George Mikes

Geboren am: 15. Februar 1912

Gestorben am: 15. August 1987

George Mikes, ein in England naturalisierter Ungar und je nach Belieben „Maiks“ oder „Mikäsch“ auszusprechen, ist einer der wenigen wirklich humoristischen Schriftsteller der Gegenwart. „Komische Leute“, „Weisheit für Andere“ und „Shakespeare und Mikes" sind die Titel seiner bei Paul Zsolnay deutsch erschienenen Bücher. Er arbeitet derzeit an einem Reisebericht über Skandinavien, aus dem ein Abschnitt über Norwegen hier erstmals in deutscher Übersetzung erscheint.

Beiträge von George Mikes
FORVM, No. 6

Kleine Polarlichter

Von einer skandinavischen Reise
■  George Mikes
Juni
1954

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Das ist machbar!

FORVM, No. 9

Rede wenig, bade viel

Reisenotizen aus Finnland
■  George Mikes
September
1954

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FORVM, No. 12

Schwedenplatte

■  George Mikes
Dezember
1954

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FORVM, No. 14

Ronald Searle, der Zeichner des niedlichen Grauens

(mit vier Illustrationen von Searle)
■  George Mikes
Februar
1955

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FORVM, No. 28

Altes Land der Freiheit

Ein Bericht aus San Marino
■  George Mikes
April
1956

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FORVM, No. 33

Monte Carlo als Weltanschauung

■  George Mikes
September
1956

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FORVM, No. 43/44

Kitsch und Kunst

Eine FORVM-Umfrage mit Illustrationen von Paul Flora
Juli
1957

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FORVM, No. 45

Andorra und die 500 Jahre

■  George Mikes
September
1957

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FORVM, No. 50

Frei kriechende Siamesen

Ein Reisebericht aus Bangkok
■  George Mikes
Februar
1958

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FORVM, No. 53

Malaien sind Mangelware

Ein Bericht aus Kuala Lumpur
■  George Mikes
Mai
1958

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FORVM, No. 55/56

Eine zornige junge Nation

Brief von den Philippinen
■  George Mikes
Juli
1958

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FORVM, No. 58

Brief aus Hongkong

■  George Mikes
Oktober
1958

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FORVM, No. 61

Liechtenstein for ever

Brief aus Vaduz
■  George Mikes
Januar
1959

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FORVM, No. 64

Land der guten Manieren

Brief aus Japan
■  George Mikes
April
1959

Im Diogenes-Verlag, Zürich, erscheint dieser Tage unter dem Titel „Fernöstlicher Diwan“ ein neues Reisebuch von George Mikes. Es enthält seine gesammelten Reisebriefe aus Asien, von denen einige in deutscher Übersetzung erstmals im FORVM veröffentlicht wurden. Die nachstehenden Proben entstammen dem (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 66

Acht Stunden Kabuki

■  George Mikes
Juni
1959

Die nachfolgende, nicht gerade wissenschaftliche Studie unseres Mitarbeiters George Mikes über das japanische Theater entstammt dem „Fernöstlichen Diwan“, einem Sammelband von Reiseberichten aus Asien, dessen Erscheinen im Diogenes-Verlag (Zürich) wir unseren Lesern bereits angezeigt (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 79/80

Gesegnete Krise!

■  George Mikes
Juli
1960

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George Mikes (1960)

George Mikes, eigentlich György Mikes (* 15. Februar 1912 in Siklós; † 30. August 1987 in London) war ein britischer Schriftsteller ungarischer Herkunft. Seine vorwiegend humoristisch-satirischen Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mikes war der jüngere Sohn des Juristen Alfred Mikes und dessen Ehefrau Margo Halmos. Tibor Mikes war sein älterer Bruder.

Mikes studierte Rechtswissenschaft an der Universität Budapest und konnte dieses Studium 1933 mit einer Promotion abschliessen. Sofort im Anschluss daran trat er in seiner Heimatstadt in eine Kanzlei ein und konnte gleichzeitig erste Beiträge fürs Feuilleton der Tageszeitung Reggel[1] veröffentlichen.

