hat ein Prozeß in Richtung auf Entspannung begonnen?

Januar
1986

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Weg und Ziel, Heft 2/1986

Die Krise der KPTsch hatte Fernwirkung auf die KPÖ

Februar
1986

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Weg und Ziel, Heft 3/1986

Unser Protest — der ungültige Stimmzettel

März
1986

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Weg und Ziel, Heft 3/1986

Ausweisungen

März
1986

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Weg und Ziel, Heft 5/1986

Der außenpolitische Bericht der Bundesregierung — ein Fortschritt mit Widersprüchen

Aufklärungsbedürftige Integrationsbestrebungen — Mitteleuropa-Utopien und Einfluß von „Dissidenten“ auf KSZE-Politik?
Mai
1986

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Weg und Ziel, Heft 6/1986

Der 11. SED-Parteitag — eine Antwort auf die imperialistische Herausforderung

Juni
1986

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Weg und Ziel, Heft 7-8/1986
Nach Tschernobyl:

UdSSR verlängert A-Bomben-Moratorium bis 6. August

Juli
1986

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Weg und Ziel, Heft 9/1986

Ideologische Prinzipienfestigkeit und politische Realitäten (1)

September
1986

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Weg und Ziel, Heft 9/1986

In memoriam Walter Hollitscher

September
1986

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Weg und Ziel, Heft 10/1986

Neues Denken — was ist das?

Absoluter Vorrang für den Fortbestand der Menschheit — Durch die Herausbildung neuer Fronten die aggressive Fraktion des Imperialismus isolieren!
Oktober
1986

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Weg und Ziel, Heft 11/1986

Ideologische Prinzipienfestigkeit und politische Realitäten (2)

November
1986

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Weg und Ziel, Heft 12/1986

Keine Resignation nach Reykjavik

Dezember
1986

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Weg und Ziel, Heft 1/1987

Und sie bewegt sich doch ...

Januar
1987

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Weg und Ziel, Heft 2/1987

Frankreich: Eine unpolitische Massenbewegung wird politisch

Protestaktionen der Studenten und Gymnasiasten zwangen die reaktionär-konservative Regierung Chirac zum Rückzug
Februar
1987

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Weg und Ziel, Heft 3/1987

Klargestellt

März
1987

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Weg und Ziel, Heft 3/1987

An unsere Leserinnen und Leser!

März
1987

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Weg und Ziel, Heft 4/1987

Mit EDU und Reagan in die EG?

Neutralität als Friedenspolitik verlangt Ablehnung der atomaren Hochrüstung und Eintreten für den Fortbestand des Lebens
April
1987

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Weg und Ziel, Heft 6/1987

Abrüstungsängste in der NATO

Die doppelte Nullösung hat eine Chance, aber es gibt keine Automatik
Juni
1987

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Weg und Ziel, Heft 7-8/1987

Dauernde Neutralität muß sich im Frieden bewähren

Juli
1987

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Weg und Ziel, Heft 9/1987
Zum Leserbrief von Karl Wiesinger:

Bei Marx nachgeschaut

September
1987

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Weg und Ziel, Heft 9/1987

Neutralitätspolitik ist Friedenspolitik

September
1987

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Weg und Ziel, Heft 9/1987

Fragwürdige Imagepflege

September
1987

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Weg und Ziel, Heft 9/1987

Konventionelle Abrüstung wird Kernfrage in Wiener KSZE-Konferenz

September
1987

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Weg und Ziel, Heft 10/1987

Nicht Qualität der Waffen, Qualität der Politik schafft Sicherheit

Oktober
1987

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Weg und Ziel, Heft 11/1987

UdSSR: Sieben Jahrzehnte Kampf für den Frieden

November
1987

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Weg und Ziel, Heft 11/1987

Die Realitäten sind stärker

November
1987

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Weg und Ziel, Heft 12/1987

WEU in Verlegenheit

Dezember
1987

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Weg und Ziel, Heft 1/1988

EG-Anschluß Österreichs würde geopolitische Landschaft verändern

Statt Entspannungsfunktion der Neutralität wären neue Spannungen und Konflikte in Europa zu erwarten / EG macht gemeinsame Militärpolitik
Januar
1988

