Karl Pfeifer

Karl Pfeifer, Jahrgang 1928. Im Alter von 10 Jahren Flucht mit seinen Eltern nach Ungarn. Mit 14 gelingt ihm die Auswanderung nach Palästina, wo er nach einer Ausbildung im Kibbuz im israelischen Unabhängigkeitskrieg kämpft. 1951 kehrt er nach Europa zurück, arbeitet seit 1979 als Journalist in Wien, schreibt u. a. für die Wiener Illustrierte Neue Welt und die Berliner Wochenblätter Jüdische Allgemeine und Jungle World.

Beiträge von Karl Pfeifer
FORVM, No. 448-450

Realitätsflucht oder Friede

■  Karl Pfeifer
Mai
1991

Der Autor, 1928 in Baden bei Wien geboren, emigrierte 1938 über die Schweiz, Italien und Jugoslawien nach Ungarn und kehrte 1951 nach Österreich zurück, wo er unter Pseudonymen und eigenem Namen in »AZ« und FORVM publizierte. Der zwischen 1980 und 1987 viermal aus Ungarn ausgewiesene Journalist ist (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 452-454

Palästinenser &/oder Juden

Juli
1991

Friederice Beyers „Die Antisemiten sind die Israelis“ hat, gemeinsam mit Karl Pfeifers „Friede oder Realitätsflucht“ im vorigen Heft, jene produktive Erregung ausgelöst, der wir die wildesten Diskussionen danken: hier ist sie, mehr im nächsten (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 455

Etwas bleibt immer hängen

Antwort
■  Karl Pfeifer
Oktober
1991

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FORVM, No. 456

Der Präsident und die Juden

Auch Franjo Tudjman ist ein zeitgemäßer Mann
■  Karl Pfeifer
Dezember
1991

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FORVM, No. 458/459

Die katholische Kirche Kroatiens, der Vatikan und die Ermordung der kroatischen Juden

■  Karl Pfeifer
März
1992

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FORVM, No. 458/459

Unwissenheit oder Etikettenschwindel? / Grenzstreit

■  Karl Pfeifer ▪ Georg Scheuer
März
1992

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FORVM, No. 462-464

Wer assimiliert die Ungarn?

■  Karl Pfeifer
Juli
1992

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FORVM, No. 465-467

Vojvodina, Herbst 1992

■  Karl Pfeifer
November
1992

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FORVM, No. 465-467

Die Barbaren ante portas?

■  Karl Pfeifer
November
1992

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FORVM, No. 469-472

Methodischer Massenmord und die Methoden eines Massenblattes

■  Karl Pfeifer
April
1993

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FORVM, No. 473-477

Trotzkist und/oder faschistischer Propagandist

■  Karl Pfeifer
Juli
1993

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FORVM, No. 495

Gruß aus der Heimat

■  Karl Pfeifer
März
1995

Liebe Freunde! Häufig werde ich seit der Machtergreifung gefragt, »wieso wandern Sie nicht aus? « Meine Antwort: Der Bedarf an 70jährigen deutschsprachigen Journalisten im Ausland ist gedeckt. Seit der letzten Abwertung des Schilling ist meine Pension nur mehr halb so viel wert wie während der (...)

FORVM, No. 496-498

Rückkehr nach Österreich

■  Karl Pfeifer
Juni
1995

K.P., geboren 1928 in Baden bei Wien, FORVM-Autor und Mentor unserer Blattmacher seit Michael Siegert, wird am 31. August d.J. als Redakteur des off. Organs der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, »Die Gemeinde«‚ in Pension gehen. Früher als »Kommunist« verdächtigt, wird er jetzt gern wegen seiner (...)

