Michael Hereth

Diplomvolkswirt, Jahrgang 1938, war stellvertretender Bundesvorsitzender des Liberalen Studentenbundes in Deutschland und ist nun sozialdemokratischer Kandidat für den bayerischen Landtag, Studienleiter der Georg-von-Vollmar-Schule der SPD in Kochel, publizierte „Opposition in der parlamentarischen Demokratie“, gibt die „Junge Republik“ heraus und arbeitete an Knoeringens „Mobilisierung der Demokratie“ mit.

Beiträge von Michael Hereth
FORVM, No. 155-156

Für eine neue Theorie der Politik

■  Michael Hereth
Dezember
1966

Sie wollen diesen Text online lesen?
Das ist machbar!
Mit Ihrer Unterstützung.

Michael Hereth (* 1. Dezember 1938 in Bayreuth) ist ein deutsch-französischer Politikwissenschaftler.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Volkswirtschaft und promovierte in Erlangen zum Dr. phil. Seine Lehrer waren Erich Preiser (Volkswirtschaftslehre) und Eric Voegelin (Politische Wissenschaft) sowie Waldemar Besson (Doktorvater in Erlangen).

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Tätigkeiten bei der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Georg-von-Vollmar-Akademie wurde Hereth 1968 wissenschaftlicher Assistent bei Peter Weber-Schaefer in Bochum (Ostasienwissenschaften und Politik). 1972 wird er Inhaber des Lehrstuhls für Politikwissenschaft an der Gesamthochschule und Universität Duisburg. 1976 nimmt er einen Ruf an die Universität der Bundeswehr Hamburg an. Es folgen zahlreiche Forschungsaufenthalte in den USA (Harvard und New York) und Frankreich. In Hamburg bleibt er bis zur Emeritierung im Jahre 2001.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hereth war Landesvorsitzender und danach für kurze Zeit stellvertretender Bundesvorsitzender des Liberalen Studentenbundes Deutschlands, 1961 folgt der Eintritt in die SPD. Als Student und danach bis zum Jahre 1968 gehört er zum Freundeskreis um den ehemaligen stellvertretenden Bundesvorsitzenden und bayerischen Landesvorsitzenden der SPD, Waldemar von Knoeringen, der eine Reformierung und Modernisierung der SPD anstrebte.

1970 wurde er im Bochumer Wahlkreis 107 (Bochum III) für die SPD in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt; 1975 lehnt er eine erneute Kandidatur ab.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. (Mitverfasser)Waldemar von Knoeringen u. a. Mobilisierung der Demokratie, München 1966
  2. Junge Republik (ed.) München 1966
  3. Parlamentarische Opposition in der Bundesrepublik Deutschland, München 1969
  4. Die Reform des Deutschen Bundestages, Köln 1971
  5. Freiheit, Politik und Ökonomie, München, 1974
  6. (Mitverfasser) Godesberg und die Gegenwart, Bonn 1975
  7. Der Fall Rudel oder die Hoffähigkeit der Nazi-Diktatur, Reinbek 1977
  8. Alexis de Tocqueville – Die Gefährdung der Freiheit in der Demokratie, Stuttgart, 1979 (amerik.ed. Duke 1986)
  9. Alexis de Tocqueville – Zur Politik in der Demokratie, (Hrsg. Mit Jutta Hoeffken) Baden-Baden 1981
  10. Alexis de Tocqueville – Zur Einführung, Hamburg 1991 UND 2001
  11. Montesquieu – Zur Einführung, Hamburg 1995 und 2003

Aufsätze zum Parlamentarismus, Politik und Ökonomie, Adam Smith, Lord Bolingbroke, Tocqueville, Montesquieu, Carl von Clausewitz, Parteiendemokratie, Parlamentserfahrungen, New Left in USA, Anselm von Canterbury,

Stand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hereth lebt heute in Südfrankreich, er war zwei Mal verheiratet, ist geschieden und hat zwei Kinder.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]