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Weg und Ziel, Heft 2/1988

Neue Aufgaben für den Moskauer Frühjahrsgipfel

Abschaffung der Euroraketen öffnet Weg zu weiteren Abrüstungsfortschritten — NATO-Militaristen wollen neue Rüstungseskalation
Februar
1988

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Weg und Ziel, Heft 3/1988

Gedenkjahr 1988 — eine österreichische Situation

Vergangenheitsbewältigung am Beispiel Renner, Waldheim, Spannocchi / Österreich braucht politisch und ideologisch reife Menschen
März
1988

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Weg und Ziel, Heft 4/1988

Zwei Bände für Österreich

Ein hohes Lied auf die österreichische Nation und die immerwährende Neutralität / Aber der Beitrag der KPÖ wird kleinkariert ignoriert / Das Werk verdient dennoch Beachtung
April
1988

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Weg und Ziel, Heft 5/1988

Der alte NATO-Militarismus und die neue Situation der BRD

Gipfeltagung der NATO von den Partnern unterschiedlich interpretiert — Westdeutsche Politiker gegen Konzepte, die BRD und DDR als „Gefechtsfeld“ preiszugeben
Mai
1988

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Weg und Ziel, Heft 6/1988

Mit WAZ ändert sich die Zeitungslandschaft in Österreich

Juni
1988

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Weg und Ziel, Heft 6/1988
„Probleme des Friedens und des Sozialismus“:

Den neuen Gegebenheiten gerecht werden

Juni
1988

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Weg und Ziel, Heft 9/1988

Mitterand und die Kommunisten

Frankreichs SP-Regierung sucht die „Öffnung“ nach rechts — Die FKP verteidigt gegen EG-Binnenmarkt Lebensstandard und Souveränität
September
1988

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Weg und Ziel, Heft 9/1988

EG, EG, EG usw.

September
1988

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Weg und Ziel, Heft 10/1988

Europa — ein Erdteil oder zwei Militärblöcke?!

Oktober
1988

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Weg und Ziel, Heft 11/1988

Wenn sich die „Zukunft“ mit der KPÖ einläßt

November
1988

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Weg und Ziel, Heft 11/1988

Neue Sprachregelung soll dauernde Neutralität abwerten

Außenministerium schwört diplomatische Vertreter im Ausland auf EG-Mitgliedschaft Österreichs ein
November
1988

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Weg und Ziel, Heft 11/1988

„Der Fall Brandweiner“

November
1988

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Weg und Ziel, Heft 12/1988

Koplenig und die Haltung zur Sowjetunion

Dezember
1988

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Weg und Ziel, Heft 1/1989

Der Weg der KPÖ zur „Perestroika“

Januar
1989

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Weg und Ziel, Heft 2/1989

Geschäft wichtiger als Menschenrechte?

Der Westen duldet Foltern und barbarische Hinrichtungen im Iran, aber verweigert internationale Menschenrechtskonferenz in Moskau
Januar
1989

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Weg und Ziel, Heft 3/1989

Die Politik des Neuen Denkens: Praktisches, Theoretisches, Visionäres

Februar
1989

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Weg und Ziel, Heft 4/1989

Einheitliche Europäische Akte und EZP sind das Ende der Neutralität

„Gemeinschaftsrecht“ demoliert Souveränität und Demokratie
März
1989

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Weg und Ziel, Heft 5/1989

Erinnerungen zu Kreiskys Erinnerungen

April
1989

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Weg und Ziel, Heft 5/1989

Professor Öhlinger und die Neutralität

April
1989

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Weg und Ziel, Heft 6/1989

EG-Wahlkampf: Kommunisten für ein anderes Europa

Mai
1989

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Weg und Ziel, Heft 7-8/1989

Wie Alois Mock „Überzeugungsarbeit“ für einen EG-Anschluß absolviert

Juni
1989

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Weg und Ziel, Heft 9/1989
Peking, Bonn, Paris, Brüssel, Bukarest:

