Seit zehn Jahren versucht eine islamistische Militärregierung, den Sudan zu einem „islamischen Staat“ umzubauen. Am 30. Juni 1989 hätte – wäre es nach den Plänen der Mehrparteienregierung gegangen – im Sudan die Scharia abgeschafft werden sollen. Unter anderem um genau dieses zu verhindern, (…)
Große Teile der historischen Landschaft Nubiens an der Grenzregion zwischen Ägypten und dem Sudan verschwand bereits 1962 unter den Fluten des Nasser-Sees. Nun sollen weitere Dammbauten wiederum riesige Gebiete Nubiens unter Wasser setzen. Mit Unterstützung der Sowjetunien errichtete der (…)
Die zweite Botschaft des Islam
Die Ideen des 1985 hingerichteten linksislamischen Reformers Mahmud Muhammad Taha werden nach seinem Tod weit über den Sudan hinaus als fortschrittliche Gegenthese zu reaktionären Formen des islamischen Integralismus gesehen. Interessant sind Tahas Positionen dabei einerseits in Hinblick auf (…)
Über den nubischen Widerstand gegen den Kajbar-Staudamm.
Suad Ibrahim Ahmed wurde am 30. Mai 1935 in Khartoum in einer nubischen Familie geboren. Bereits früh schloss sie sich der jungen Kommunistischen Partei des Sudan an. 1960 schloss sie ihr Studium an der Khartoum University ab und begann als Lehrerin in der nubischen Grenzstadt Wadi Halfa zu (…)
Kaum ein Tag vergeht, an dem in den Medien nicht von neuen militanten Auseinandersetzungen, Toten und Flüchtlingen im Sudan berichtet wird. Context XXI-Autor Thomas Schmidinger hat nun ein Buch zur Geschichte der ArbeiterInnenbewegung im Sudan veröffentlicht, das ein breites – und nicht nur auf (…)
Seit Beginn dieses Jahres hat sich der Krieg im Westen des Sudan zu einer systematischen Vertreibung und Ermordung der lokalen Bevölkerung ausgeweitet. Die internationale Öffentlichkeit beschränkt sich dabei bisher auf substanzlose Ankündigungspolitik während die Linke schweigt oder bereits vor (…)
Frauen sind durch Vertreibung und Vergewaltigungen besonders von der Krise im Sudan betroffen. Krieg wird von der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung an der Universität Hamburg wie folgt beschrieben: „Ein Charakteristikum des weltweiten Kriegsgeschehens ist, dass es ‚den (…)
Mehr als eine Million Menschen wurden durch die systematischen Vertreibungen im Westsudan zu Flüchtlingen. 170.000 flohen in den benachbarten Tschad, fast eine Million Menschen leben als Binnenflüchtlinge auf sudanesischem Gebiet. V.a. Frauen und Kinder sind in den ländlichen Gebieten Darfurs (…)
Die Reaktion der Arabischen Liga auf die Massenmorde sudanesischer Milizen in Darfur ist von ideologischer Starrheit geprägt. Nur vereinzelt regt sich Widerstand gegen die vorherrschende Suche nach den Ursachen. Jede Krise in einem arabischen Land, die dann in der Regel, wenn nicht in Krieg, (…)
Nirgendwo zeigt sich zurzeit deutlicher der Bankrott des realexistierenden Islamismus als im Sudan. Nach 15 Jahren islamistischer Militärdiktatur haben die ideologischen Nachkommen der Muslim-Brüder das Land an den Abgrund geführt. Die sudanesische Organisation der von Ägypten ausgegangenen (…)
„Die Glaubwürdigkeit des Friedensprozesses wurde damit sicher nicht grösser“
Kamilla Ibrahim Kuku Kura ist eine der Gründerinnen des „Nuba Mountains Women Comitee“, einer Basisorganisation von Frauen aus den Nuba-Bergen, die als intern vertriebene Bevölkerung in den Armenvierteln der Hauptstadt Khartoum leben. Seit dem Friedensschluss in den Nuba-Bergen können sie (…)


