Thomas Ebermann

Bundestagsabgeordneter der BRD-Grünen.

Beiträge von Thomas Ebermann
MOZ, Nummer 37

Weder Feigenblatt noch alternder Juso

■  Thomas Ebermann
Januar
1989

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MOZ, Nummer 55
Über den unbändigen Willen linker „Hoffnungsträger“, an deutschen Siegen teilzuhaben:

Nichts gelernt?

■  Thomas Ebermann ▪ Rainer Trampert
September
1990

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MOZ, Nummer 56
Parlamentarismus und Grüne:

Man läßt sich nicht ungestraft wählen

Oktober
1990

Am 7. Oktober hat die Grüne Alternative gute Chance, Stimmen und Mandate zu vermehren. Was Grüne im Parlament sollen und können, darüber denkt hierzulande jedoch kaum jemand nach. Die MONATSZEITUNG lud deshalb zum Streit: Thomas Ebermann war Abgeordneter der Grünen in der Hamburger Bürgerschaft und (...)

Beiträge zu Thomas Ebermann
Streifzüge, Heft 1/1999

Deutsche Grüne

März
1999

Auf eine umfassende Geschichte der deutschen Linken nach dem Zweiten Weltkrieg wartet man schon lange. Die beiden amerikanischen Politikwissenschaftler Andrei S. Markovits und Philip S. Gorski haben sie jedoch, anders als sie im Untertitel ihres Buches Grün schlägt rot. Die deutsche Linke nach (...)

Streifzüge, Heft 66

Home Stories

Aus den gezinkten Märchenbüchern der Streifzüge-Redaktion
August
2006

Schreiben hilft von Maria Wölflingseder Ja, so etwas! Neben dem Gründer der Streifzüge, Franz Schandl, bin ich von den aktuellen Mitarbeitenden die einzige, die von Anbeginn dabei ist. Franz kannte mich aus der Weg und Ziel-Redaktion, in die er von Julius Mende eingeladen wurde, und in der ich (...)

Grundrisse, Nummer 45

Bewegung und Kritik

Zu typisch deutschen Kritikern von Occupy und David Graeber
März
2013

Die Occupy-Bewegung ist sicherlich als eine der größten und breitesten sozialen Bewegungen der letzten Jahrzehnte zu bewerten. Sie hatte internationale Resonanz hervorgerufen – bis nach China und nach Nigeria, wo sich auch eine gleichnamige Bewegung konstituierte, und sie wirkt noch jenseits des (...)

Thomas Ebermann (links) bei einer Veranstaltung in Karlsruhe

Thomas Ebermann (* 18. April 1951 in Hamburg) ist ein deutscher Publizist und Politiker. Nach seinem Engagement beim Kommunistischen Bund war er 1980 an der Gründung der Partei Die Grünen in der Bundesrepublik Deutschland beteiligt. Unter anderem war er ab 1982 Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft und von 1987 bis 1989 als Bundestagsabgeordneter Fraktionssprecher der Grünen im Bundestag. Als Vertreter des ökosozialistischen, linken Flügels trat er zusammen mit anderen Ökosozialisten 1990 aus Protest gegen die „realpolitische Tendenz der Grünen“ aus der Partei aus. In seiner publizistischen Arbeit analysiert Ebermann die gesellschaftspolitische Situation, oft mit satirisch-polemischen Untertönen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Abschluss der Realschule arbeitete Ebermann als Erziehungshelfer in einem Jugendheim, danach bei den Phoenix-Gummiwerken und auf der Norddeutschen Affinerie. Dazwischen leistete er den Grundwehrdienst bei der Bundeswehr ab.

Über das Bergedorfer Arbeiter- und Lehrlingszentrum (BALZ) kam er zum Hamburger Sozialistischen Arbeiter- und Lehrlingszentrum (SALZ), aus dem sich durch den Zusammenschluss mit dem Kommunistischen Arbeiterbund (KAB) Ende 1971 der Kommunistische Bund (KB) bildete. Innerhalb des KB war Ebermann unter dem Namen „Langer“ bekannt und insbesondere in der Afrika-Kommission tätig, die sich mit den Befreiungsbewegungen in Afrika beschäftigte und besondere Beziehungen zur MPLA in Angola unterhielt.

1978 engagierte er sich bei der Bildung der Bunten Liste in Hamburg und beteiligte sich an der Gründung der Partei „Die Grünen“ im Jahre 1980. Gleichzeitig trennte er sich mit der Gruppe Z vom Kommunistischen Bund. Innerhalb der Grünen war er mit Rainer Trampert einer der Exponenten des ökosozialistischen Parteiflügels. 1982 wurde er mit der GAL Mitglied der Hamburger Bürgerschaft (bis 1984) und deren Fraktionsvorsitzender. Die GAL führte 1982 erstmals Gespräche über die Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung („Hamburger Verhältnisse“), durch die Ebermann bundesweit bekannt wurde. Im August 1982 nahm Ebermann, der zu jener Zeit bereits Abgeordneter der Bürgerschaft war, zusammen mit 58 weiteren Personen an der Besetzung einer leerstehenden Polizeiwache in Hamburg teil und wurde vorübergehend von der Polizei festgenommen.[1]

1987 zog er über die Hamburger Landesliste der Grünen in den Bundestag ein, dem er bis 1989 angehörte. Er setzte sich bei der Wahl der Fraktionssprecher mit 20 gegen 21 Stimmen gegen Otto Schily durch; später beklagte er seine Einflusslosigkeit in der von Realos geprägten Fraktion. 1990 verließ er gemeinsam mit Rainer Trampert und 41 anderen die Grünen und ist bis heute publizistisch in der linksradikalen Szene präsent.

Ebermann lebt in Hamburg, ist als Publizist tätig und tritt an der Seite von Rainer Trampert in politisch-satirischen Lesungen „Sachzwang und Gemüt“ auf. Für die Kleinkunstbühne Polittbüro von Lisa Politt und Gunter Schmidt in Hamburg gestaltet der „langjährige konkret-Autor, Satiriker und ungekrönte Columbo der Politik“ die „Vers- und Kaderschmiede“. 2012 hatte sein Theaterstück Der Firmenhymnenhandel in Hamburg Premiere.[2]

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Links sein heißt kein Vaterland haben, nicht um einen nationalen Standort in der Welt rangeln, sondern denen, die in diesem System das Sagen haben, die Pest an den Hals zu wünschen“[3]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Thomas Ebermann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Knaurs Weltspiegel 1984, ISBN 3-426-07658-6
  2. Hanning Voigts: Vom gutgelaunten Grauen. In: Der Freitag. 12. März 2012, abgerufen am 27. Juni 2019.
  3. Zitiert bei Reinhard Mohr: Debatte um Links und Linke: Der Oskar-Lafontaine-Komplex. In: Spiegel Online. 21. September 2008, abgerufen am 27. Juni 2019.