Im September 1938 entsandte man Mikes als Korrespondent nach London. Er sollte dort wegen des Münchener Abkommens berichten. Geplant waren einige Wochen; er blieb zwei Jahre und berichtete u. a. von der Zerschlagung der Tschechoslowakei und dem Überfall auf Polen. Die weitere politische Lage (→Zweiter Weltkrieg) zwang ihn, in England zu bleiben, wo er anfangs als freier Mitarbeiter für einige englische Zeitungen und Zeitschriften zu arbeiten anfing. 1939 wurde Mikes von der BBC engagiert, für die vor allem seine Ungarischkenntnisse wichtig waren.

1940 wurde Mikes für einige Monate als Ausländer auf der Isle of Man im interniert. Er kam ins Hutchinson Internment Camp bei Douglas wo er mit anderen eine Zeitung, das „Camp Journal“ veröffentlichen konnte. Wieder entlassen, fand er sofort wieder Arbeit bei der BBC. Nach Kriegsende blieb er in London und neben seinem Brotberuf bei der BBC veranstaltete er zusammen mit dem Komponisten Mátyás Seiber Kabaret-Abende an verschiedenen Kleinkunstbühnen.

1946 wurde Mikes eingebürgert. In selben Jahr hatte er auch mit „How to Be an Alien“ sein erfolgreiches Debüt als Schriftsteller, in dem er mit trockenem Humor England aus Sicht des Ausländers beschreibt. Bekannt wurde das Kapitel über Sex, das aus einem einzigen Satz besteht: „Continental people have sex life; the English have hot-water bottles.“

1956 sandte die BBC Mikes nach Ungarn, wo er Ende Oktober ausführlich vom dortigen Volksaufstand berichtete. Mit wachsendem Erfolg als Schriftsteller trat sein eigentlicher Brotberuf bei der BBC langsam in den Hintergrund. Zwischen 1975 und 1987 war Mikes auch regelmässig bei Radio Free Europe in München zu hören. In dieser Zeit arbeitete er auch für PEN International in London.

Seine Bücher verfasste er in englischer wie auch ungarischer Sprache. Trotz seines Erfolges als humorischer Autor, war er mit regelmässigen Kolumnen in den wöchentlichen Zeitungen wie The New Statesman und The Observer zu lesen, aber auch in den Literaturzeitschriften TLS oder Encounter veröffentlichte er zu ernsten Themen.