Context XXI, Heft 5-6/2002

„Neue Historiker“ schreiben die Geschichte um

■  Karl Pfeifer
November
2002

40 Jahre nach dem Unabhängigkeitskrieg trat in Israel eine Generation „neuer Historiker“ auf, die in den arabischen Ländern und von links- und rechtsextremen „Antizionisten“ bejubelt werden. Es sind in der Regel nach 1948 geborene israelische Wissenschaftler, die sich in ihren Arbeiten auf die Jahre (...)

Context XXI, Heft 4-5/2003

Dort, wo man Fahnen verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen

■  Karl Pfeifer
August
2003

Markus Kemmerling brachte es auf den Punkt: „In einem Land, in welchem nicht nur vereinzel­te Rechtsextreme mit Befrei­ung den Abzug US-amerika­nischer Truppen assoziieren, kann es niemanden ernsthaft überraschen, wenn im Groß­deutschen und Antijüdischen fußende Ressentiments durchbrechen, sobald (...)

Context XXI, Heft 4-5/2004

Wiederauferstehung des „christlichen Mittelstands“ Ungarns?

■  Karl Pfeifer
Juni
2004

Seit der Wende 1990 gab es in Ungarn vier Parlamentswahlen, wobei jedes Mal die Regierung abgewählt wurde. Dieser ständige Wechsel ist Zeichen einer kontinuierlich wachsenden Polarisierung in der ungarischen Gesellschaft, die von einer rückläufigen Wahlbeteiligung begleitet wird. Seit 1990 (...)

Context XXI, Jahr 2006

Schandl interpretiert die Welt

■  Karl Pfeifer
Juni
2006

In der letzten Ausgabe der „Volksstimme“ erschien der Leitartikel von Franz Schandl, der zum Widerspruch herausfordert. Seine Analyse „Wider die Eingliederung in die okzidentale Phalanx“ beginnt so: Dass „wir alle Londoner sind“, ist zu einem geflügelten Wort geworden. Dass wir alle Kabuler sind (...)

Café Critique, Jahr 2009
Suicide Attack:

Hintergründe des Selbstmordterrors

Rezension
■  Karl Pfeifer
Mai
2009

Gerhard Scheit hat gründliche Arbeit geleistet. Er untersucht auf 616 Seiten den antisemitischen Wahn, der zum Völkermord an Juden geführt hat und auch zum Selbstmordterror im Heiligen Land. Gerhard Scheit versucht – sich auf die Frankfurter Schule stützend – mit den Mitteln der Philosophie und der (...)

FORVM, WWW-Ausgabe

Karl antwortet ...

■  Karl Pfeifer
September
2018

... beim Fest für Karl Pfeifer anlässlich seines 90. Geburtstages im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes in Wien am 27. September 2018 Nach Ansprachen von Andreas Peham, Elisabeth Orth, Doron Rabinovici und Gerhard Oberschlick kam endlich der Jubilar zum Wort und das klang so: (...)

Beiträge zu Karl Pfeifer
LICRA, Projekte

Über Ungarn sprechen

 
2019

Zur Reihe Mit Blick auf die anstehenden ungarischen Parlamentswahlen im Frühjahr 2014 fanden im Theater Hamakom zwei Veranstaltungen zu den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen unter der Regierung Orbán und der Reaktionen der ungarischen Zivilgesellschaft und der EU auf diese statt. (...)

Context XXI, Heft 7/2002

Wissenschaft als Kritik

Der israelische Historiker Benni Morris im Gespräch
Dezember
2002

Prof. Benni Morris, den ich im Mai am Rande einer Konferenz in Berlin getroffen habe, wurde als einer der ersten „postzionistischen“ oder „neuen Historiker“ auch über die Grenzen Israels hinaus bekannt. Diese Generation von sich selbst als parteiisch begreifenden WissenschafterInnen hatte es sich (...)

Context XXI, Radiosendungen 2003

Verleihung der Samuel Bloch Medaille an Karl Pfeifer

■  Sendungsgestaltung: Ökologische Linke (ökoli) Wien
November
2003

Elisabeth Orth, Erika Weinzierl und Wolfgang Neugebauer über einen unermüdlichen Kämpfer wider den Antisemitismus.