Die jüngsten Stationen des Entspannungsprozesses

August
1989

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Weg und Ziel, Heft 11/1989
35 Jahre nach der Wiedergeburt:

SI: Eine neue Prinzipienerklärung

Oktober
1989

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Weg und Ziel, Heft 12/1989

Andrej Gromyko als Zeitzeuge

November
1989

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Weg und Ziel, Heft 1/1990

Alternative zu EG-Beitritt ist realistisch

Die Klemme für Betreiber eines EG-Anschlusses wird enger
November
1989

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Weg und Ziel, Heft 2/1990

Europa und die „deutsche Frage“ nach Malta

Januar
1990

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Weg und Ziel, Heft 2/1990
„Weg und Ziel“-Gespräch mit dem Historiker Winfried R. Garscha:

War der Pakt wirklich ein „notwendiges Übel“?

Zur Neueinschätzung des deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrags
Januar
1990

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Weg und Ziel, Heft 4/1990

Die Ängste der Europäer vor „Großdeutschland“

März
1990

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Weg und Ziel, Heft 9/1990

Sommer 1990: Von Gipfel zu Gipfel

Warschauer Vertrag ändert Charakter / Gorbatschow bei Bush / Die sieben Reichsten in Houston / 2+4-Beratungen in Paris / Die NATO als Sieger im kalten Krieg
August
1990

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Weg und Ziel, Heft 10/1990
WuZ-Leser/innen-Diskussion

Fragen zur Bündnispolitik

September
1990

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Weg und Ziel, Heft 1/1991

Die FKP und die „Welt“

Januar
1991

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Weg und Ziel, Heft 2/1991

FKP: Der 27. Parteitag brachte einheitliche Ergebnisse

Februar
1991

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Weg und Ziel, Heft 3/1991

Bitte konkret bleiben!

März
1991

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Weg und Ziel, Heft 5/1991

Militarisierung der EG läßt der Neutralität keine Chance

Mai
1991

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Weg und Ziel, Heft 6/1991

Auch Parteigeschichte ist Geschichte

Juni
1991

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Weg und Ziel, Heft 12/1991

Aspekt: ČSSR-Krise

Dezember
1991

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Weg und Ziel, Heft 2/1992

Gregor Kersche — Schicksal eines Kommunisten

April
1992

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Weg und Ziel, Heft 3/1992

Der kollektive Arbeiter und das Klassenbewußtsein

Juni
1992

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Erwin Scharf (* 29. August 1914 in Wittingau, Österreich-Ungarn; † 6. September 1994 in Wien) war Widerstandskämpfer, politischer Journalist, Autor und marxistischer Politiker der SPÖ, der SAP und später der KPÖ.

Erwin Scharf war ein Sohn des Volksschuldirektors und Sozialdemokraten Albert Scharf. Er war aktiv in der Kinderfreundebewegung und bei den Roten Falken. Er studierte ohne Abschluss Romanistik an der Wiener Universität und war von 1934 bis 1938 Funktionär der illegalen Revolutionären Sozialisten. Scharf befand sich nach dem Anschluss Österreichs von 1938 bis 1940 in Haft und schloss sich bei Ende des Zweiten Weltkriegs 1944 slowenischen Partisanen an.

Von 1945 bis 1948 war Scharf SPÖ-Zentralsekretär. 1948, in der Zeit des beginnenden Kalten Kriegs, kam es wegen seines Eintretens für eine engere Zusammenarbeit mit der KPÖ zu Spannungen in der SPÖ und es wurde vom Parteivorstand ein Redeverbot über ihn verhängt. In diese Zeit fällt seine erste und wohl bekannteste Publikation unter dem Titel Ich darf nicht schweigen: drei Jahre Politik des Parteivorstandes der SPÖ – von innen gesehen. Diese Broschüre, mit Scharfs Kritik an der Rechtsentwicklung und am Koalitionsgeist der Nachkriegs-SPÖ, seine Überzeugung, dass die Überwindung des Kapitalismus die Aktionsgemeinschaft mit den Kommunisten erfordere, führten zu seinem Parteiausschluss durch ein Schiedsgericht, der am 30. Oktober 1948 vom Parteivorstand bestätigt wurde.