Mikes war zweimal verheiratet und hatte einen Sohn, Martin, und eine Tochter, Judith. Mit 75 Jahren starb Mikes 1987 in London und fand dort auch seine letzte Ruhestätte. Vier Jahre später wurde am 15. September 1991 an seinem Geburtshaus in Siklós eine Gedenktafel angebracht.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wisdom for others. Allan Wingate, London 1950.
    • Deutsch: Weisheit für andere. Zsolnay, Wien 1952.
  • Shakespeare und Mikes. Zsolnay, Wien 1953.
  • Über Alles - Germany explored. André Deutsch, London 1953.
  • ...über Alles. Sachliche Reise durch Deutschland. Diogenes, Zürich 1955 (illustriert von David Langdon und übersetzt von N. O. Scarpi, EA Zürich 1953)
  • Allons enfants... Wiedersehen mit Frankreich. Illustriert von David Langdon. Deutsch von N. O. Scarpi.
    • Deutsch: Frankreich für Anfänger. ebd. o. J. (gekürzt, Taschenbuch)
  • A propos Ferien. Diogenes, Zürich 1955.
  • Revolution in Ungarn. Scherz & Goverts, Stuttgart 1957.
  • Italien für Anfänger. Ein lustiger Cicerone mit Randzeichnungen von Chaval. Diogenes, Zürich 1957.
    • gekürzte Fassung (Taschenbuch) mit gleichem Titel: ebd. 1963.
  • Milch und Honig. Die Entdeckung Israels. Diogenes, Zürich 1958.
  • Zwergstaaten für Anfänger. Liechtenstein, Monaco, San Marino, Andorra. Diogenes, Zürich 1959.
  • Fernöstlicher Diwan. Eine Asienreise in achtzig Tagen. Mit Zeichnungen von Paul Flora. Aus dem Englischen von Friedrich Torberg. Diogenes, Zürich 1959.
  • Komische Leute. England und Amerika neu entdeckt. Ullstein, Frankfurt am Main 1960.
  • Wie wird man ein Original? Scherz, Bern / München / Wien 1961.
  • Die Schweiz für Anfänger. Beobachtungen eines Ausländers. Diogenes, Zürich 1961.
    • Überarbeitete und erweiterte Ausgabe als: Schweiz für Anfänger. Econ, Düsseldorf / Wien 1977; Econ, München 1988, ISBN 3-430-16728-0.
  • Skandinavien für Anfänger. Diogenes, Zürich 1962.
  • Saludos amigos. Südamerikanischer Jahrmarkt. Aus dem Englischen von Ursula von Wiese. Scherz, Bern / München / Wien 1962.
  • Indien für Anfänger. Ein heiterer Lehrgang. Diogenes, Zürich 1963.
  • Japan für Anfänger. Heitere Betrachtungen. Diogenes, Zürich 1963.
  • How to be an alien. London 1946.
    • Deutsch: England für Anfänger oder „How to be an Alien“. Diogenes, Zürich 1964.
  • Der ideale Lebenszweck. Roman. Scherz, Bern / München / Wien 1964.
  • Komisches Europa. Gesammelte Reiseerfahrungen. Scherz, Bern / München / Wien 1966.
  • Kartoffeln nur zu Kaviar. Traktat über das angenehme Leben. Econ, Düsseldorf 1967.
  • Heureka! Unter glücklichen Göttern und gastfreundlichen Griechen. Scherz, Bern / München / Wien 1967.
  • Liebe verrückte Welt. Gesammelte Reiseerfahrungen aus 4 Kontinenten. Scherz, Bern / München / Wien 1968.
  • Mit Geishas fängt der Tag gut an. Im Lande des aufgehenden Yen. Econ, Düsseldorf 1970.
  • Humour in Memoriam. London 1970.
  • Grüße aus Jerusalem. Zu Besuch in Israel. Econ, Düsseldorf 1972.
  • Gedanken sind zollfrei. Erfahrungen in Bayern, Österreich, Jugoslawien und Ungarn. Econ, Düsseldorf 1973.
  • The spy who died of boredom. André Deutsch, London 1973.
    • Deutsch: Gelangweilt sterben die Spione. Ein satirischer Roman. Marion von Schröder, Düsseldorf 1974.
  • Tsi-Tsa. London 1978.
    • Deutsch: So ein Katzenleben... Zärtlichkeit auf sanften Pfoten. Verlag Marion von Schröder, Düsseldorf 1979 (übersetzt von Klaus Machold).
    • Spätere Ausgabe: Moewig, Rastatt, 1987, ISBN 3-8118-2463-5.
  • How to Bee Decadent. André Deutsch, London 1977.
    • Deutsch: Das Vergnügen, dekadent zu sein. Von der Kunst, in England zu leben. Econ, Düsseldorf 1979.
    • Spätere Ausgabe: Droemer Knaur, München / Zürich 1981, ISBN 3-426-03652-5.
  • Lächelnd lebt’s sich leichter. Witz, Satire, Humor aus aller Welt. Econ, Düsseldorf 1981, ISBN 3-430-16725-6 (übersetzt von Klaus Machold, illustriert von Steffen E. Köpf).
  • How to Bee Poor. André Deutsch, London 1983.
    • Deutsch: Reich mit leeren Taschen. Econ, Düsseldorf 1983, ISBN 3-8118-2463-5 (übersetzt von Gernot Barschke, illustriert von Karl-H. Volkmann).
  • How to be a guru. André Deutsch, London 1984.

Fussnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Morgen, nicht zu verwechseln mit der Zeitung Reggel aus dem Axel Springer Verlag.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]