Context XXI, Jahr 2005

Antisemitische Blüten aus Wien

Dezember
2005

Fritz Edlinger, Generalsekretär der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen und vormaliger SPÖ-Vertreter beim Nahostkomitee der Sozialistischen Internationalen, hat Anfang 2005 beim Wiener Pro Media Verlag ein Buch herausgeben: Es stammt von Israel Shamir und heißt „Blumen aus (...)

Café Critique, Jahr 2009

Über alles in der Welt

Stellungnahme zur antizionistischen Attacke des österreichischen Trotzkisten Michael Pröbsting auf den Journalisten Karl Pfeifer
Januar
2009

Wenn Café Critique sich mit Karl Pfeifer solidarisch erklärt angesichts der unbeschreiblichen Infamien, die gegen ihn vom ArbeiterInnenstandpunkt publiziert wurden, dann nicht nur deshalb, weil wir uns ganz allgemein mit dem Zionismus als politischer Emanzipationsbewegung von Juden und Jüdinnen (...)

Café Critique, Jahr 2010

Alpendonaunazis für Ahmadinejad

Über die abendländischen Freunde des Jihad und ihr eigentliches Feindbild
April
2010

Sie brüllen „Daham statt Islam“ und bewundern die Djihadisten. Die unter österreichischen Neonazis besonders beliebte Homepage Alpen-Donau-Info, die nicht anders als Kronen Zeitung und FPÖ das „Abendland in Christenhand“ wünscht, ist zugleich auf Distinktionsgewinn aus: „Mit billiger (...)

FORVM, WWW-Ausgabe

Für Karl Pfeifer

Zum Neunzigsten
September
2018

Erste Laudatio des Abends für Karl Pfeifer. Eine Rühmung im Dokumentationszentrum des Österreichischen Widerstandes am 27. September 2018 Wenn hierzulande die Lüge wieder zur einzigen Wahrheit erklärt wird und das Totschweigen beredter ist denn je, dann ist da immer einer, der sicher nicht still (...)

FORVM, WWW-Ausgabe

Lieber Karl !

Anrede
September
2018

Zweite Laudatio des Abends für Karl Pfeifer. Eine Preisung im Dokumentationszentrum des Österreichischen Widerstandes am 27. September 2018 Lieber Karl, zuerst will ich gratulieren – ja, Dir auch, eigentlich aber uns, dass wir Dich haben und so lange haben. Ganz besonders gratuliere ich Deiner (...)

Videos
Karl Pfeifer — Republikanischer Club 21.11.2013 „Einmal Palästina und zurück“ nennt Karl Pfeifer (...)
„Über Ungarn sprechen“ Ausschnitt aus der Podiumsdiskussion über Angriffe auf die Kunst, Strömungen (...)
(German w/ English Subtitles) Note: For English subtitles, please make sure the „cc“ button in (...)
Karl Pfeifer (2008)

Karl Pfeifer (* 22. August 1928 in Baden bei Wien) ist ein österreichischer Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Pfeifer floh 1938 mit seinen Eltern nach Ungarn, wo er 1940 der sozialistisch-zionistischen Jugendorganisation Haschomer Hatzair beitrat. Noch vor der deutschen Besetzung Ungarns im Zweiten Weltkrieg am 5. Januar 1943 gelang ihm als einem unter 50 Jugendlichen und Kindern auf abenteuerliche Weise die Flucht nach Palästina. Er lebte in einem Kibbuz, diente ab 1946 in der Elitetruppe Palmach und nach der Staatsgründung Israels bis 1949 in der israelischen Armee.

1951 kehrte er nach Österreich zurück. Von 1982 bis 1995 war er Redakteur der Gemeinde, des offiziellen Organs der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.