In weiterer Folge gründete Scharf die Partei der Links-Sozialisten, die 1949 auf einer gemeinsamen Liste mit den Kommunisten, der KPÖ kandidierte. 1956 traten die Links-Sozialisten geschlossen in die KPÖ ein und lösten sich in der Folge als eigenständige Parteiorganisation auf. In den Jahren 1945 bis 1953 war Erwin Scharf Abgeordneter zum Nationalrat. Von 1957 bis 1965 war Scharf der Nachfolger von Erwin Zucker-Schilling in der Funktion des Chefredakteurs der Volksstimme, des täglich erschienenen Zentralorgans der KPÖ. Von 1957 bis 1990 und damit über 10 Parteitagsperioden war Erwin Scharf Mitglied des Zentralkomitees der KPÖ. Von 1957 bis 1987 (bis zum 26. Parteitag) auch Mitglied des Politbüros.

In der sogenannten Parteikrise in den Jahren 1968 bis 1970 schrieb Erwin Scharf unter anderem in der parteiinternen Streitschrift Neue Politik.

Nach dem 28. Parteitag der KPÖ (1991 in Graz) wendete sich Erwin Scharf ebenso wie Ernst Wimmer, führender Theoretiker der KPÖ, vehement gegen den als revisionistisch bezeichneten Kurs der neuen Parteiführung. Erwin Scharf wirkte vom Oktober 1992 bis kurz vor seinem Tod als wohl namhaftester Proponent sowie auch als aktiver Autor zahlreicher Beiträge und politischer Berater für die parteiinterne Publikation Neue Volksstimme. Die Neue Volksstimme war eine Streitschrift und der letztlich gescheiterte Versuch die kommunistischen Kräfte in der KPÖ gegen die bestehende Parteiführung nach dem 28. Parteitag zu organisieren, um einen politisch-ideologischen Kurswechsel auf der Grundlage des wissenschaftlichen Sozialismus durchzusetzen. Mit seiner offen deklarierten Unterstützung dieses Versuchs positionierte sich Erwin Scharf in seinen letzten Lebensjahren und zum dritten Mal in seinem Leben (SPÖ, KPÖ-Parteikrise 1968–1970) wiederholt als konsequenter Marxist für eine profilierte Klassenpolitik.

Er wurde am Friedhof der Feuerhalle Simmering bestattet (Abteilung E19, Nummer 548).

  • Ich darf nicht schweigen: Drei Jahre Politik des Parteivorstandes der SPÖ – von innen gesehen, Selbstverlag 1948
  • Für eine sozialistische Politik, Zum ersten Parteitag der Sozialistischen Arbeiter Partei (Linkssozialisten), Wien 1950
  • Lob der Ideologie: Den Marxismus nicht anpassen sondern weiterentwickeln, Berlin 1968
  • Ich hab’s gewagt mit Sinnen: Entscheidungen im antifaschistischen Widerstand, Erlebnisse in der politischen Konfrontation, Wien 1988
  • Maria Sporrer (Hrsg.): Erwin Scharf: Zeitzeuge, Wien 1984
  • Fritz Weber: Der kalte Krieg in der SPÖ. Koalitionswächter, Pragmatiker und revolutionäre Sozialisten 1945–1950, Wien 1986.
  • Scharf, Erwin. In: Werner Röder, Herbert A. Strauss (Hrsg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Bd. 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben. Saur, München 1980, S. 640.
  • Klaus G. Saur: Scharf, Erwin. In: Karin Peter, Gabriele Bartelt-Kircher, Anita Schröder (Hrsg.): Zeitungen und andere Drucksachen. Die Bestände des Dortmunder Instituts für Zeitungsforschung als Quelle und Gegenstand der Forschung. Klartext-Verlag, Essen 2014, ISBN 978-3-8375-1015-7, S. 500.