In dieser Funktion wies er 1995 in einem Artikel darauf hin, dass der Politologe Werner Pfeifenberger im Jahrbuch der Freiheitlichen Akademie „Nazitöne“ anschlage, da er das Hitlerregime verharmlose und den Juden vorwerfe, Hitler-Deutschland 1933 zum Krieg herausgefordert zu haben. Pfeifer wurde daraufhin von Pfeifenberger verklagt und in zwei Instanzen freigesprochen. Nachdem im Jahr 2000 die Wiener Staatsanwaltschaft Anklage wegen „nationalsozialistischer Wiederbetätigung“ gegen Pfeifenberger erhoben hatte, beging dieser Suizid.[1] Der Herausgeber der rechten Zeitschrift Zur Zeit, Andreas Mölzer, betitelte Pfeifer daraufhin in einer Aussendung an seine Abonnenten als „Teil einer Jagdgesellschaft“, die Pfeifenberger „in den Selbstmord getrieben“ habe – der „jüdische Journalist“ habe die „juristische Lawine gegen Pfeifenberger“ ausgelöst. Pfeifer klagte nun auf Entschädigung und wurde damit bei den österreichischen Gerichtsinstanzen abgewiesen. Am 15. November 2007 bekam Pfeifer vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen Verletzung der Achtung seines Privatlebens nach Artikel 8 Recht gesprochen; zugleich wurde die Republik Österreich zu 5.000 Euro Entschädigung für die – durch das Versäumnis der Gerichte entstandene – immaterielle Schädigung verurteilt.[2][3]

Seit Anfang der 1990er Jahre und bis 2005 arbeitete Pfeifer als Wiener Korrespondent des israelischen Radios und als freier Journalist des monatlich erscheinenden antifaschistischen Londoner Magazins Searchlight sowie des jüdischen Internetmagazins haGalil.

Im Jahr 2008 produzierten Mary Kreutzer und Thomas Schmidinger für die Gesellschaft für kritische Antisemitismusforschung einen Dokumentarfilm über sein Leben: Zwischen allen Stühlen. Lebenswege des Journalisten Karl Pfeifer.[4][5]

Pfeifer hat unter anderem jahrzehntelang dokumentiert, wie stark antisemitisch grundierter Nationalismus Ungarn geprägt hat.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien

  • Nicht immer ganz bequem ... Verlag Der Apfel, Wien 1996, ISBN 3-85450-151-X.
  • mit Theodor Much: Bruderzwist im Hause Israel: Judentum zwischen Fundamentalismus und Aufklärung. K & S, Wien 1999, ISBN 3-218-00667-8.
  • Einmal Palästina und zurück: Ein jüdischer Lebensweg. Edition Steinbauer, Wien 2013, ISBN 978-3-902494-62-7.
  • Immer wieder Ungarn. Autobiographische Notizen, Nationalismus und Antisemitismus in der politischen Kultur Ungarns – Texte 1979 bis 2016. Edition Critic, Berlin 2016, ISBN 978-3-946193-10-4.

Sonstiges

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Roland Kaufhold: Pfeifer gegen Pfeifenberger. Die Kämpfe eines österreichischen Journalisten und Shoah-Überlebenden. In: Neues Deutschland, 25./26. August 2018, S. 27
  2. Harald Fidler: Nach Menschenrechtsgericht noch einmal durch Instanzen. Der Standard, 13. Mai 2008, S. 18
  3. Urteil des EGMR vom 15. November 2007
  4. Website des Films (Memento des Originals vom 2. Mai 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/film.antisemitismusforschung.net
  5. Filmrezension von Roland Kaufhold auf haGalil, 2. August 2011
  6. sueddeutsche.de / Oliver Das Gupta: Rezension zu Pfeifers 2016 erschienenem Buch.
  7. Dankesrede von Karl Pfeifer hagalil.com, 4. Dezember 2003, abgerufen am 29. November 2012
  8. wird am 4. Juli 2018 verliehen - persönliche Mitteilung
Karl Pfeifer bei

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